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Kinderbetreuung durch Au-pairs

Familienzuwachs gefällig?

Die gesetzliche Karenzzeit endet mit dem zweiten Lebensjahr des Kindes, der einzig verfügbare Kindergarten nimmt aber erst Dreijährige auf.

Kindesmissbrauch

Missbrauch an Kindern

Kinder lernen im Laufe ihrer Entwicklung die Welt kennen. Sie beobachten, fragen, probieren, “begreifen” mit unerschöpflicher Energie und Fantasie. Um leben und wachsen zu können, brauchen sie Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Hilfe, Schutz und Sicherheit ihrer Bezugspersonen.
Missbraucht ein Erwachsener ein Kind sexuell, so benutzt er die Liebe, Abhängigkeit oder das Vertrauen für die Durchsetzung seiner sexuellen Bedürfnisse. Er gefährdet die Lebens- und Entwicklungsgrundlage und schädigt die Seele des Kindes. Auch kleine Kinder sind schon betroffen.

Mädchen und Buben werden gezwungen, lüsterne Blicke und Redensarten zu ertragen, Zungenküsse zu geben, sich nackt zu zeigen, sich berühren zu lassen, den Missbraucher nackt zu sehen und ihn anzufassen, Pornographie anzusehen, den Erwachsenen mit der Hand oder dem Mund zu befriedigen.

Sie werden vergewaltigt, anal, oral oder vaginal, mit Fingern, Gegenständen oder dem Penis. Dies sind nur einige schreckliche Beispiele. Der überwiegende Teil der Täter sind Männer. Nicht selten sind es aber auch Frauen. Meist handelt es sich um Personen, die das Kind kennt, denen es vertraut: aus dem Bekannten und Freundeskreis oder ein Lehrer, der Babysitter usw. Ein weiterer Teil der Täter kommt aus der Familie.

Täterprofil

In der Realität ist das Risiko höher, im Verwandten- und Freundeskreis sexuell ausgebeutet zu werden, als von Fremden.
Max Friedrich in seinem Buch “Tatort Kinderseele”: “Es gibt keine äußeren Merkmale, die Missbrauchstäter von anderen Männern unterscheiden. Sie sind ,unauffällige’, ganz normale Männer, die ein Leben wie jedermann führen, und keineswegs Sonderlinge, Monstren oder Psychopathen.” Man kann deshalb niemanden von vorneherein als Täter ausschließen.

Der Täter handelt in den seltensten Fällen spontan. Vielmehr plant und organisiert er ganz bewusst Gelegenheiten, um sich Mädchen und Buben zu nähern. Der sexuelle Missbrauch kann über lange Zeit andauern, besonders, wenn er in der Familie stattfindet. Meist steigert sich der Grad der Gewalttätigkeit und der sexuellen Übergriffe.

Die Verantwortung liegt immer beim Erwachsenen

Mag. Sabine Standenat, klinische und Gesundheitspsychologin, dazu: Egal, welche Ausreden Täter auch immer finden, sie sind voll verantwortlich für ihr Tun. Kinder tragen niemals die Verantwortung für einen sexuellen Übergriff. Oft wird behauptet, Mädchen “verführten” oder “provozierten” den Täter. Das ist falsch. Manchmal machen kleine Mädchen Rollenspiele: Dies ist keine Aufforderung zur Sexualität. Der Erwachsene muss die Grenzen ziehen, er kann abschätzen, was ein Kind nicht absehen und verantworten kann.”
Mädchen und Buben fantasieren oder erlügen auch keine sexuellen Übergriffe. Kinder haben Fantasien über Zauberer, Hexen und Gespenster, aber einen sexuellen Missbrauch erfinden sie nicht. Eher leugnen Kinder einen Missbrauch, um eine geliebte Person zu schützen, als dass sie ihn erfinden.

Sie sind jetzt, nachdem Sie diese Zeilen gelesen haben, möglicherweise betroffen, wütend, ängstlich, verunsichert. Vor allem die Väter fragen sich vielleicht: “Darf ich jetzt mein Kind nicht mehr baden, knuddeln oder es bei mir im Bett kuscheln lassen?” Doch, Sie dürfen, denn Zärtlichkeit ist lebensnotwendig und macht Eltern wie Kindern Freude.

Aber achten Sie genau auf die Reaktion Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes: Gefällt ihr/ ihm die Zärtlichkeit wirklich? Wendet er sich ab, macht ein abweisendes Gesicht? Das heißt dann STOPP!

Wann beginnt Missbrauch?

Der Erwachsene und das Kind spüren den Unterschied zwischen Zärtlichkeit und sexuellem Missbrauch sehr wohl. Sexueller Missbrauch beginnt dort, wo der Erwachsene Zärtlichkeit zur Anregung oder Befriedigung seiner sexuellen Wünsche benützt. Er beginnt, wo Geheimhaltung eingefordert wird und das Kind sich nicht mehr wohl und geborgen, sondern bedrängt und benutzt fühlt.
Bei der sexuellen Ausbeutung erklären die Täter fast immer den Missbrauch zum kleinen Geheimnis. Da lockt der Papa die 5-jährige Nicole mit einem “Zaubertrick” und droht: “Wenn du darüber sprichst, kommst du ins Heim, wird Mutter krank, habe ich dich nicht mehr lieb”. Auf Grund ihrer Abhängigkeit wagen die Kinder oft nicht, das Geheimnis zu brechen und schweigen, viele über Jahre!







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