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Abendchaos

Gnadenlos rückt der Zeiger der Wanduhr auf 18 Uhr ...

Rushhour nicht nur auf den Hauptverkehrsrouten, sondern auch in vielen Familien – das ganz normale Abendchaos beginnt!

Reif für die Fremdenbetreuung

Das Beste draus machen

Auch wenn die Sozialpädagogin familiären Formen der Kleinstkinderbetreuung den Vorzug gibt, rät sie Eltern: „Wenn es die Situation erfordert, dass ein Kind in den ersten Lebensjahren außerhäuslich in einer Gruppe betreut wird, sollte man das Beste aus der Situation machen! Wichtig sind einfühlsame Eltern, die sich Zeit für die langsame Einführung des Kindes in die Gruppe nehmen!“ Gerade Letzteres kann bei jedem einzelnen Kind sehr stark differieren: Der eineinhalbjährige Paul benötigt einige Wochen, um sich von der Mutter zu lösen, die gleichaltrige Lisa ist schon nach wenigen Tagen begeisterte Kindergartenbesucherin.

Jedes Kind ist anders

Mütter mit mehreren Kindern können das nur bestätigen: Sogar innerhalb einer Familie gibt es kleine Welteroberer, die es gar nicht erwarten können, von den Eltern loszukommen, aber auch Träumer und Nesthocker. Die dreifache Mutter Gerrit Strobl ist überzeugt, dass Eltern, die den Charakter ihres Kindes bei der Wahl von Betreuungsart und vor allem auch Zeitpunkt berücksichtigen, keinen Fehler machen können. Viele Kinder schaffen den Kindergarteneinstieg mit zweieinhalb Jahren – wenn die Mutter wieder in den Beruf zurückkehrt – sehr gut. Andere wiederum sind in diesem Alter noch nicht reif dafür.

Alternative Initiative

Auch wenn die Familienpolitik sich momentan wieder einmal der Kinderbetreuungseinrichtungen annimmt: Genügend Krippenplätze zu schaffen kann nur eine – wenn auch wesentliche! – Voraussetzung sein, will man allen Eltern die ideale Betreuungsform für ihr Kind bieten. Gerrit Strobl empfiehlt in jedem Fall auch Alternativen ins Auge zu fassen. Besonders interessant findet sie neben den bereits erwähnten Möglichkeiten Mütterinitiativen: Einige – meist in Teilzeit arbeitende – Frauen betreuen abwechselnd die eigenen wie auch die Kinder der anderen Mütter. Diese Initiative ist nicht nur kostengünstig, sondern vor allem freundschaftsfördernd für Mutter und Kind. Österreichische Familienpolitiker haben den Vorteil dieser innovativen Betreuungsmöglichkeiten längst erkannt. Denn eines ist gewiss: Nur wenn Eltern sicher sind, dass zuhause alles klappt, können sie im Beruf alles geben! Die Vereinbarkeit von Elternschaft und Berufstätigkeit ist schließlich auch ein wichtiges Unternehmensinteresse. Daher gibt es seit einiger Zeit eine finanzielle Unterstützungsmöglichkeit für neue Formen der Kinderbetreuung, damit Elterninitiativen nicht am Finanziellen scheitern.





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