Ernährungsplan für das erste Jahr
Stufenweiser Aufbau
Der Geschmack von Babys ist noch unverfälscht und viel feiner ausgeprägt. Daher ist ein sanfter und schrittweiser Beikostbeginn den Bedürfnissen des Kindes am besten angepasst. Begonnen wird zumeist mit Karottenmus, weil es viel Carotin liefert und süßlich schmeckt. Manche Kinder benötigen eine, andere drei Wochen, um von den ersten wenigen Löffeln mittags zur einer entsprechenden Menge (je nach Alter ca. 1/2 bis 1 Gläschen) pro Mahlzeit überzugehen.
Etwa im Abstand von einer Woche kommen dann weitere Zutaten zum Speisezettel dazu. Dadurch erweitern sich nach und nach die Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten. Der Mittagsbrei wird zuerst zum Karotten-Kartoffel-Brei und später durch kleine Mengen Fleisch zum eisenreicheren Karotten-Kartoffel-Rindfleisch-Brei. Nach zirka einem Monat wird eine 2. Milchmahlzeit durch einen Getreide-Obst-Brei (z.B. Karotte-Apfel, Apfel-Reis) ersetzt. Die Obstmahlzeit wird bevorzugt vormittags oder nachmittags gefüttert und geht später beim Umstieg auf die Familienkost in eine Zwischenmahlzeit (z.B. ein Brot mit Obst) über.
Im 3. Beikostmonat (7. bis Anfang 9. Lebensmonat) wird zusätzlich ein Getreide-Milchbrei (z.B. Haferschleim, Dinkelflocken oder Kindergries) in den Speiseplan aufgenommen, um den wachsenden Energiebedarf zu decken. Am besten eignen sich dazu Baby-Getreideflocken, die aus aufgeschlossenem Bio-Vollkorngetreide bestehen. Instantflocken können direkt in heißes Wasser mit etwas Obst- oder Gemüsebrei eingerührt und z.B. durch Stillen ergänzt werden. Kindergrieß muss hingegen zuerst mit Wasser aufgekocht werden.
Dann können Sie mit einigen Löffeln Obst- oder Gemüsemus Geschmack verleihen und durch Säuglingsmilchpulver oder durch ergänzendes Stillen innerhalb der Mahlzeit die Milch dazufügen. Fertige Milchbreie, die nur mehr mit Wasser zubereitet werden müssen, sind zumeist unnötig stark gesüßt und kuhmilchhältig.
Junior- und Familienkost
Ende des 8. Monats mögen viele Kinder bereits Beikostbreie, die nicht mehr ganz feinpüriert sind. Wenn die ersten Zähne kommen, wird gerne an Beißringen geknabbert und es darf, wenn das Kind schon Weizen kennengelernt hat, auch die Brotrinde eines ganz einfachen Weizenbrotes (ohne Nüsse, Samen, Milchbestandteile oder allzu viele Gewürze) sein. Reiswaffeln sind ebenfalls beliebt.
Sie erfordern aber – wie alle größeren Stücke, an denen das Kind knabbern kann – erhöhte Aufmerksamkeit, damit sich Ihr Kind nicht daran verschluckt.
Zwischen 10. und 12. Lebensmonat kann Ihr Kind schon am Familientisch mitessen und einfache, weichgekochte und mit der Gabel gut zerdrückte Lebensmittel (z.B. Karotten, Erbsen, Nudeln) erhalten, die es bereits aus den Beikostbreien kennt.
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