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„Ein Baby? Damit warten wir noch!“

späte Mütter

Kinderkriegen in den Zwanzigern hat bald Seltenheitswert. Warum unsere Gesellschaft späte Mütter schafft und was wir davon haben …

Bub oder Mädchen?

Neueste Forschungsergebnisse:

Univ. Prof.Dr.Heinz Strohmer, Kinderwunschzentrum im “Goldenen Kreuz”, Wien:
”Heutzutage kann man den Samen vor dem Eintreten einer Schwangerschaft “behandeln”: dadurch sollen überwiegend “männliche” oder “weibliche” Samenzellen herausgefiltert und in einer Probe angereichert werden.

Die Methode, die derzeit die besten Resultate liefert ist “Microsort” (sie finden nähere Informationen dazu unter www.microsort.com). Durch die Präparation des Samens mit dieser Methode enthält die endgültige Probe 88% X – Chromosom hältige Samenzellen. 91% der Schwangerschaften führen schließlich zur Geburt des gewünschten Mädchens.
Die Anreicherung der Probe mit Y – Chromosom hältigen Samenzellen ist schwieriger (73% der Samenzellen), 76% der Babys sind dann wie gewünscht Buben.

Eine weitere Methode ist die so genannte Präimplantationsdiagnostik, hierbei handelt es sich um eine genetische Analyse des Embryos in frühen Stadien vor der Einnistung (Implantation). Dabei wird ein Anteil des Zellmaterials aus dem Präimplantationsembryo entnommen und genetisch analysiert. Dabei besteht auch die Möglichkeit die Geschlechtschromosomen und somit das Geschlecht des Embryos zu bestimmen.

Durch gezieltes Zurückführen von z.B. ausschließlich weiblichen Embryonen ist es möglich (wenn es durch die Behandlung zu einer Schwangerschaft kommt!) zu 100% die Geburt eines Mädchens herbeizuführen. Diese Methode wird nur im Zusammenhang mit Geschlechtschromosom-assoziierten Erkrankungen (z.B. wenn in einer Familie eine gefährliche Bluterkrankheit besteht, die allerdings nur an Buben weitervererbt wird) durchgeführt. Die Durchführung nur um das Wunschgeschlecht zu erzielen, wird aus ethischen Gründen weitgehend abgelehnt.

Die MicroSort Methode ist in Österreich erlaubt, Präimplantationsdiagnostik hingegen verboten.

Rein statistisch gesehen, hat man, wenn man der Natur seinen Lauf lässt, eine größere Chance, einen Buben zu bekommen: 51,2 Prozent aller Babys sind männlich, und 48,8 Prozent weiblich. Daran hat weder die Weisheit der alten Griechen, noch die moderne Fortpflanzungsmedizin etwas ändern können.

Aber ein bisschen Spaß soll die Sache zur Fortpflanzung ja auch noch machen und was wäre das Leben ohne Überraschungen!

Wer ist “verantwortlich” für Bub oder Mädchen?

Eines steht fest, da können sich die Männer nicht davor drücken, sie sind es, die das Geschlecht bestimmen und zwar durch die Kombination der Chromosomen, die auch die Gene enthalten.
Im Kern jeder Körperzelle befinden sich 23 Chromosomenpaare, also 46 Chromosomen. Nur die Ei- und Samenzellen spielen da nicht mit. Sie enthalten nur die Hälfte an Chromosomen, erst wenn sie miteinander verschmelzen, besitzt die befruchtete Eizelle ebenfalls den vollen Chromosomensatz.

Von den 46 Chromosomen, die den gesamten genetischen Bauplan des Menschen tragen, wird das Geschlecht des Kindes allerdings von nur zwei Chromosomen bestimmt, den so genannten X (weiblich) und Y(männlich) Chromosomen. Während Eizellen ausschließlich ein X-Chromosom aufweisen, besitzt jede Samenzelle entweder ebenfalls ein X-Chromosom oder aber ein Y-Chromosom.

Wenn ein X-Spermium sich mit einer Eizelle vereinigt, wird sich ein Mädchen entwickeln. Wenn ein Y-Spermium eine Eizelle befruchtet, so wird bald ein Bub das Licht der Welt erblicken. Genetiker benutzen die Kurzform XX für weiblich und XY für männlich.

 







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