Das österreichische Familien-Portal

  Home > Family > Minifratz > Schwanger > Pränataldiagnose
WERBUNG

Zwillingsschwangerschaft

Hoppla Zwillinge!

Zwillinge - wenn der Storch zweimal kommt

Doppeltes Glück: Zwillinge und ihre Bedeutung für Körper, Geist und Seele

"Ich habe schon irgendwie gespürt, dass da etwas anders ist als bei der ersten Schwangerschaft”, erinnert sich Tanja F. aus Linz...

Pränataldiagnose

Für Bettina Mader war es eine ganz normale Routineuntersuchung in der 35. Schwangerschaftswoche. Doch diesmal sollte alles anders sein als bei ihrem ersten Sohn Philipp: Der Arzt stellte fest, dass ihr Baby aufgrund von Antikörpern an einer hochgradigen Blutarmut litt.

“Es ist nun wichtig, dass Ihr Kind rechtzeitig zur Welt kommt”, erklärte der Gynäkologe der fassungslosen Mutter, “sonst wird es nicht überleben.” Die Nachricht traf Bettina Mader wie ein Schlag ins Gesicht. “Ich war sprachlos”, erinnert sie sich. “Nie hätte ich gedacht, dass so knapp vor der Entbindung noch etwas passieren würde.” Gleich am nächsten Tag wurde die Geburt vorzeitig eingeleitet. Als Bettina Maders kleine Tochter das Licht der Welt erblickte, konnten die Ärzte sie sofort entsprechend medizinisch versorgen.

Die medizinischen Untersuchungen des Ungeborenen, zusammengefasst unter “pränatale Diagnostik”, waren im Fall von Bettina Mader und ihrem Baby eine wertvolle Hilfe. Aber nicht alle Methoden haben den Zweck, ausschließlich lebensbedrohliche Auffälligkeiten aufzuspüren. Einige zeigen, ob das Kind möglicherweise behindert zur Welt kommt. Entgegen des häufig vertretenen Irrglaubens, eine werdende Mutter wäre dazu verpflichtet, all diese Untersuchungen durchführen zu lassen, kann jede Schwangere selbst entscheiden, was sie schon vor der Geburt über ihr Kind erfahren will.

Untersuchungen außerhalb des Mutterleibes

Es gibt zwei große Gruppen von vorgeburtlichen Untersuchungen. Zur ersten zählen Tests, die außerhalb des Mutterleibes, also nicht invasiv durchgeführt werden und daher für Mutter und Kind ungefährlich sind:
Ultraschall
Beim Ultraschall werden durch die Bauchdecke oder durch die Scheide der Schwangeren Schallimpulse gesendet, die an allen Grenzschichten des Ungeborenen (Haut, Muskulatur, Fett und Knochen) reflektieren und wieder aufgefangen werden. Aufgrund der zeitlichen Eintreff-Folge entsteht ein Bild des Kindes, das am Monitor sichtbar gemacht wird.

Im Mutter-Kind-Pass sind zwei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: Eine zwischen der 18. und 22. und eine weitere um die 30. Schwangerschaftswoche. Beide dienen vor allem dazu, die Organfunktion des Ungeborenen zu prüfen, seinen Körper systematisch zu vermessen und anhand der Daten das Gewicht zu errechnen. Bereits bei der ersten Untersuchung kann der Arzt den Eltern mitteilen, ob sie ein Mädchen oder einen Buben erwarten. Beim zweiten Ultraschall wird die Lage des Kindes, die Menge des Fruchtwassers und der Zustand von Gebärmutterhals und Plazenta erkundet.

Mit dem Dopplerultraschall wird zusätzlich der Blutfluss in den Gefäßen des Kindes und in der Gebärmutter gemessen. So kann der Arzt z.B. eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) rechtzeitig erkennen.

Nackentransparenz-Screening
Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich in Österreich das Nackentransparenz-Screening etabliert. Bei diesem Verfahren wird zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche mit dem Ultraschallgerät ein Wert im Nackenbereich des Kindes ermittelt, der Aufschluss über das Risiko einer Chromosomenstörung (Down-Syndrom, Trisomie 21) und diverser Fehlbildungen gibt.

Combined Test
Beim Combined-Test wird dem Nackentransparenz-Screening eine Analyse zweier Hormone aus dem mütterlichen Blut hinzugefügt. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung des Alters der Mutter bewertet. Das Resultat ist die individuelle statistische Wahrscheinlichkeit, ob das Kind Chromosomenstörungen oder bestimmte Erbkrankheiten trägt.

Triple-Test
Der Triple-Test ist weniger genau als der Combined Test und deshalb kaum mehr gängig. Hier wird lediglich ein Bluttest der Mutter vorgenommen.







Mitreden:

Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentare

Kommentar schreiben: Artikel empfehlen:
Login:
Passwort:
Empfänger: Name:*
E-Mail:*
Absender: Name:*
E-Mail:*
   
eva javorsky (19.01.2010 15:21 Uhr)
Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat gibt es im einen Informationsabend über die Chancen und Risiken der vorgeburtlichen Diagnostik:
"PICKERL FÜR`S BABY?"
um 19.00 im Nanaya, Zollergasse 37, 1070 Wien. Hier gibt es auch genug Zeit, um Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

WERBUNG