Mobbing in der Schule
Prävention zu Hause
Doch auch Eltern können ihren Teil zur Verhinderung von Mobbing beitragen, egal, auf welcher Seite ihre Kinder stehen. In der Familie holen sich die Kinder ihr Selbstwertgefühl. Wenn sie wissen, dass sie ohne jegliche Bedingung geliebt werden, lassen sie sich von Hänseleien nicht so leicht irritieren. Selbstbewusste Kinder sind schlechte Opfer. Gleichzeitig lernen Kinder in der Familie auch, wie Konflikte ausgetragen werden, vor allem durch das Vorbild der Eltern. Wird das Kind im Streit schnell als Schuldiger abgestempelt, fühlt sich die Mama als Papas Opfer, zieht sie hinter seinem Rücken über ihn her? Oder werden Konflikte angesprochen, ohne Täter und Opfer zu konstruieren, werden Bedürfnisse wahrgenommen und respektiert?
Die Streitkultur des Elternhauses bestimmt mit, was passiert, wenn in der Schulklasse die Aggressionen zu köcheln beginnen. Wird das Kind zum Opfer, schlägt es sich auf die Seite der Mobber, schaut es tatenlos zu – oder schreitet es selbstbewusst ein? Die Herausforderung für Eltern und LehrerInnen besteht jedenfalls auch darin, rechtzeitig etwas zu tun, wenn Kinder systematisch schikaniert werden. Und dann erneut positive Konfliktkultur vorzuleben. Denn wer einfach nur die Täter bestraft, folgt dem Muster der Machtspiele. Es gilt, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und Wege zu finden, wie man in Zukunft zusammenleben kann – ohne dass es Täter und Opfer geben muss.
Infos:
www.loesungswerkstatt.at
www.mobbingberatung.info
Mag. Markus Widmer
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