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Kindergartenstart

Auf in den Kindergarten!

So klappt der Start

Sauber werden


Sauber werden - ist man vorher schmutzig?

Dieser Begriff, des Sauberwerdens ist ja fix in unseren Köpfen. Aber sauber werden impliziert ja, dass man vorher schmutzig ist. Essen ist Genuss, Trinken ebenso, nur der nun folgende Vorgang, nämlich das Entleeren, passiert versteckt und ist in unserem Kulturkreis tabuisiert.
Kinder verstehen nicht, woher Stuhl oder Urin kommen. Wachsen diese Dinge in mir? Wie kommen sie in mich hinein?

Es mag trivial erscheinen, aber allein das regelhafte verbale und gestikulierte Benennen und Spiegeln der Tatsache, dass das Essen schmeckt (“Hmmm!”), ob man noch mehr möchte, dass man satt ist (Bauch streicheln: “Satt!”) und nicht zuletzt, dass man das Bedürfnis nach Entleerung hat, erleichtert das Erlernen der komplexen Zusammenhänge zwischen körperlichen Signalen.

Bereit zum Sauberwerden?

Woran merke ich, dass mein Kind bereit ist, sich vom Windelpopo zu verabschieden?

Ihr Kind will nicht mehr gewickelt werden und öffnet unter Tags immer wieder die Windelhose um sich ihrer zu entledigen.
Während des Stuhlgangs in die Windel zieht es sich zurück und will nicht gestört werden.
Sobald die Windel voll ist, will es gleich gewickelt werden.
Das Kind folgt Ihnen auf die Toilette und schaut begeistert zu. Wenn es Sie nicht stört, lassen Sie es ruhig zusehen. Kinder ahmen ihre Eltern und Geschwister nach und werden früher oder später auch versuchen, sich ähnlich zu verhalten.

Dos and Don´ts
Einer der besten Zeitpunkte um Kinder ohne Windel laufen zu lassen, ist in unseren Breiten zweifelsohne der Sommer. Kinder im Alter zwischen 2 und 3 Jahren lieben es nackt herumzulaufen und genießen diese körperliche Freiheit. In diesem Alter geben Kinder auch immer wieder verbal die Rückmeldung, dass sie “lulu” müssen. Meist sagen sie es genau in dem Moment, in dem sie damit beginnen.

Die Bereitstellung eines Topfes oder eines Kinder-Klositzes werden langsam vom Kind genützt. Lassen Sie Ihr Kind entscheiden ob es lieber auf den Topf oder aufs Klo geht. Manche Kinder beginnen auch damit, das große Geschäft ins Klo machen zu wollen, aber das kleine ausschließlich in die Windel.

Zwingen Sie Ihr Kind niemals auf den Topf zu gehen! Kinderärzte erzählen immer wieder, dass die Technik des “Jetzt bleibst du sitzen, bis etwas im Topf ist”, immer noch verbreitet ist. Verdauungsprobleme wie chronische Verstopfung, Krämpfe oder zwanghaftes Blasenentleeren können körperliche Schäden sein, die Sie an Ihrem Kind anrichten.

Tipps

Soll sich bei gelungenem Geschäft in den Topf die ganze Familie versammeln und applaudieren? Sicher nicht! Loben Sie Ihr Kind und lassen Sie es selbständig den Topf ausleeren oder die WC-Spülung betätigen, wenn es das möchte. Zeigen Sie Ihre Freude, aber bewerten Sie die “Topf-Geh-Aktion” nicht über.
Auch wenn Kinder untertags keine Windeln mehr brauchen, kann das in der Nacht ganz anders sein.
Während der Nacht trocken zu bleiben ist für viele Kinder bis ins 5. Lebensjahr ein Problem. Während des Schlafs funktioniert die Rückmeldung “Achtung, Blase ist voll” lange nicht. Viele Kinder wollen auch in der Nacht nicht auf die Windel verzichten, weil sie sich dadurch sicherer fühlen. Um das 5. Lebensjahr herum wollen viele Kinder dann den Schritt zur windelfreien Nacht wagen.
Was können Eltern für sich tun?
Legen Sie spezielle Unterlagen als Matratzenschoner im Bett Ihres Kindes auf. Richten Sie am Abend frisches Bettzeug her, dann müssen Sie nicht schlaftrunken in der Nacht danach kramen – und seien Sie gewiss, die trockenen Nächte kommen bestimmt!







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