Sicherheit für meine Kinder
Sparen für die Zukunft
Solche Sparpläne müssen sich jedoch nicht zwingend erst im Alter auszahlen. Viele Finanz- und Versicherungsinstitute bieten bereits Ausbildungsversicherungen für Kinder an. Immerhin muss man pro Kind, das an einer Universität studieren wird, mit Ausgaben von 35.000 bis 60.000 Euro rechnen. Zum Beispiel mit fondsgebundenen Termfix-Versicherungen können Eltern diese Stange Geld langfristig zusammensparen, ohne dass allzu viel vom monatlichen Familienbudget abgezwackt werden muss.
Zwangspausen
Finanzielle Krisen können aber auch sehr unerwartet kommen; zum Beispiel dann, wenn selbstständig oder freiberuflich tätige Elternteile längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können oder es, im schlimmsten Fall, sogar unmöglich wird, in ihrem alten Beruf tätig zu sein. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung, BUFT genannt, kann dort einspringen, wo die Krankenkasse aufhört und die Lebensversicherung noch nicht anfängt … eine dringende Empfehlung für selbstständige Väter und Mütter.
Sonderklasse
Angesichts der im Laufe einer Kindheit zahlreichen Besuche beim Kinderarzt, im Krankenhaus und in der Unfallambulanz ist sicher auch eine private Krankenversicherung eine Überlegung wert. Ungeborene Babys haben den großen Vorteil, dass sie noch keine Krankengeschichte ihr Eigen nennen, und werden deshalb von vielen Versicherungen mit Handkuss, beziehungsweise zum Sondertarif, genommen. Auch hier ist Vorsicht geboten: Nur selten sind Kinder in einer privaten Krankenversicherung der Mutter oder des Vater automatisch inkludiert. Oft werden aber besonders günstige Tarife angeboten, wenn ein Elternteil seinen Vertrag um ein Baby erweitert.
Man kann eine Kinder-Privatkrankenversicherung auch schon vor der Geburt zeitlich beschränken, zum Beispiel auf drei Jahre, um nur die erfahrungsgemäß schlimmste Zeit abzudecken, in der sich das Immunsystem aufbaut. Manche Versicherungen bieten auch eine Begleitkosten- Versicherung an, damit Kinder bei einem Spitalsaufenthalt nicht auf ihre Eltern verzichten müssen.
Wer soll das bezahlen?
In einer idealen Welt würden wohl die meisten Familien zu all diesen Versicherungsmöglichkeiten Ja sagen. In der Realität müssen wir aber oft mit etwas Kindergeld und einem einzigen Gehalt auskommen. Bei Kinokarten und Konzerttickets können wir zwar sparen, die Kosten alleine für Windeln und Kinderbetreuung fressen das aber gleich wieder auf. Mit der Erbtante ist seit der Sache mit der Vase auch nicht mehr zu rechnen. Also was tun? Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal auszurechnen, was an monatlichen Ausgaben für Versicherungen überhaupt drin ist.
Dann gilt es die wichtigsten Risiken der Familie zu identifizieren und zu überprüfen, inwiefern diese bereits durch bestehende Versicherungen oder Sozialversicherungen abgedeckt sind. Allgemeine Aussagen dazu sind wenig hilfreich, jeder Mensch und jede Familie hat einen bestimmten Lebensstil, eigene Wünsche und Pläne für die Zukunft. Diese individuelle Situation sollte die Ausgangslage für die eigene Versicherungsliste sein.
Beratung spart Geld
In dieser Situation ist es sinnvoll, einen Experten zu Rate zu ziehen. Laut Daniela Ebeert muss man dabei auch nicht allzu große Bedenken haben, an ignorante Keiler zu geraten: „Sämtliche Versicherungsvermittler, egal ob angestellte Außendienstmitarbeiter der Versicherungsunternehmen, Makler oder Versicherungsagenten, absolvieren eine intensive Schulung und bilden sich über die Entwicklungen des Marktes laufend weiter. Wohin ich mich wende, ist also letztlich Geschmackssache.“ Sich beraten zu lassen hilft auch dabei, Geld zu sparen.
Einerseits verhindert ein sauberes Versicherungs-Portfolio eine Über- oder Doppeltversicherung. Es hat schließlich keinen Sinn, wenn wegen eines gebrochenen Arms gleichzeitig KFZ-, Unfall- und Betriebsunterbrechungsversicherung anspringen. Andererseits gibt es bei den Prämien wie bei den Vertragsbedingungen so große Unterschiede, dass gut informierte Käufer bei vergleichbar gutem Schutz viel Geld sparen können. Hier gilt es zu vergleichen und individuelle Anpassungsmöglichkeiten wie Selbstbehalte und Deckelungen zum Senken der Prämie auszunutzen. Schließlich geht es beim Versicherungsschutz ja darum, wirkliche Notfälle abzufedern, und weniger um die 18,50 Euro, die das zerstörte Xylophon des Nachbarkindes kostet.
Selbst ist der Konsument!
Auf den Websites der Versicherungsunternehmen, aber auch auf der Homepage des österreichischen Versicherungsverbandes VVO findet man jede Menge Informationen zu den einzelnen Versicherungssparten. Beim VVO kann man außerdem gratis den „Versicherungsleitfaden“ anfordern oder downloaden – das ist ein kleines, schlaues Buch, das alle wichtigen Versicherungen beschreibt und erklärt.
Infos: www.vvo.at Österr. Versicherungsverband VVO
Markus Widmer
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