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Kindergartenstart

Auf in den Kindergarten!

So klappt der Start

Kindergruppe im Altersheim


Frischer Schwung im Altersheim

Frau Wawruschka ist begeistert von der Existenz der Kindergruppe in “ihrem” Haus: ”Die Kleinen sind einfach ein Jungbrunnen für uns und wir sind für sie die Großeltern, die Zeit haben! Wir kommen regelmäßig vorbei, bleiben manchmal auch lange hier und spielen sehr gerne mit den Kindern!”
Claudia Schmid: ”Auch wir profitieren viel von den älteren Menschen, sie nehmen uns wirklich einiges an Arbeit ab. Ein Kind hat zum Beispiel in der Gruppe einmal fürchterlich geweint und hat sich erst im Werkraum beim gemeinsamen Basteln mit den alten Menschen beruhigt, die soviel Ruhe ausstrahlen. Ein anderes Kind wollte einmal, dass ich ihm etwas vorlese, ich habe aber noch viel mit den anderen zu tun gehabt. Das hat dann einfach eine der Bewohnerinnen übernommen und der Bub hat sich sehr gefreut.

Es hat auch noch keinerlei Beschwerden gegeben! Bis jetzt ist es nur einmal vorgekommen, dass ein kleines Kind etwas zu ungestüm auf eine alte Frau losgerannt ist, die im Rollstuhl saß und einen Fuß verletzt hatte. Aber es ist zum Glück nichts passiert, es zeigt uns aber, dass wir schon besonders aufpassen müssen!”

Eine Bereicherung für alle

Herr Mag. Kiener:” Die Bewohner, die regelmäßig die Kindergruppe besuchen, haben entweder selbst Enkelkinder, die vielleicht auch schon erwachsen sind. Andere hatten nie Kinder und stehen jetzt fast mit Tränen in den Augen da, und sagen, dass sie immer welche wollten, es aber nie geklappt hat und jetzt können sie es endlich ausleben. Ein ganz lieber alter Mann hat sich extra für eine kleine Vorführung eine neue Mundharmonika gekauft und den Kindern vorgespielt. Er wollte gar nicht mehr aufhören, so gut hat ihm das gefallen.
Dass alte Leute für die Kleinen sehr wichtig sind, erlebe ich bei meiner eigenen fünfjährigen Tochter. Sie war immer sehr viel bei ihren Großeltern. Mein Schwiegervater konnte anfangs meine Tochter noch mitbetreuen, das ist aber bald gekippt. Er begann an Alzheimer zu leiden. Jetzt ist es meine Tochter, die auf ihn aufpasst. Es ist für sie aber ganz “normal”, dass der Opa “nicht normal” ist. So wie es hier im Wohnhaus ganz selbstverständlich ist, dass manche Leute mit einem Rollwagen gehen oder einfach nur mehr sehr langsam unterwegs sind. Hier wird einfach Normalität wie im Alltag gelebt! Nach unserem Motto: Häuser zum Leben!

Man merkt einfach, wie die Bewohner strahlen. Man hört ja immer mehr, dass manche Kinder für ältere Leute nichts übrig haben, hier wird das aber gelernt. Manche Kinder haben auch keine Großeltern mehr, die profitieren natürlich besonders. Frau Bardel, Frau Schmid und ich sind einfach irrsinnig glücklich, dass das alles so gut funktioniert!

Generationen verbinden – die einen können noch nicht schnell, die anderen können nicht mehr schnell... Als ich das Haus verließ, dachte ich mir: ”Kind müsste man noch einmal sein, dann würde ich hier in den Kindergarten gehen wollen!”







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