Wenn Eltern zu viel Gutes wollen

In den ersten drei Lebensjahren lernt ein Kind so viel wie wohl nie wieder in seinem Leben. Grund genug für viele Eltern, ihre Kleinen so intensiv wie möglich zu fördern. Die Folge: eine Kindheit mit Bildungszielen und Lernprogramm, zu wenig Zeit zum freien Spielen.
Wer etwas darüber erfahren möchte, wie Kinder heute erzogen werden, der braucht nur Spielzeugkataloge zu studieren. „Mit diesen bunten Spielzeugen (sic) werden so ganz nebenbei Fingerfertigkeit, Geschicklichkeit, Koordination und Kreativität gefördert“, ist da zu lesen. „Sie lernen spielerisch Zahlen, Farben und erste Begriffe aus der Musik wie Tempo, Tonhöhe und Stil … dieses Bilder- und gleichzeitig Liederbuch sorgt für Babys erste Lernerfolge!“ Lernspaß ist das Schlagwort, mit dem heute buntes Holz- und Plastikzeug für Kinder ab dem Tag der Geburt verkauft wird.
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