Wo und wie entbinden?
Drei Frauen berichten über die Geburtsform, die sie gewählt haben und drei sehr unterschiedliche Geburtsberichte kamen dabei heraus.High-Tech-Geburt im Krankenhaus
Karin, 32 Jahre alt, hat ihre 2 Kinder in einem modernen Spital zur Welt gebracht.
"Für mich war es wahnsinnig wichtig zu wissen, dass alle Geräte in der Nähe sind, die im Notfall gebraucht würden. Der OP nebenan und die Neonatologie einen Stock tiefer waren Faktoren, die mich sehr beruhigt haben. Die Umgebung, die zugegeben eher kalt und unpersönlich war, hat mich nicht gestört, da mir die Sicherheit bei den Geburten meiner Kinder so wichtig war, dass ich alles rund herum nicht wirklich wahrgenommen habe.”
Wie sieht die Intimität in einem Spital aus?
"Den Einlauf, den ich bekommen habe, als die Wehen begannen, wollte ich nicht. Gezwungen wurde ich natürlich nicht dazu, aber es wurde mir sehr bestimmt dazu geraten, also nahm ich die unangenehme Darmwäsche in Kauf. Sehr ärgerlich war, dass drei männliche Turnusärzte ein und aus gingen. Es war ein komisches Gefühl in dieser intimen Situation so ausgeliefert zu sein.”
Wie sieht der Geburtsablauf in einem high-tech Spital aus?
"Den Wehenschreiber hatte ich die ganze Zeit umgeschnallt für mich war das sehr beruhigend, denn dadurch konnte ich permanent sehen, dass es meinem ungeborenen Kind gut geht. Während der Presswehen wurde leider ein Dammschnitt gemacht, da der Arzt es für richtig hielt, obwohl ich ihn inständig darum bat, diesen zu unterlassen, da ich bei meinem Erstgeborenen sehr unter den Folgen gelitten hatte.”
Ambulante Geburt
Sophie, 27 Jahre, hat ihren Sohn im Geburtshaus Nussdorf zur Welt gebracht und ist einige Stunden nach der Geburt wieder nach Hause gegangen.
"Für mich war die Möglichkeit einer ambulanten Entbindung wunderschön. Ich wollte nach der Geburt nichts lieber als wieder nach Hause in meine vertraute Umgebung um mit meinem Freund unser Baby zu genießen. Eine Hausgeburt war mir jedoch zu riskant und somit war das Geburtshaus der ideale Mittelweg.”
Wie lief die Geburt in dieser Umgebung ab?
"Als wir in Nussdorf ankamen, hatte die Hebamme schon das ganze Zimmer mit Kerzen und Blumen geschmückt. Es war eine sehr schöne, beruhigende und warme Atmosphäre, die mich empfangen hat. Ich konnte mich fallen lassen und in dem dämmrigen Licht war es mir möglich, sehr viel Ruhe zu finden und mich ganz auf meinen Körper zu konzentrieren. Mein Sohn kam in weniger als drei Stunden zur Welt - ich weiß genau, dass ich in einer Spitalsatmosphäre so verkrampft gewesen wäre, dass die Geburt viel länger gedauert hätte.”
Wie liefen die ersten Tage zuhause mit dem Neugeborenen ab?
"Das Angenehme bei einer ambulanten Geburt ist, dass man zu Hause nicht alleine ist. Die Hebamme kommt täglich und hilft bei Problemen oder beantwortet Fragen. Eine Haushaltshilfe oder ein Partner, der die ersten Wochen die Hausarbeit erledigt, ist unbedingt nötig!”
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Wir haben unsere 2 Kinder im Kaiser Franz Josef Spital zur Welt gebracht. Leider gab es 2 mal Komplikationen, deshalb würden wir es nicht wirklich weiterempfehlen!

