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Kinderbetreuung durch Au-pairs

Familienzuwachs gefällig?

Die gesetzliche Karenzzeit endet mit dem zweiten Lebensjahr des Kindes, der einzig verfügbare Kindergarten nimmt aber erst Dreijährige auf.

Kindesmissbrauch

Anzeichen für Missbrauch

Immer wieder wird gefragt, ob es nicht ein spezielles Symptom, eine bestimmte Veränderung gibt, die anzeigt, dass ein Kind missbraucht wird (wurde). Max Friedrich gibt darauf in seinem Buch eine klare Antwort: Nein! Man kann einem Kind den Missbrauch nicht ansehen. Es gibt nur die Tatsache, dass sich im Verhalten etwas verändert hat.
Die Folgen sexueller Gewalt können sehr unterschiedlich sein:
Körperliche Verletzungen, wie Verletzungen im Genitalbereich, aber auch psychosomatische Folgen, wie sie zuvor beschrieben wurden. Die Konsequenzen für das Erwachsenenalter sind oft ganz massiv. So haben Studien gezeigt, dass etwa 80 % der Drogen- und Alkoholsüchtigen Missbrauchsopfer sind!
Wenn Kinder über das ihnen Angetanene nicht sprechen können, dann senden sie nonverbale Signale und Botschaften aus. Man kann eine Gesamtverhaltensveränderung, ein seelisches Ungleichgewicht beobachten. Das kann aber auch von Schulschwierigkeiten oder einer Scheidung etc. herrühren.

Veränderungen, die beim Kind auf Missbrauch hindeuten können:
• Schlaf- und Essstörungen
• Schulleistungsstörungen
• Waschzwang
• Angst und Rückzug
• Flucht in eine Fantasiewelt
• Stimmungswechsel
• übertriebene Heiterkeit
• Gereiztheit oder Depression
• versteckte oder offene sexuelle Äußerungen
• Krankheiten
• Weglaufen

Alle diese Symptome können, müssen aber nicht auf einen Missbrauch hindeuten!

Was tun bei Verdacht?

Oberstes Gebot: Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie nicht übereilt!
Stärken Sie die Vertrauensbeziehung zu Ihrem Kind! Beobachten Sie es und geben Sie ihm zu verstehen, dass es, wenn es ein Problem hat, zu Ihnen kommen kann.

Nehmen Sie auf alle Fälle professionelle Hilfe in Anspruch.

Strafanzeige – ja oder nein

Kindesmissbrauch ist strafbar. Wird ein Fall von sexuellem Missbrauch bekannt, dann stellt sich die Frage, ob der Täter anzeigt werden soll. In vielen Fällen wird jedoch dabei die emotionale Situation des Kindes übersehen.
Denn die Wut Dritter ist meist nicht die des Opfers. So ist im Einzelfall ganz genau zu überlegen, ob eine Anzeige im Interesse des Kindes ist.

Auch sollte sie niemals ohne Vorbereitung des Opfers gemacht werden, zumal keine Anzeigepflicht besteht. Wenn aber Polizei und oder Staatsanwalt von einem vorliegenden Tatverdacht Kenntnis haben, dann ist ein Verfahren meist nicht mehr aufzuhalten.

Man sollte bedenken: Für das Opfer kann ein Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens schlimmer als eine nichterstattete Anzeige sein.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Gefühle erkennen und einschätzen
Bringen Sie Ihrem Kind die Unterscheidung in gute und schlechte Gefühle näher. Komische Gefühle sind solche, die einen ganz durcheinander machen und wo es gut ist, wenn man mit jemandem darüber spricht.

Mein Körper gehört mir
Verdeutlichen Sie Ihrem Kind immer wieder seinen Anspruch auf persönliche Integrität, dass sein Körper unantastbar ist und dass niemand ein Recht hat, seine Gefühle zu ködern, zu benutzen oder zu missbrauchen.

Hilfe holen
Bestärken sie Ihr Kind, sich Hilfe zu holen, wenn es Probleme hat.

Nein sagen
Das ist ein ganz zentraler Aspekt in der Prävention! Lernen Sie dem Kind “Nein” zu sagen zu Berührungen, die es nicht mag, in Situationen, in denen es sich nicht wohl fühlt. Stärken Sie dadurch den Selbstwert Ihres Kindes. Es gibt dazu sehr gute Kinderbücher, die Sie heranziehen können.
Geheimnisse
Wie bereits erwähnt, ist sexueller Missbrauch immer mit Geheimhaltung gekoppelt. Bringen Sie Ihrem Kind den Unterschied zwischen “guten und schlechten Geheimnissen” näher. Gute Geheimnisse wie z.B. eine Geburtstagsüberraschung machen Freude. Schlechte Geheimnisse bedrücken und machen Kummer. Sie sind keine richtigen Geheimnisse, denn man darf sie erzählen. Durch Beispiele kann Ihr Kind die Unterscheidung lernen.

Sexualerziehung
Klären Sie Ihr Kind kindgerecht auf. Wichtig ist auch, dass es seine Geschlechtsorgane und körperliche Vorgänge benennen kann, um nicht sprachlos zu sein.

Selbstbewusstsein stärken
Durch Erziehung können Sie ganz wesentlich vorbeugen. Je selbstbewusster es ist und je mehr es sich wirklich geliebt und bestärkt fühlt, desto weniger besteht die Gefahr, dass es Opfer sexueller Übergriffe wird.







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