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Stillen soll nicht schmerzhaft sein

Hebammen-Information

Die meisten Schwangeren sind hoch motiviert, ihr Kind die empfohlenen sechs Monate ausschließlich zu stillen. Und grundsätzlich hat die Natur auch dafür gesorgt, dass jede Frau ihr Baby stillen kann!

Abstillen leicht gemacht

Abstillen

Irgendwann ist es dann soweit. Mama will (oder muss) ganz abstillen. Aber wie? Jedenfalls langsam: Weder für das Baby noch für die Mutter (Achtung: Milchstau!) ist es ratsam, die Stillbeziehung abrupt zu unterbrechen. Wenn man behutsam vorgehen will, kann man eine Stillmahlzeit pro Woche durch andere Nahrung ersetzen. Grundsätzlich gilt: Je seltener das Kind an der Brust saugt, desto weniger Milch wird produziert. Muss rasch abgestillt werden, helfen Medikamente. Expertin Barbara Müller hat auch Tipps für „natürliches Abstillen“ auf Lager: „Pfefferminztee mindert die Milchproduktion. Schon eine Tasse pro Tag wirkt abstillend. Gut ist es auch, nach dem Stillen Coolpacks auf die Brust zu legen (niemals auf die Brustwarze selbst!). Zuerst zehn Minuten, dann eine Pause von zehn Minuten einlegen und den Vorgang dreimal wiederholen.“ Mit dem Abstillen ist eine ganz spezielle Lebensphase abgeschlossen. Ein Grund, wehmütig zu sein? Ein bisschen, vielleicht. Aber jedenfalls ein Grund, stolz auf sich zu sein: Sie haben Ihrem Kind einen guten Start ins Leben ermöglicht! 

Problemfälle

Variante 1: Mama will abstillen, Baby verweigert andere Nahrung

Auch wenn es trivial klingt: Bleiben Sie möglichst cool. Verfolgen Sie Ihr Ziel konsequent. Die lieben Kleinen haben nämlich einen Sensor für mütterliche Unsicherheiten. Immer wieder Fläschchen oder Brei anbieten. Notfalls soll eine andere Bezugsperson füttern, damit der verführerische Busen außer Reichweite ist. Um dem Baby (und der Mutter) den schwierigen Abschied zu erleichtern, ein Geheimtipp: Bachblüten! 4-mal 4 Tropfen täglich von einer Mischung der Blüten Star of Bethlehem, Walnut, Chicoree, Rockrose, Honeysuckle (jeweils 3 Tropfen auf insgesamt 30 ml Wasser in der Apotheke mischen lassen) helfen dem Baby.

Variante 2: Baby verweigert plötzlich die Brust, Mama platzt der Busen

Da hilft nur Abpumpen (und zwar so viel, dass der Druck weg ist) oder Ausmassieren. Die Brustmassage sollte man sich einmal zeigen lassen – am besten schon auf der Geburtsstation danach fragen! Unter der Dusche geht es am besten: Zuerst warmes Wasser fließen lassen, das fördert die Durchblutung und öffnet die Milchgänge. Dann massieren. Zum Abschluss kalt duschen, um Gefäße wieder zusammenzuziehen (Achtung: nicht mehr massieren). Wenn Baby nicht trinken will, muss die Brust vollständig entleert werden: Denn sonst kommt es zum Milchstau und in der Folge möglicherweise zu einer Brustentzündung. Kontaktieren Sie eine Stillberaterin (in Notsituationen auch die geburtshilfliche Ambulanz)! 

Dr. Birgit Mosser-Schuöcker







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