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Warum Kinder lügen

Geschichten von Pinocchio oder Baron Münchhausen

Wir alle kennen die Geschichte von Pinocchio oder Baron Münchhausen.

Zwei lustige Gesellen, die sich so durchs Leben schummeln. Der eine wird bestraft, in dem seine Nase immer länger wird, der andere meistert sein Leben durch seine Schwindeleien ganz gut.

Taschengeld

Wenn das Kind nur “unnützes Zeug” kauft

“Mein Sohn kauft sich von seinem Taschengeld völlig überteuerte Spielkarten. Wenn ich ihn überreden will, sein Geld doch für qualitätsvolles Spielzeug oder Bücher auszugeben, ernte ich nur Missfallen”, beklagt sich Elisabeth, die Mutter eines 7-Jährigen.
“Ganz wichtig ist es, das Kind selbst entscheiden zu lassen, wofür es das Taschengeld ausgibt. Das Kind kann sich somit selbst die Frage stellen, ob es ihm wert ist, sein ganzes Taschengeld für fünf Spielkarten auszugeben, oder ob es lieber ein Buch davon kauft.

Kinder realisieren schon sehr bald, ob etwas teuer ist oder nicht. Da jedoch der Wert, den der Gegenstand für das Kind hat, den Preisaufwand entschädigt, ist der Kauf für das Kind lohnend. Man darf das Kind aufmerksam machen, indem man hinweist, wie viele Spielkarten den Wert eines Buches repräsentieren.

Aber wir alle kennen doch auch Käufe, die wir schon kurze Zeit später bereuen. Kinder sollten früh diese Erfahrung machen, um zu lernen, wie sie solche Fehlkäufe vermeiden können”, betont Psycholgin Erb.


Wie erziele ich den optimalen Lerneffekt?

Sie sollten folgende Punkte beachten, um den optimalen Lerneffekt zu erzielen:
· Achten Sie darauf, dass der Auszahlungstermin immer pünktlich und regelmäßig statt findet.
· Das Kind sollte sein Taschengeld immer erhalten, unabhängig, wie sein Verhalten war. Taschengeldentzug darf keine Strafmaßnahme darstellen!
· Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, was es sich kauft. Besprechen Sie aber, welche Dinge vom Taschengeld berappt werden müssen und welche Dinge extra bezahlt werden. Achten Sie darauf, dass vor allem ältere Kinder, die gerne selbstständig einkaufen gehen, ein gewisses Extrabudget für Kleidung, Frisör etc... erhalten.
· Wenn die Haushaltskasse knapp bemessen ist, sollten Sie offen mit Ihren Kindern darüber reden. Eltern sollten die Höhe des Taschengeldes nach ihrer finanziellen Situation richten.
· Sie sollten auf jeden Fall vermeiden, die Höhe des Taschengeldes von den Schulnoten Ihres Kindes abhängig zu machen. Schulische Leistung sollte nicht an Geld bemessen werden. Für das eine Kind ist ein Befriedigend im Schulfach Mathematik so viel wert wie für ein anderes ein Sehr gut.
· Sie tun Ihrem Kind nichts Gutes, wenn Sie ihm überhöhtes Taschegeld auszahlen. Ihr Kind verliert die Orientierung und die Folge sind maßlose Wünsche und Schulden.

Was tun, wenn’s nicht reicht?

Kommt Ihr Kind mit seinem Taschengeld nicht aus? Gehen Sie der Ursache auf den Grund. Generell gilt, dass Eltern nicht nachzahlen sollten, wenn die Kinder über ihre Verhältnisse gelebt haben. Gelegentliche Vorschüsse sind in Ordnung, wenn Sie abschätzen können, warum Ihr Kind gerade diesen Monat nicht auskommt mit dem Taschengeld.
Häufen sich diese Bettelaktionen, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind versuchen die Ursachen zu finden. Ältere Kinder können ein Ausgabenbuch führen und so Überblick erhalten, wo das Geld bleibt, das sie am Monatsende vermissen.

Sollen Kinder dazuverdienen?
“Meine Kinder erhalten ein Fixum und zu dieser Summe können sie sich Geld dazuverdienen durch Mistkübel ausleeren, Geschirrspüler ausräumen, saugen und weitere einfache Tätigkeiten im Haushalt.”, erklärt Sabine, Mutter dreier Kinder ihr Taschengeldprinzip.

“Bei dieser Methode sehe ich die Gefahr, dass die Kinder hier für Leistungen kassieren, die selbstverständlich sind und für die Gemeinschaft unentgeltlich zu leisten sein sollten. Haushalt geht die ganze Familie an und sollte den Kindern unmissverständlich auf den Lebensweg mitgegeben werden”, rät Mag. Erb.

Ältere Kinder können durch Babysitterdienste in der Nachbarschaft, Nachhilfestunden und dergleichen ihr Taschengeld aufbessern. Bedenken Sie aber, dass solche Tätigkeiten eine Aufbesserung darstellen und nicht als Ersatz für das von Ihnen ausbezahlte Taschengeld, gelten sollten.







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