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Mir ist kotzübel!

Mir ist kotzübel!

Ist Ihnen schrecklich schlecht? Keine Sorge, in den meisten Schwangerschaften geht die Morgenübelkeit nach einigen Wochen vorüber. Unsere Tipps helfen Ihnen durch die schwierige Zeit!
Glauben Sie, Sie müssen sich jeden Moment übergeben? Und tun das mitunter auch? Können morgens kaum aufstehen? Fühlen sich einfach nur schlecht, so richtig, so vollkommen schlecht? Das kennen viele Mamas in spe. Vor allem die ersten drei Monate haben es oft in sich, die Phase der Übelkeit kann aber auch kürzer oder länger sein. Die so genannte Morgenübelkeit macht Schwangeren zu schaffen. Nicht allen, aber vielen. Einige Tipps helfen dabei, das Problem zumindest etwas in den Griff zu bekommen.


  • Erschrecken Sie nicht: Die Morgenübelkeit ist für viele Schwangere ein Begleiter in der ersten Zeit der Schwangerschaft. Meist quält sie die werdende Mutter in der ersten Zeit der Umstellung auf die neue Situation. Meistens ist sie ganz normal und vergeht ebenso plötzlich wie sie gekommen ist. Trotzdem ist es sinnvoll mit Ihrem behandelnden Arzt darüber zu sprechen. 
  • Gönnen Sie sich am Morgen so viel Ruhe, wie Sie nur bekommen können. Bleiben Sie im Bett liegen – wenn Sie berufstätig sind, zumindest so lange es irgendwie geht. Räkeln Sie sich und genießen Sie die wohlige Wärme des Bettes.
  • Stellen Sie sich abends ein paar trockene Kekse oder etwas Zwieback bereit und knabbern Sie diese vor dem Aufstehen. So kommt der Kreislauf in Schwung. Wir müssen jetzt nicht von Null auf 100 fit sein und Bäume ausreißen. Das überlassen wir in der Zeit der Schwangerschaft lieber anderen, zum Beispiel unseren Partnern.
  • Tee im Bett zu schlürfen hilft. Entweder abends in einer Thermoskanne neben dem Bett aufstellen – oder Sie lassen sich von Ihrem Partner so richtig verwöhnen. Ist zwar manchmal eine Frage der Motivation, aber als werdende Mama können wir uns ruhig auf Händen tragen lassen. Wann, wenn nicht jetzt, meinen wir!
  • Gut sind morgens es spezielle Kräutertees, aber auch Kamille, Fenchel, Minze können helfen. Wer Tee nicht mag, greift zu Wasser.
  • Mit einigen kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt Nährstoffe wie Vitamin B (Vollkornbrot, Getreidekörner, Haselnüsse, Rosinen), B12 (Joghurt, Milch, Fisch), Folsäure (grüne Blätter, Nüsse, Hülsenfrüchte), Eisen (Brokkoli, Sardinen), Zink (Huhn, Fleisch, Vollkornbrot), Magnesium (Vollkornbrot, Nüsse, Marillen) zu sich nehmen.
  • Fette und scharfe Speisen sollte man vermeiden, auch im Lauf des Tages viel Wasser trinken.
  • Denken Sie immer daran: Schwangerschaft ist keine Krankheit. Unnötig schwer sollten Sie sich die Zeit aber auch nicht machen. „Take it easy“ ist jetzt die Devise. Müdigkeit ist in der Schwangerschaft ganz normal, daher nach Möglichkeit kleine Nickerchen in den Tagesablauf einplanen.
  • Gönnen Sie sich wohltuende Behandlungen. Jetzt können Reflexzonenmassagen, Shiatsu, Akupunktur oder Akupressur Linderung bringen. Manche Schwangere schwören auf Yoga und Meditation – diese wirken durch den entspannenden Effekt. 
  • Ein kleiner Trost: Nach den ersten drei Monaten geht es den meisten werdenden Mamis wieder besser! Ist gar keine Besserung herbeizuführen und ist der Zustand von anhaltend starkem Erbrechen begleitet, ist aber ärztliche Betreuung angebracht.


Theresia M., 34 Jahre: „Zwei völlig unterschiedliche Schwangerschaften!“

„Ich bin Mutter von zwei Kindern – und beide Schwangerschaften verliefen so unterschiedlich, wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Bei meiner Tochter war mir eigentlich die ganze Zeit hindurch schlecht. Es war wirklich sehr anstrengend. Obwohl mir sämtliche Freundinnen versicherten, dass es besser werden würde und auch der Arzt das meinte, trat keine Besserung ein. Auch nach drei Monaten war mir einfach nur übel. Ich konnte fast nichts unternehmen, lag am Sofa herum und konnte mich zu nichts aufraffen. Dabei ernährte ich mich sehr gesund, aß am liebsten Äpfel – obwohl ich sonst eine große Freundin von Süßigkeiten bin. In der Schwangerschaft war das gar nicht so.

Als ich mit meinem Sohn schwanger wurde, hatte ich die schlimmsten Befürchtungen. Es war ja auch schwieriger mich zu schonen, weil meine Tochter Anna erst drei Jahre alt war und mich brauchte. Erstaunlicherweise war es aber gar nicht notwendig so viel zu ruhen – ich fühlte mich topfit wie selten davor oder danach. Mein Arzt bestätigte mir, dass Schwangerschaften eben ganz unterschiedlich sein können. Ob es daran liegt, dass das zweite Kind ein Bub wurde, glaube ich persönlich ja nicht, auch wenn meine Oma immer meinte, eine Buben-Schwangerschaft sei leichter. Jedenfalls war ich froh, dass es so war wie es war. Jetzt überlege ich sogar, noch ein drittes Kind zu bekommen. Mal sehen!“


Text: Anna Heisinger

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