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Ernährungsplan für das erste Jahr

Die Beikost

Kaum hat sich das Stillen oder Füttern von Milchnahrung gut eingespielt, kommt die nächste Herausforderung auf Sie zu – die Beikost.

“Kriegt denn das arme Kind noch gar nichts anderes?” machen sich schon bald die ersten Stimmen breit und fordern eine größere Vielfalt.

Es ist zum Schreien!

So hat Karoline es sich nicht vorgestellt. „No one said it would be easy“ – Sheryl Crows Lied kommt ihr neuerdings regelmäßig in den Sinn, „no one said it’d be this hard“ … das Mama- Sein nämlich. Ihr kleiner Tobias ist rundum gesund. Soweit, so glücklich. Ihr kleiner Tobias schreit rund um die Uhr. Unmotiviert – zumindest soweit sie es beurteilen kann.

Unstillbar – und das kann sie beurteilen! Sie hat in den letzten schlaflosen Wochen alles probiert, um ihn zu beruhigen: Dauertragen, Singen, endlose Runden mit Kinderwagen und Auto, Babymassage. Nun achtet sie auch noch genau darauf, was sie isst. Wegen der Blähungen. Und der ganze Spuk ist wohl die berüchtigte 3-Monats-Kolik, oder?

 

Was ist dran an der Diagnose 3- Monats-Kolik?

In der Fachliteratur findet sich folgende Definition: Wenn ein Baby, das an sich gesund ist, dennoch übermäßig viel weint, ohne sich beruhigen zu lassen, leidet es an der 3-Monats-Kolik. (Interessanterweise gilt dieselbe Erklärung auch für Schreibabys. Die Begriffe sind also austauschbar.) Unter „übermäßig viel” versteht man ein Minimum von drei Stunden täglich an drei Tagen pro Woche, und das Ganze mindestens drei Wochen lang. Diese Definition (infant colic) geht auf das Jahr 1954 und den US-amerikanischen Kinderarzt M. A. Wessel zurück.

„Übermäßig viel” in der Praxis und ohne Stoppuhr bedeutet: mehr als die Eltern aushalten können. Doch Begriff und Existenz der 3- Monats-Kolik sind medizinisch umstritten. Denn sie definiert sich rein über das Symptom (Schreien) und unterstellt einen konkreten Grund („Kolik” bezeichnet starke, krampfartige Schmerzen). Doch die Ursachenforschung tappt im Dunkeln. Wenn man vieles ausschließen, aber nichts genau benennen kann, wird ein kleiner Schreihals dann leichtfertig mit „3-Monats-Kolik” abgestempelt?

Was verursacht die so genannte 3-Monats-Kolik?

Theorien, was Koliken hervorrufen soll, gäbe es genug. Von Schmerzen und der Unreife des Verdauungs- bzw. Nervensystems über Anpassungsschwierigkeiten nach der Geburt bis hin zu Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten (die es natürlich gibt, doch zeigen sich neben dem Schreien meist bald auch andere Symptome). Diese Theorien gelten aber alle als widerlegt. In Ermangelung einer bewiesenen These sind Therapie-Empfehlungen oft problematisch. Bestenfalls fallen sie in die Kategorie „Nützt’s-nix-schadet’s-nix”, schlechtestenfalls sind sie gefährlich.

Blähungen

Sie sind wohl der Klassiker unter den wohlgemeinten Erklärungsversuchen für den Gemütszustand kleiner Schreihälse. In Bezug auf die Diagnose 3-Monats-Kolik gehen die Expertenmeinungen auseinander, ob das Baby schreit, weil es Blähungen hat – oder Blähungen hat, weil es schreit. Denn wer schreit, schluckt Luft, wer Luft schluckt, muss sie auch wieder loswerden. Für geplagte Eltern der noch geplagteren Kleinen ist diese Wortklauberei entbehrlich. Was hilft, sind Lösungsansätze:







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