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Warum Kinder lügen

Geschichten von Pinocchio oder Baron Münchhausen

Wir alle kennen die Geschichte von Pinocchio oder Baron Münchhausen.

Zwei lustige Gesellen, die sich so durchs Leben schummeln. Der eine wird bestraft, in dem seine Nase immer länger wird, der andere meistert sein Leben durch seine Schwindeleien ganz gut.

Fit fürs Leben

Ich mag dich, wie du bist

Das Allerwichtigste, was ein Elternteil seinem Kind fürs Leben mitgeben kann, ist Liebe. Das Kind muss spüren, dass man es mag, auch wenn es Fehler macht, auch wenn es vielleicht nicht so geschickt, hübsch, selbstbewusst, wortgewandt oder erfolgreich ist wie andere. Es braucht eine Liebe, für die es nichts tun muss. Eine Liebe, die es sich nicht erst zu verdienen hat. „Ich liebe dich, weil du da bist. Ich liebe dich, so wie du bist.“ Die Art der Liebe, die wir als Kind erfahren, beeinflusst unser Selbstwertgefühl für das ganze Leben sehr stark. Werden wir als Kind akzeptiert, so wie wir sind, fällt es uns später leichter, uns selbst mit all unseren Stärken und Schwächen anzunehmen.
Genuss gehört zum Leben.

Ein weiterer wichtiger Punkt für den maßvollen Umgang mit legalen Drogen wie Alkohol oder Nikotin ist die Genussfähigkeit. Wenn ein Kind erlebt hat, etwas mit allen Sinnen zu genießen, fällt es ihm später leichter, mit den Verführungen der gesellschaftlich anerkannten Genussmittel umzugehen. Von einem Jugendlichen zu verlangen, dass er gar keinen Alkohol trinkt, ist unrealistisch, aber der Umgang damit will gelernt sein. „Wer sich in jeden Genuss stürzt, ohne sich zu entsagen, wird haltlos. Wer den Genuss meidet, wird stumpfsinnig“, erkannte schließlich schon Aristoteles.

Erziehungsratschläge eines Kindes:

• Verwöhn mich nicht! Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage. Ich will dich nur auf die Probe stellen.
• Weise mich – wenn es sich vermeiden lässt – nicht im Beisein anderer Leute zurecht. Ich werde deinen Worten mehr Beachtung schenken, wenn du mich nicht blamierst.
• Sei nicht ängstlich mit mir, schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zu viel Aufmerksamkeit. Manchmal verschaffen sie mir Zuwendung, die ich benötige.
• Sei nicht fassungslos, wenn ich „Ich hasse dich!“ sage. Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.
• Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns. Ich muss manchmal peinliche Erfahrungen machen.
• Mach keine Versprechungen. Bedenke, dass ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechen gebrochen werden.
• Unterbrich mich nicht, wenn ich Fragen stelle. Wenn du das tust, werde ich mich nicht mehr an dich wenden, sondern versuchen, meine Informationen woanders zu bekommen.
• Sag nicht, meine Ängste seien albern. Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mich beruhigen, wenn du versuchst, sie zu begreifen.
• Versuche nicht immer so zu tun, als seist du perfekt und unfehlbar. Der Schock ist zu groß für mich, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.
• Denke nicht, es sei unter deiner Würde, dich bei mir zu entschuldigen. Deine ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein überraschendes Gefühl der Zuneigung.
• Vergiss nicht: Ich liebe Experimente. Ich kann nicht ohne sie groß werden. Bitte halte das aus.
• Bedenke, wie schnell ich aufwachse. Es kann für dich sehr schwer sein, mit mir Schritt zu halten – aber bitte versuch’s!

Infos:
www.nachdenkenstattnachschenken.at
www.suchtvorbeugung.at
www.moja.at
www.vereintender.at
www.essstoerungen.cc

Kinder- und Jugendanwaltschaft NÖ:
www.kija-noe.at

Beratungsstelle für Alkoholprobleme:
E-Mail: bap.st-poelten@aon.at

Mag. Edda Schach-Unterberger







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