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Sternenkinder

Das “Leben danach”

Nach dem Tod des Kindes sehnt man sich meist danach möglichst schnell nach Hause zu kommen. Man möchte einfach Ruhe haben. Gleichzeitig ist es freilich ein sehr schwieriger und sehr emotionaler Moment, wieder das Zuhause zu betreten, das man vor wenigen Tagen noch “in guter Hoffnung” verlassen hat.
Es wird hier besonders deutlich, dass viele Planungen und Wünsche, wie z.B. das Einrichten des Kinderzimmers, plötzlich ihren Sinn verloren haben.

Die Frau erlebt neben Geburtsverletzungen einen extremen Hormonumschwung, der bei jeder Wöchnerin zu tiefen Depressionen führen kann. Sie ist in dieser Zeit weder seelisch noch körperlich belastbar genug, um den Schock über den Tod ihres Kindes allein bewältigen zu können. Oft kämpft sie auch mit Versagens- und Schuldgefühlen.

Immer ein Platz im Herzen

Natürlich werden immer wieder Situationen auftreten, in denen man erneut in dieses Gefühl der Trauer hineinkommt, z.B. an Feiertagen wie dem Muttertag. “Erstgebärende leiden oft sehr darunter als Mutter ignoriert zu werden, nur weil ihr Kind nicht mehr auf der Erde lebt”, gibt Petra zu bedenken.
Auch während einer erneuten Schwangerschaft können die schrecklichen Erfahrungen und Ängste wieder hoch kommen. Oftmals reicht es, vermittelt zu bekommen, dass diese Reaktionen “normal” sind.

Manchmal wird es sinnvoll sein, mit einer erfahrenen Hebamme oder einem Psychologen die traumatischen Erfahrungen aufzuarbeiten.Das verstorbene Kind wird wie gesagt immer seinen Platz im Herzen seiner Familie behalten. Nur die Wehmut schwindet mit der Zeit.

Perinatale Sterblichkeit - Zahlen & Fakten

Unter den Todesursachen steht – mit ca. 60% - die Hypoxie (Sauerstoffmangel) an erster Stelle. In 90% der Todesfälle kann auch eine ursächlich beteiligte Plazentainsuffizienz nachgewiesen werden.
70% aller perinatal verstorbener Kinder haben ein Geburtsgewicht von 2500 g und weniger. Ursache dafür ist einerseits der hohe Anteil der Frühgeborenen. 30-40% sind sogenannte ”small-for-date-babies” (dystrophe Kinder), die in Folge der unzureichenden Versorgung der Plazenta untergewichtig sind.

Für eine Totgeburt können auch schwere Defekte beim Kind verantwortlich sein. Bei einem Drittel der Fälle ist die Ursache aber unbekannt.

Alarmzeichen erkennen

Nach dem Tod des Ungeborenen verschwinden die Schwangerschaftshormone aus dem Blut der werdenden Mutter und damit die Schwangerschaftsempfindungen.
Es kann auch sein, das eine schnelle Gewichtsabnahme einsetzt, weil das Fruchtwasser resorbiert wird. Die Wehen setzen meist 2-3 Tage nach dem Kindstod ein. Auch deswegen: bei Gewichtsabnahme und Wehen zum Arzt!

Hilfreiche Links

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter folgenden Links:

Selbsthilfegruppe Windrad
www.windrad.at.tt

“Kreativworkshop”
www.kreativ-workshop.at.tt







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Zu diesem Artikel gibt es 3 Kommentare

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h_koisser (18.03.2009 17:34 Uhr)
hallo! bin das erste mal auf fratz.at und möchte sagen, dass es gut ist und tut gut, so einen artikel zu lesen. unsere lena ist voriges jahr aus unvorhergesehenen gründen nach nur einem tag gestorben. heidi

like-it (23.07.2009 16:07 Uhr)
hallo heidi, so etwas ist immer schlimm zu lesen. ich hoffe, ihr seid darüber hinweg. (vergessen kann man natürlich nie!)

kuhasi (16.12.2009 08:40 Uhr)
Auch unser Sohn Tobias ( er wäre unser zweites Kind gewesen )ist an seinem fünften Lebenstag gestorben, wir wussten aber im vorhinein dass er schwer krank ist und er nur 30 % Chance hatte, Trotzdem hofft man bis zum Schluss. Es ist jetzt ziemlich genau 4 Jahre her, wir haben mittlerweile eine zweite gesunde Tochter mit zwei Jahren, aber ich denke noch fast jeden Tag an ihn, denn so gesehen habe ich ja drei Kinder.

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