Was will der Mann
Duschen, Düfte, Schmuck und Öle
Thema Dusche:
Wenn Sie alleine darunterhüpfen, gönnen Sie sich doch auch vielleicht eine Haarkur – und ich spreche nicht von dem Haar auf Ihrem Kopf! Manchmal ist es aber auch eine feine Sache, den Auserwählten gleich mit unter die Dusche zu nehmen: Das ist erstens überhaupt nett und zweitens hilft es Ihnen doch sehr, falls Sie ihn als mögliches Schweinderl verdächtigen.
Thema Duft:
Frauen reagieren stärker auf olfaktorische Verführungen, Männern sind sie meist eher wurscht. Oder unangenehm, wenn sie den Geschmack des Parfums dann tagelang nicht aus dem Mund bekommen. Zwei Tropfen hinter den Ohren sollten ausreichen – ein Duftmix aus Deo, Bodylotion, Cremes und Wässerchen ist eher abtörnend.
Thema Schmuck:
Beeindrucken Sie ihren Partner lieber außerhalb des Bettes damit. Oder stellen Sie sich vor, wie sich Ihre Kette in seinem Schamhaar verfängt – Au! Ähnliches gilt für Dessous: Zweifellos wirken sie milde beschleunigend. Aber Perlen und Pailletten, die sich in seinem Brusthaar verwickeln und ein paar Büschel samt Wurzeln herausfetzen, wirken ebenso zweifellos heftig verzögernd. Also Dessous lieber sehr vorsichtig einsetzen: Lang haben Sie die sowieso nicht an.
Thema Ersatzteile:
So ganz echt ist wohl an den wenigsten jedes Futzerl unseres Körpers. In Zeiten gut sortierter Parfümerien und großer Drogeriemärkte neigt man schon ein wenig dazu, geringe Perfektionsmängel durch Ersatzteile auszugleichen. Aber stellen Sie sich doch einmal den Anblick eines abgerissenen falschen Nagels – dunkelrot lackiert natürlich – mitten am zerwühlten Leintuch vor. Ein Erotikkiller, der nur noch von der Slipeinlage im Stringtanga übertroffen wird.
Thema Massageöl:
Schon das Wort ruft in den meisten Menschen sanftes Schnurren hervor. Das allerdings am nächsten Morgen zu schmerzlichem Stöhnen werden kann – das Öl ist nämlich fett, no na. Und wenn Sie sich vielleicht nicht die ganze Zeit im Bett aufgehalten haben, sondern am Teppich, an die Wand gelehnt, am Ledersofa vielleicht... dann kann die ölige Nacht zum Auftakt einer heftigen Renovierungsaktion geworden sein.
Viel Vergnügen
Meist wird sich aber der größte Teil der Aktivität im Schlafzimmer abspielen: Erstens ist es dazu da und zweitens sind wir nun einmal daran gewöhnt. Und auch da kann man sich und ihm mit ein paar kleinen Tricks ein wenig helfen. Betrachten Sie einmal kritisch Ihr Bett: Idealerweise sollte es weder einen erhöhten Kopf- noch Fußteil haben, sondern von allen Seiten frei zugänglich sein – niemand schlägt sich gerne den Kopf in rhythmischen Abständen an.
Wer seine Knie und die seines Partners liebt, der verzichtet besser auf dünne Futonmatten. Überhaupt: Je niedriger die Schlafstatt, desto weniger Entfaltungsmöglichkeiten haben neue und interessante Ideen.
Wasserbetten werden von ihren Fans hoch gepriesen – aber Sex haben die wahrscheinlich woanders. Der massive Rahmen tut weh, irgendwem irgendwo immer. Und das Schaukeln der Wellen kann auch den konzentriertesten Mann aus dem Rhythmus bringen.
Das Nachtkastel ist ein unentbehrliches Erotikmöbel: Wo sonst könnten Sie interessante Dinge wie Massageöl, Kondome und Küchenrolle unterbringen? Die richtige Stimmung kann man im Schlafzimmer gerade durch Licht hervorragend steuern. Wenn Sie die unübertroffenen Kerzen verwenden wollen, dann achten Sie aber bitte darauf, dass nur Sie und nicht der ganze Raum Feuer fängt.
Videos helfen vielen Männern zwar unmissverständlich auf die Sprünge – ich gebe aber zu, die meisten Filmchen wirken auf Frauen eher abtörnend. Warum probieren Sie es nicht mit einer Gute-Nacht-Geschichte? Die Weltliteratur hält so einige interessante Werke bereit:
Das Kamasutra – ein Klassiker für Philosophen und Biegsame; zum Lesen ohne Übungspartner allerdings grauenhaft langweilig.
Josefine Mutzenbacher – das Sittenbild einer Prostituierten um die Jahrhundertwende, eine ideale Vorlesegeschichte für eine lange Nacht.
Märchen aus 1001 Nacht – für Romantiker, allerdings sollten Sie nicht die für Kinder bearbeitete Version kaufen.
“Was Männer wirklich antörnt” – natürlich, das Übungsbuch von Dan Anderson. Schon nett, was er alles erklärt. Und auch direkt am Objekt trainierbar. Ein Buch für Frauen. Schade eigentlich, dass es so etwas nicht auch für Männer gibt, wäre doch fein, wenn die auch wüssten, was uns antörnt: Die Zeit wäre reif für so ein Buch. Fragt sich nur, wer es schreibt. Sie vielleicht?
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