Frühchen an die Brust
Das Brustnährungsset
Das Brustnährungsset ist keine Spezialcreme für ein pralles Dekolleté, wie Unwissende vielleicht vermuten würden, sondern ein perfider Trick um saugschwache Babys zum Saugen zu motivieren. Es besteht im Prinzip aus einer feinen Sonde die mit einem Becher abgepumpter Muttermilch verbunden ist.
Nun stellt man den Becher etwas erhöht neben sich hin, sodass, wenn das Baby saugt, die Milch von alleine aus dem Sondenende tropft. Dieses Sondenende mogelt man dem Baby nun über den Mundwinkel in den Mund während es versucht an der Brust zu saugen. Durch die Muttermilch, die in sein Mündchen tropft, fühlt sich der kleine Vampir in seinem Tun bestätigt und saugt weiter.
Das Brustnährungsset ist allerdings nur als Übergangslösung gedacht, bis die Kiefermuskulatur durch das regelmäßige Saugtraining kräftig genug ist, dass das Baby selbstständig von der Brust trinken kann. Dabei ist es sinnvoll das Kind durch spezielle Anlegetechniken weiter zu unterstützen. Brigitte Benkert beschreibt in ihrem Buch genau, wie man dem Baby das Saugen mit verschiedenen Griffen erleichtern kann.
Außer vielen hilfreichen Tipps finden sich im “Besonderen Stillbuch” aber auch zahlreiche Erlebnisberichte von Müttern mit kranken und frühgeborenen Babys und ihren Erfahrungen mit dem Stillen.
Aus diesen Geschichten geht deutlich hervor, dass der Weg zum positiven Stillerlebnis oft steinig und frustrierend ist, aber dass sich die Mühe letztendlich doch lohnt. Diese Erlebnisberichte können Eltern in einer ähnlichen Situation Mut machen, dass man es mit Geduld und professioneller Hilfe durchaus schaffen kann selbst vermeintlich hoffnungslose Fälle von den Vorzügen der mütterlichen Oberweite zu überzeugen.
Am Ende ist der Busen! Ziel der beschriebenen Bemühungen ist es, die Babys an die Quelle der Muttermilch zu bringen. Ob das Kind voll oder teilweise gestillt wird, steht dabei nicht so sehr im Vordergrund.
Ein positives “Stillleben” ist auf jeden Fall ein emotionaler Gewinn für Mutter und Kind. Außerdem entschädigt es vielleicht auch für einen schwierigen Start. Und wer jemals um vier in der Früh dem gleichmäßig rhythmischen Pff...Pff... der Milchpumpe gelauscht hat weiß, dass das nicht der Sinn der Sache sein kann.
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