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Geschenke Wettbewerb

Geschenke Wettbewerb

Schenken wir unseren Kids nicht nur die zehnte Puppe und das dreißigste Auto, sondern vor allem: unsere Zeit. Weil Materielles nicht allein glücklich macht, so Kiddy Coach Gerhard Spitzer.
„Alle anderen haben das Spiel schon, nur ich nicht!“, maunzt der siebenjährige Chris schlecht gelaunt. Oma hört's und obwohl kurz zuvor noch auf der Suche nach einem möglichst „wertvollen“ Spiel für den süßen Enkel, disponiert sie rasch ihre Einkaufs-Liste für Weihnachten um …

Doch es geht auch anders: Gerade bei Wünschen, die offensichtlich aus so etwas wie Gruppenzwang heraus entstehen, haben Sie eine gute Gelegenheit, um herauszufinden, ob es sich bei einem Wunsch nicht bloß um ein Strohfeuer handelt. Einen wahren Herzenswunsch erkennen Sie am Besten daran, dass Ihr Kind auf ein bloßes Stichwort hin fantasiereich davon zu erzählen und zu schwärmen beginnt! Übrigens: Die meisten Wunschgeschenke, die „alle Anderen auch haben“, verlieren sofort ihren Zauber, sobald sie tatsächlich im eigenen Kinderzimmer landen.

Materiell oder immateriell

Würde man Kinder ohne Vorbelastung durch unsere Konsumwelt befragen, sie hätten wohl kaum Interesse an der bunten Plastikwelt von „Toys und Co“. Vielmehr kämen Wünsche wie: einmal extra viel wahrgenommen werden, eine Extra-Portion Zeit, viel mehr Spaß mit Mami und Papi, uvm.

Dennoch muss und möchte ich Ihnen einige wertvolle Spiel- und Geschenke- Tipps nicht vorenthalten: Ein passendes Geschenk kann es immer nur für die passende Persönlichkeit geben. In bestimmten Entwicklungsphasen bieten sich allerdings Spiele an, die zunächst die Motorik, später die Wahrnehmung und Merkfähigkeit, wie auch die Kreativität fördern. Aber versprechen Sie sich nicht zuviel von diversen hoch gelobten Super-Spielen, die man oft nur für sehr viel Geld erstehen kann. Anders gesagt: Unterschätzen Sie ihre lieben Kleinen nicht! Kinder finden für sich selbst in jeder Phase Ihrer Entwicklung in quasi jeder Ecke Ihres Lebens-Umfeldes Dinge, mit denen sie sich vollauf beschäftigen können und mittels derer sie auch spielerisch ihre gerade notwendigen Wahrnehmungen fördern.

Über all dem wunderbaren Schenken sollte aber quasi als „ihre geheime Überschrift“ dieser letzte Tipp stehen: Am allerliebsten spielen, basteln, toben, werken und malen Ihre Kinder mit Ihnen gemeinsam. Schenken Sie Ihren Kindern also, auch zu den „prime times“, am Besten möglichst viel von Ihrer wertvollen Zeit!


Fratz Tipps

Schenken, aber richtig

  • Grundsätzlich kann ein uraltes Zitat als wichtiger Tipp für alle gelten, die Kinder beschenken wollen: „Weniger ist mehr!“
  • Denken sie daran, dass vor allem eine große Menge neuer Spielsachen Ihr Kind heftig überfordern kann. Kinder sind meistens mit einem Hauptgeschenk schon mehr als zufrieden. 
  • Hören Sie sich aufmerksam und vor allem rechtzeitig verschiedene Wünsche Ihres Kindes an, um zu erfahren, welcher Wunsch Ihrem Kind wohl ein wenig Wartezeit wert ist.
  • Geschenke, nach denen der „sehnliche Wunsch“ erst kurz vor Weihnachten aufgetaucht ist, verringern die überaus wichtige Vorfreude des Kindes und vor allem dessen Wertschätzung dafür.
  • Es muss übrigens nicht immer Spielzeug sein. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich auch auf Kleidung, Puzzles, Bücher oder selbst Gebasteltes zu freuen.



Foto: Morinka

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