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LernQuadrat und die ARGE für Präventivpsychologie warnen:

Diese Zahlen lassen aufhorchen: In Österreich leidet jedes 3. Schulkind über zehn Jahren massiv unter Stress, rund 60.000 Schülern droht bereits der Burn-Out, weitere 150.000 sind temporär stark belastet. Oft werden Symptome wie Müdigkeit, Gereiztheit oder akuter Leistungsabfall nicht erkannt und als pubertäre Begleiterscheinungen belächelt. Wie LernQuadrat gemeinsam mit der ARGE für Präventivpsychologie zeigt, haben diese Auffälligkeiten aber immer häufiger nichts mit rebellischem Teenie-Verhalten gemein. Vielmehr sind sie stumme Alarmglocken eines brisanten Phänomens, das sich schleichend in Österreichs Klassenzimmern ausbreitet: chronischer Schulstress, der auf Dauer krank macht.

Burn-Out: Von der Chef-Etage ins Klassenzimmer

 
„Früher kannte man dieses Krankheitsbild aus Manager-Kreisen, heute ist Stress eine Volkskrankheit“, sagt Dr. Brigitte Bösenkopf, Generalsekretärin der Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie, kurz APP. „Leistungsdruck und ein voller Terminkalender bringen auch immer mehr Kinder und Jugendliche an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Oft gelingt es den Schülern nicht, den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Dann folgt der Zusammenbruch“, so die Expertin weiter.
 
„Im Burn-Out-Zustand entwickeln viele der Jugendlichen leider auch ein Suchtverhalten. Männliche Jugendliche greifen eher zu Alkohol, bei Mädchen lassen sich vermehrt Essstörungen oder Medikamentenmissbrauch beobachten“, so Bösenkopf.

12 Stufen bis zum Burn-Out


Die ersten Symptome für Überbelastung zeigen sich schon sehr früh, werden meist aber weder von Eltern noch von Lehrern richtig gedeutet und erkannt. „Der Weg hin zum Burn-Out passiert stufenweise, wir sprechen von insgesamt 12 Stadien. Zu Beginn fallen die Schüler durch erhöhte Leistungsbereitschaft auf. Sie wollen sich beweisen und übernehmen immer mehr Aufgaben“, weiß man bei der APP. Doch dann folgt die Umkehr. Psychosomatische Beschwerden wie Kopf-, Nacken und Magenschmerzen häufen sich, die Schüler reagieren gereizt und aggressiv auf ihr Umfeld. Streit und Spannungen stehen auf der Tagesordnung. Schließlich vernachlässigen die Jugendlichen ihre eigenen Bedürfnisse und ziehen sich stetig zurück. Konflikte werden zunehmend verdrängt, Probleme verleugnet. Diese Spirale dreht sich mit steigendem Tempo weiter. Greift das Umfeld jetzt nicht ein, rückt der mitunter lebensbedrohliche Burn-Out in greifbare Nähe.
 

Antistressprogramm in Schulen


Die Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie konnte an einem ersten Schulprojekt an der Fachschule Sooß in Niederösterreich beweisen, dass einfache Antistressprogramme präventiv, aber auch bei Akutsituationen wirkungsvoll eingesetzt werden können. Das Pilotprojekt wurde gemeinsam von einer Psychologin und einer Ärztin entwickelt. Um die Wirksamkeit der Antistressprogramme zu testen, wurden Messdaten der Schüler mit Biofeedback ermittelt. Biofeedback gilt als die erfolgreiche Methode im Stressmanagement, weil durch Sensoren der Stresswert am Bildschirm sichtbar gemacht werden kann. Die Schüler wurden mit einem Fingersensor verkabelt und erhielten eine Rückmeldung über den Computerbildschirm. Sie sahen ihren aktuellen Stresswert, der durch verschiedene körperliche Parameter gemessen wurde. in 5 Trainingseinheiten lernten die Schüler kurze Antistresstechniken, die von einer Ärztin durchgeführt wurden. Die mit Biofeedback erhobenen Messdaten zum Abschluss zeigten bereits eine Verbesserung der psychosomatischen Beschwerden der Jugendlichen, aber auch reduzierte Stresswerte.
 
Besonders vor Prüfungssituationen ist der Stresswert der Schüler deutlich erhöht. Hier könnten Lehrer durch kurze Entspannungsübungen mit den Schülern vor Schularbeiten verbesserte Leistungen erzielen, weil die Konzentrationsfähigkeit durch die reduzierte Stressbelastung rasch gesteigert werden kann.
 

LernQuadrat: Anti-Burn-Out-Offensive


“Auch wir im LernQuadrat bemerken, wie überfordert viele Schüler sind. Oft stehen sie unter hohem Erwartungsdruck, dem sie unbedingt gerecht werden wollen“, betont Konrad Zimmermann, LernQuadrat-Geschäftsführer. „Dabei soll Lernen doch in erster Linie Spaß machen“, so der Experte weiter. Ganz im Sinne seines Leitgedankens startet LernQuadrat deshalb eine Initiative gegen das Phänomen „Burn-Out im Klassenzimmer“. Workshops und Experten-Tipps stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Anti-Stress-Beratung und Entspannungsübungen.
 
Mit dieser Offensive knüpft LernQuadrat an eine jahrelange Tradition an, in deren Mittelpunkt die ganzheitliche Förderung des Kindes steht. Immer wieder rückt das Nachhilfe-Institut das Zusammenwirken von Lernen und äußeren Einflüssen in den Fokus. Im vergangenen Herbst entstand aus diesem Bestreben etwa das Kochbuch „Mit Brainfood zum Sehr Gut – Rezepte für die gesunde Schuljause“, das österreichweit und gratis in allen LernQuadrat-Instituten aufliegt.



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