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Fit für die Schule

Begeisterung statt Frustration

Das erste Schuljahr kann ein großartiges Erlebnis werden. Wohlgemerkt: kann … mit etwas Unterstützung durch die Eltern.

Mobbing in der Schule

Gewalttätiger Pöbel

Mobbing kommt vom englischen Begriff „Mob“, der mit „Meute“ oder „Pöbel“ übersetzt werden könnte. Das Bild dahinter: Die Meute stürzt sich gemeinsam auf einen. Trotzdem: Eine einzelne Schlägerei ist noch nicht Mobbing. Der Wahnsinn braucht Methode. Erst wenn es eine Gruppe von Schülern auf ein bestimmtes Opfer abgesehen hat und dieses systematisch, regelmäßig angreift, spricht man von Mobbing. Typisch dabei sind ungleiche Machtverhältnisse; die Täter sind größer, stärker, selbstbewusster als die Opfer. Dabei ist die Bandbreite der Schikanen schier endlos, auf verbaler, nonverbaler und physischer Ebene.

Da werden Spottlieder gesungen, Mützen fliegen durch die Luft, Geld wird erpresst, das Opfer wird ausgegrenzt, nicht mehr angesprochen, geschubst, festgehalten, geschlagen. Das Perfide dabei: Je mehr das betroffene Kind leidet, desto stärker spornt dies die Täter an. Sehr selten nur provozieren die Opfer solche Angriffe. Meistens sind sie einfach nur etwas anders, stiller und zurückgezogener, anders angezogen oder an Dingen interessiert, die einfach nicht cool genug sind. Die Gründe sind kaum wahrnehmbar, umso drastischer können aber die Folgen von Mobbing sein. Das beginnt bei Konzentrationsstörungen, einem plötzlichen Leistungsabfall in der Schule, Lustlosigkeit oder totaler Isolation und reicht bis hin zu Albträumen und körperlichen Krankheiten. Der Fall Ania hat öffentlich gemacht, wie ausweglos die Situation mancher Mobbing-Opfer ist.

Eine Frage des Klimas

Doch wie kann es überhaupt dazu kommen? Der Wissenschaftler Wolfgang Melzer hat jedenfalls belegt, dass Mobbing keine Frage der sozialen Herkunft ist. Gemobbt wird quer durch alle Nationalitäten und Bevölkerungsschichten. Wesentlich entscheidender ist zum Beispiel das Schulklima. Hier kann man sich einiges aus der Forschung zu Mobbing am Arbeitsplatz abschauen. Sie ist schon einige Schritte weiter.

Mobbing wird, das zeigt eine Vielzahl an Studien, durch eine schlechte Organisationskultur begünstig. Wo zu wenig kommuniziert wird, wo Informationen nicht verteilt werden, wo Über- oder Unterforderung herrschen, wo Mitarbeiter wenig Handlungsspielraum haben, wo alles streng hierarchisch organisiert ist und man mit Menschen kooperieren muss, mit denen man nicht kooperieren will, da wird Mobbing geradezu heraufbeschworen. Das sind Zustände, die einer durchschnittlichen Schule in Österreich auch nicht fremd sein dürften.

Anders gesagt: Ein positives Schulklima ist die beste Prävention gegen Mobbing. Die Schulklasse wäre ja ein perfektes Experimentierfeld für Kinder, um Konfliktfähigkeit, Teamarbeit und Toleranz zu lernen. Dazu braucht es aber engagierte Direktoren, aktive LehrerInnen und gelegentlich externe Experten, die eine neue Perspektive in verfahrene Situationen hineinbringen.







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