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Riech mich

Riech mich fester!

"Wasch dich nicht, ich komme heim!" - Zarte Liebesworte für eine zarte Frau: Eine erotische Ankündigung von einem großen kleinen Mann. Ob sich Josephine wohl an die Wünsche ihres Ehemannes Napoleon gehalten hat?

Was will der Mann

Sex ist geil

Und welche detailreichen Schilderungen da in der Turnsaalgarderobe geliefert wurden: Seltsam nur, dass sie alle so sehr der aktuellen Ausgabe des “Bravo” ähnelten, aber das konnte ja wohl nur Zufall sein. “Sex ist geil!”, war der Lieblingsausspruch von Eva, die genau so aussah, wie es mir meine Eltern immer zu verbieten versuchten, “Sex ist geil”, sagte sie und alle nickten wissend und grinsten dreckig. Und ich nickte und grinste auch – so wissend und dreckig, wie das einer Jungfrau nur gelingen konnte.

Das Erste Mal. Damals lag dieser Meilenstein noch vor mir – und vor fast allen, die sich da mit mir tough über Sex unterhielten auch, nur gab das keine zu. Bedauerlicherweise kann man das berühmte Erste Mal nicht überspringen – meist ein großer Nachteil. Und als ich Eva viele Jahre später dann bei einem Klassentreffen wiedersah, kam das Gespräch natürlich wieder aufs Thema Sex.

“Na, war das Erste Mal vielleicht peinlich”, sagte sie, “und ich konnte euch nicht einmal was drüber erzählen, weil ich ja angeblich eh schon seit Ewigkeiten keine Jungfrau mehr war...” Alle nickten wieder wissend und grinsten immer noch dreckig. Und ich nickte und grinste auch, aus voller Überzeugung diesmal. Schließlich wusste ich da schon: Sex ist wirklich geil. Wenn man ihn kann. Und das ist nicht nur eine Sache des Trainings, auch eine des Hirns.

Oder verlassen Sie sich auf Ihre blinden Instinkte, wenn Sie einen Mann herumkriegen wollen? Na eben. Je mehr Hirn eine Sie einsetzt, desto früher wird ein Er hirnlos. Und das bietet – zumindest in manchen Situationen – allerlei Reiz. Nicht zuletzt auch für den Er: Und darum findet die suchende Frau auch immer wieder gefällige Herren, die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Ein gewichtiges Wort dazu liefert der Psychotherapeut Bernhard Ludwig.

Und weil er nicht nur Übergewichtsgruppen leitet, sondern seit 1993 auch Seminar-Kabarettist ist, fällt seine “Anleitung zu sexueller Unzufriedenheit” auch entsprechend pointiert aus: “Die Formel für die sexuelle Unzufriedenheit ist ganz einfach: Erreichtes dividiert durch Erwartetes.” Auch für den durchschnittlichen Nichtmathematiker ist erkennbar: Je größer der Nenner, desto kleiner der Wert.

Es spricht für die sonst so geschmähte männliche Fantasie, dass sie sich eine heftige Begegnung mit Jennifer Lopez ausmalen können. Aber es spricht gegen die sonst so gelobte männliche Logik, dass sie nicht imstande sind, ihrer Realpartnerin zu erklären, was genau sie sich von Jennifer Lopez erhoffen.

Bernhard Ludwig bringt es auf den Punkt: Sein Kabarett bietet “lehrreiches Lachen wider die allgemeine Verklemmtheit und den taschenausbeulenden Selbstbetrug”. Überlegenswert: Vielleicht wäre die Eröffnung eines erotisch erfolgreichen Abends gar nicht so schlecht im Kabarett verbracht.

Was denkt er, wenn er denkt

Wenn unser Er uns also nicht sagt, was er gern möchte, können wir ihn ja fragen, oder? Schon. Aber die Antwort wird häufig nicht so aufschlussreich sein: irgendwas mit Internetadressen, Peep Shows und Jennifer Lopez eben. Eine amerikanische Studie versorgt uns mit den neuesten Statistiken in Sachen Männerträume: 47 Prozent schwelgen in erotischen Tagträumen.

Der Anblick netter Weiblichkeit scheint also häufig und unvermeidbar eindeutige Gedanken auszulösen. Zwei Drittel mögen’s leicht bekleidet lieber als nackt. Ein wenig Voyeurismus erhöht den Reiz am Spiel! Nicht von ungefähr ist Sharon Stones Beinüberschlag als Eispickelmörderin legendär: Eigentlich sah man ja gar nichts. Und das auch nur Sekundenbruchteile lang. Und trotzdem: Fragen Sie einmal Ihren Mann, welche Filmszene er am beeindruckendsten gefunden hat!

Überhaupt sind die visuellen Interessen der Herren sehr eindeutig gelagert. Auch in Zeiten der sexual Correctness werfen 59 Prozent ihre Blicke zuerst auf Busen und Hinterteil der Frau, allerdings schaut ihr auch ein Drittel ins Gesicht und eine mit 16 Prozent immerhin veritable Minderheit findet sogar Intelligenz erotisch.

Wenn Eva also ihren Adam so richtig anmachen will, dann sollte sie Salome-artige Schleier über ihren perfekten Busen wehen lassen und im Besitze eines runden Pos ohne Unterwäsche sein. Immerhin finden 45,5 Prozent der Männer ihre Frauen scharf – oder zumindest das, was sie mit ihnen tun. Fragt sich nur, was ist mit den restlichen 54,5 Prozent?

Wenn wir davon ausgehen, dass nicht alle von ihnen von höchst seltsamen obskuren Erlebnissen träumen und auch nur der geringste Teil wirklich freiwillig auf gelungenen Sex verzichtet, dann sollte ihnen doch zu helfen sein. Bloß – dazu müssten sie auch sagen, wie.

Dan Anderson ist schwul. Aber er mag Frauen. Und darum erzählt er ihnen auch alles, was er weiß: Von sich, seinem Körper und dem Körper seiner Geschlechtsgenossen. Mittlerweile – sein Bestseller “Was Männer wirklich antörnt” ist in so gut wie alle Sprachen übersetzt worden – lebt Anderson von regelmäßigen TV-Kolumnen, in denen er auch der puritanischen Amerikanerin nicht nur das Lachen über Sex beibringt.

Beginnen wir am Anfang: Angenommen, Sie haben eine erotische Idee zur weiteren Abendgestaltung mit Ihrem Partner. Anderson empfiehlt in diesem Fall, ein paar Kleinigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren, so schalten Sie einige Pannen gleich von vornherein aus.





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