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Stillen soll nicht schmerzhaft sein

Hebammen-Information

Die meisten Schwangeren sind hoch motiviert, ihr Kind die empfohlenen sechs Monate ausschließlich zu stillen. Und grundsätzlich hat die Natur auch dafür gesorgt, dass jede Frau ihr Baby stillen kann!

Die häufigsten Fragen

Wunden Brustwarzen vorbeugen

Das richtige Anlegen ist das A und O. Wenn die Brustwarzen schmerzen, stillen Sie kürzer und öfter. Versuchen Sie Stillpositionen, bei denen die empfindliche Stelle nicht weiter gereizt wird. Sie können auch vor Beginn des Stillens etwas Milch mit der Hand ausdrücken, damit die Brust nicht so gespannt ist und das Baby sie leichter fassen kann.
Wenn nur eine Brust schmerzt, beginnen Sie das Füttern immer mit der anderen – das Kind ist dann schon halbwegs satt und saugt nicht mehr so heftig an der empfindlichen Brust. Setzen Sie die bloße Brust möglichst oft der frischen Luft aus, das macht die Brustwarzen weniger empfindlich. Lassen Sie nach dem Stillen Muttermilch an der Brustwarze eintrocknen. Eventuell kann Ihnen eine geeignete Salbe helfen. Bei bereits wunden Brustwarzen fragen Sie unbedingt Ihren Arzt oder eine Stillberaterin um Rat.

Was tun bei zuviel Milch?
Wenn Sie “überlaufen”, sollten Sie auf keinen Fall abpumpen, das hält die Überproduktion nur aufrecht. Fließt zwischendurch von Ihrer Brust Milch aus, so können Sie sich helfen, indem Sie mit der flachen Hand kurz auf die Brustwarze drücken. Verwenden Sie Stilleinlagen und wechseln Sie diese häufig, damit die Brustwarzen trocken sind. Salbei- oder Pfefferminztee können milchreduzierend wirken.

Ich habe einen Milchstau! Was soll ich tun?
Bevor Sie das Kind anlegen, machen Sie warme Umschläge, um den Milchfluss anzuregen. Nach dem Stillen lindern kalte Umschläge die Schmerzen. Sie können auch versuchen, überschüssige Milch auszudrücken, während Sie warm duschen. Legen Sie Ihr Kind häufiger an der betroffenen Brust an und wechseln Sie mehrmals die Stillposition.

Jede gerötete, schmerzhafte Stelle auf der Brust kann einen Milchstau, seltener eine beginnende Brustentzündung, anzeigen. Begeben Sie sich daher sofort in ärztliche Behandlung – vor allem dann, wenn Sie auch unter anderen Krankheitszeichen (Kopfweh, Fieber, Mattigkeit...) leiden. Brustentzündung und Milchstau sind kein Grund zum Abstillen, auch nicht, wenn Sie Antibiotika nehmen müssen!

Wann ist es Zeit zuzufüttern bzw. abzustillen?
Während der ersten sechs Monate ist es nicht notwendig, dem gestillten Kind auch andere Nahrung zuzufüttern. Idealerweise werden Babys auch während der allmählichen Einführung von Beikost weitergestillt. Wie lange Sie stillen, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Auch wenn es nur wenige Wochen sind, es lohnt sich auf jeden Fall!







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