Das österreichische Familien-Portal

  Home > Family > Elternfratz > Liebe und Sexualität > Sexy Mama
WERBUNG

Riech mich

Riech mich fester!

"Wasch dich nicht, ich komme heim!" - Zarte Liebesworte für eine zarte Frau: Eine erotische Ankündigung von einem großen kleinen Mann. Ob sich Josephine wohl an die Wünsche ihres Ehemannes Napoleon gehalten hat?

Sexy Mama

Ich liebe das Leben. Und ich liebe guten Sex.

Das war während meiner drei Schwangerschaften nicht anders, im Gegenteil. Wie schon Angelina Jolie treffend feststellte: Der Babybauch macht kreativer. Zugegeben: Nach den Geburten habe ich mich phasenweise durchaus von aller Lust entbunden gefühlt. Doch sie kam wieder, mehr noch: Das Liebesleben hat an Qualität gewonnen.

Heißer Sex bis zum Schluss?

Verläuft eine Schwangerschaft komplikationslos, dann steht der körperlichen Liebe bis kurz vor der Geburt nichts entgegen. Während im ersten Schwangerschaftsdrittel Müdigkeit und Übelsein das sexuelle Interesse einschränken können, erleben viele Frauen den Sex im zweiten Drittel intensiver denn je zuvor. In den letzten Monaten kann die Lust wieder auf Sparflamme schalten – das muss aber nicht so sein, erzählt Ilona, 26: „Ich habe noch am Tag vor der Geburt mit meinem Partner geschlafen. Es war einfach toll!“ Die bessere Durchblutung des Beckenbodens lässt viele Schwangere den Sex deutlich intensiver erleben.

Männer finden ihre Partnerin mit Babybauch meist sehr erotisch: „Es gibt doch nichts Weiblicheres“, meint Tobias, 33. „Meine Frau war während der ganzen Schwangerschaft scharf wie nie …“ Nun ist Sexualität aber mehr als ein körperlicher Vorgang, „wahrscheinlich sogar in erster Linie ein seelisches Konstrukt“, erklärt Dr. Maria Stammler-Safar, Gynäkologin und Geburtshelferin am AKH Wien. „Vorstellungen, Phantasien, Erfahrungen, Verbote – sie alle beeinflussen die Lust massiv.“ Das mag erklären, warum trotz hormonellen Höhenflugs bei weitem nicht alle schwangeren Frauen „sexgierig“ sind und auch Männer verweigern: Laut einer aktuellen Studie der Berliner Universitätsklinik Charité schlafen werdende Eltern im Durchschnitt deutlich weniger oft (1,5mal/ Woche) miteinander als vor der Schwangerschaft (2,3mal wöchentlich)!

Den Körper positiv besetzen

Insbesondere in der ersten Schwangerschaft können Unsicherheiten auftreten, muss sich Frau doch mit den Veränderungen ihres Körpers anfreunden. „Jetzt, wo der Bauch immer größer wird, mag ich nicht, wenn mein Mann mich nackt sieht“, ge-steht Barbara, 29. „Ich fühle mich hässlich, und er kann das nicht verstehen …“ Die Ursachen für diese Gefühle sind vielfältig. „Es kann der Frau am grundsätzlichen Vertrauen in ihren Körper mangeln, eine Schwangerschaft auszutragen “, weißGynäkologin Stammler-Safar, selbst Mutter zweier Kinder. „Oder sie fürchtet, eine ,andere‘ zu werden, die sie nicht sein möchte (beispielsweise die eigene Mutter). Oder Nähe und Intimität waren schon immer ein Problem in der Beziehung – die Schwangerschaft stellt dann quasi eine gute Ausrede fürs ,Verweigern‘ dar.“

Schuldzuweisungen sind fehl am Platz. Manchmal braucht es Zeit, bis Frau mit sich ins Reine kommt. Manchmal wird sie intensiv daran arbeiten müssen. Das lohnt sich, wie die Expertin betont: „Schwangere, die ihrem Körper gegenüber einen ,gesunden‘ Narzissmus entwickeln, können die körperlichen Veränderungen als durchwegs lustvoll und spannend erleben!“ Und wie geht es den werdenden Papis mit ihrer immer rundlicher werdenden Partnerin? Die meisten Männer finden sie absolut sexy. Manche ziehen sich eher zurück – weil sie die Mütterlichkeit idealisieren und damit eine Ödipus- Problematik wiederbeleben; oder weil sie die Frau um ihre Fähigkeit zum Austragen beneiden, sich überflüssig fühlen. Gegen diese und ähnliche Blockaden lässt sich nur ankämpfen, wenn Mann sich ihrer bewusst wird und darüber spricht.





Mitreden:

Zu diesem Artikel gibt es 0 Kommentare

Kommentar schreiben: Artikel empfehlen:
Login:
Passwort:
Empfänger: Name:*
E-Mail:*
Absender: Name:*
E-Mail:*
   
WERBUNG