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Fit für die Schule

Begeisterung statt Frustration

Das erste Schuljahr kann ein großartiges Erlebnis werden. Wohlgemerkt: kann … mit etwas Unterstützung durch die Eltern.

Tipps für den Schulstart


Schulreif

Welche Fähigkeiten sollte ein Schulkind haben? Viele Eltern sind unsicher, was Ihr Sprössling denn bei Schuleintritt können sollte. Hier gilt als oberste “Regel”: Ihr Kind nimmt am meisten auf, wenn nicht Leistung und Zwang, sondern ein gemeinsames freudiges Erleben im Mittelpunkt steht!
Man unterscheidet die körperliche Reife: Diese zeigt sich durch eine gut entwickelte Motorik und Koordination der Bewegungsabläufe.

Weiters die geistige Reife: Diese beinhaltet logisches Denken und konzentriertes Arbeiten. Schließlich sollte es auch soziale und emotionale Fähigkeiten und ein gutes Sprachvermögen haben. Dies ist jedoch alles sehr individuell, denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Es sollte nie Druck von Ihrer Seite spüren, sondern immer das Gefühl haben, um seiner selbst willen geliebt und nicht wegen seiner Leistung geliebt zu werden.

Der erste Schultag

Der erste Schultag ist für Eltern und Kinder ein Tag, der von Aufregung, innerer Spannung und intensiver Erwartung begleitet wird. Unterstützen Sie zuversichtlich die Neugier Ihres Kindes und beginnen Sie den Morgen im Bewusstsein, dass Ihr Kind sich einen neuen eigenen Lebensbereich erschließen wird.
Die Volksschullehrerin Annnemarie Zwinz betont, wie wichtig es ist, den Kindern ein positives Gefühl gegenüber der Schule zu vermitteln und nicht eigene Ängste und Negatives auf das Kind zu übertragen. Drohungen wie “Pass auf, wenn du einmal in die Schule gehst, kannst du das nicht mehr machen!” verängstigen die Kinder und nehmen ihnen die Freude.

Was die Hausaufgaben betrifft, sollte darauf geachtet werden, wo das Kind Hilfe braucht, es ansonsten aber alleine arbeiten zu lassen. Annemarie Zwinz: “Jedes Kind entwickelt eigene Lernstrategien. Eltern sollten es bestärken, aber nicht anschwindeln. Wenn etwas nicht passt, sollte man es sagen, aber gleichzeitig Unterstützung anbieten.” Und: Die Schule ist wichtig, aber sie ist nicht alles und sollte nicht das ganze Leben bestimmen.

Der Schuleintritt für die Taferlklassler bei Annemarie Zwinz: “Die Kinder bekommen vor dem ersten Schultag einen Brief mit meinem Foto zugesandt. Darin schreibe ich, dass sie mir eine selbst gemachte Zeichnung zuschicken sollen, damit wir gemeinsam das Klassenzimmer mit ihren Werken dekorieren können. Die Eltern dürfen am ersten Schultag zunächst dabei sein. Dann schicke ich sie behutsam hinaus. Eltern von weinenden Kindern dürfen bleiben. Die Kinder sollen schließlich mit einem positiven Eindruck vom ersten Schultag nach Hause gehen.”

Bedenken Sie aber auch, dass Ihr Sprössling eine Phase der Eingewöhnung braucht. Die erste Zeit ist besonders anstrengend und das Kind benötigt seine Erholungsphasen. Überfordern Sie es nicht durch zusätzliche Fixtermine. Dazu meint auch Annemarie Zwinz: “Geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit zum Spielen und für sich selbst. Es braucht das ganz dringend für seine Entfaltung.”

Aller Anfang ist schwer! Aber mit der richtigen Einstellung und ein wenig Fingerspitzengefühl gelingt sicher ein geglückter Start in diese neue Lebensphase.

5-Punkte-Programm für den Countdown

Übertragen Sie Ihrem Kind zunehmend kleine Aufgaben und Arbeiten (das Haustier regelmäßig füttern, Blumen gießen, Decken und Abräumen des Tisches etc.). Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu!
• Künftige Schulkinder sollen so viel wie möglich über die Schule und alles, was damit zu tun hat, erfahren. Nutzen Sie die Neugier Ihres Kindes und spielen Sie mit ihm Schule.

• Hüten Sie sich davor, Ihr Kind mit Lern- und Schreibvorkursen zu trimmen und den Lernstoff der ersten Wochen vorwegzunehmen – es sei denn, es entdeckt von sich aus Zahlen und Buchstaben. Wichtiger als dem Kind etwas einzupauken ist, mit ihm zu sprechen! Hören sie ihm zu, lassen Sie es ausreden. Sprechen Sie über Filme, die sie gemeinsam gesehen haben. Wenn Sie Ihrem Kind etwas beibringen wollen, können Sie bestimmte motorische Fähigkeiten mit ihm einüben. Nützlicher als ein Wort fehlerfrei schreiben und lesen zu können, ist es, Begriffe wie “oben” und “unten”, “links” und “rechts” unterscheiden zu können.

• Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, damit Ihr Kind nicht als Couchpotato vor Fernseher oder Computer hängen bleibt.

• Auch neue Bilder- und Vorlesebücher sind sinnvoll, zumal in diesem Alter ständig neue Anreize gebraucht werden.







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