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Stillen soll nicht schmerzhaft sein

Hebammen-Information

Die meisten Schwangeren sind hoch motiviert, ihr Kind die empfohlenen sechs Monate ausschließlich zu stillen. Und grundsätzlich hat die Natur auch dafür gesorgt, dass jede Frau ihr Baby stillen kann!

Abstillen leicht gemacht

Früher oder später hört es jede Schwangere einmal: „Stillen ist ganz natürlich“ und „Stillen ist gesund“. Genauere Informationen holt Frau während der Schwangerschaft meist noch nicht ein. Wenn der kleine Schatz erst einmal auf der Welt ist, wird man ihn schon nähren. Ist ja alles ganz natürlich, oder?

Aller Anfang ist schwer

Dass „natürlich“ und „einfach“ nicht ganz dasselbe sind, merkt so manche Neo- Mami spätestens beim so genannten „Milcheinschuss“: Die Brust ist prall, das Baby (und Mama) oftmals noch ein wenig ungeschickt. Auch Anfangsschwierigkeiten sind „natürlich“ – es macht Sinn, nicht gleich zu kapitulieren. Schließlich ist keine Nahrung für das neugeborene Kind besser verdaubar, keine Milch so optimal auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt wie Muttermilch. Es lohnt sich also, die Zähne zusammenzubeißen. Das ist durchaus wörtlich gemeint, denn den meisten Frauen tut das Stillen anfangs weh. Einerseits müssen sich die Brustwarzen erst an das ständige Saugen gewöhnen, andererseits muss auch das Neugeborene noch lernen, richtig zu trinken. Die gute Nachricht: Diese Anfangsschmerzen sind bald überwunden, und wenn man aus dem Spital nach Hause kommt, warten schon andere Sorgen …

Und der Alltag?

Viele Babys wollen alle zwei Stunden an den mütterlichen Busen – und verweilen dort auch gerne ein halbes Stündchen und mehr. Je älter das Baby, desto größer werden die Abstände, oft pendelt sich ein Vier-Stunden-Takt ein – ein Rhythmus, mit dem die Mutter stets mithalten muss. Das kann auch belasten. Einerseits ist Stillen ja praktisch, weil Mama die Milch stets bei sich führt. Was aber, wenn sie das Baby nicht mit hat, sprich: Termine alleine wahrnehmen muss (oder gar ausgehen will)? Einzige Lösung: Abpumpen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Und eine gute (elektrische!) Milchpumpe hilft dabei. Achtung: Vor der ersten Trennung genau informieren, wie viel Muttermilch das Baby pro Mahlzeit braucht (je älter, desto mehr).

Was, wenn das Stillen nicht klappt?

So weit, so gut. Und wenn das Stillen trotz aller Bemühungen nicht funktioniert? Oder die Mutter, aus welchen Gründen auch immer, nicht stillen möchte? Kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Dank moderner Säuglingsnahrung werden heutzutageauch nicht gestillte Babys gut ernährt. Bleibt die entscheidende Frage: Wie merkt Mama, dass das Stillen nicht richtig klappt? Wenn das Baby trotz regelmäßigen Anlegens alle zwei Stunden nicht 150 Gramm pro Woche zunimmt, weiß Stillberaterin Barbara Müller, ist es Zeit zum Zufüttern. Flaschennahrung ersetzt nun teilweise den mütterlichen Busen. Oft ist das aber schon der Anfang vom Ende der Stillbeziehung …

Beikost

Und auch wenn’s wunderbar klappt: Spätestens im siebenten Monat sollte man mit dem „Zufüttern“ beginnen. Der Vitamin- und Nährstoffbedarf des Babys wird nun nicht mehr ausschließlich durch Muttermilch gedeckt. Beikost steht auf dem Speiseplan. Mit einigen Löffeln „Frühkarotten“ beginnt der lange Weg zur festen Nahrung. Danach gibt’s wie gehabt Busen oder Fläschchen. Schön langsam wird das Baby mit verschiedenen Nahrungsmitteln vertraut gemacht. Zuerst Frühkarotten, dann Karotten (oder Kürbis) mit Kartoffeln, später kommt Fleisch dazu. Schließlich vormittags Obst und nachmittags Obst mit Getreide. Bleibt noch das Stillen (bzw. Fläschchen) morgens, abends – und in der Nacht …





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