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Schönheit von außen und innen

Schön trotz/mit Falten

Viele, die beim Anblick der ersten Krähenfüsse einen leichten Stich in der Magengegend verspüren, fragen sich dann: Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich früher sollen, damit das nicht..., muss ich jetzt umso intensiver oder ist ohnedies schon alles egal? Kann ich nachholen was ich versäumt habe?

Kosmetik ohne Tierversuche

EU-Richtlinien

Weltweit sterben jährlich etwa 150 Millionen Tiere bei Versuchen. Die Dunkelziffer ist jedoch weit höher, meint die Tierschutzorganisation Vier Pfoten.
Durch den Einsatz vieler Tierschutzorganisationen konnten bereits zahlreiche Firmen überzeugt werden, sinnlose Tierquälerei nicht mehr zu unterstützen, wie etwa der britische Kosmetikriese “The Body Shop”.

Diese Firmen haben sich bereit erklärt, nie wieder Tierversuche zu machen, in Auftrag zu geben oder Rohstoffe zu verwenden, die im Tierversuch getestet wurden.

Auf die Kosmetikindustrie kommen härtere Zeiten zu. Was in Lippenstift, Rouge und Haarshampoo enthalten ist, soll künftig für den Verbraucher noch deutlicher ersichtlich werden. So will es die Europäische Kommission.

Dem Leiden der Tiere soll ein Ende gesetzt werden: Ab 2013 dürfen EU-weit keine Tierversuche für Kosmetika mehr erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Alternativen gefunden werden, um die Sicherheit der Konsumenten nicht zu gefährden.

International könnte auf Tierversuche in der Kosmetik verzichtet werden. Es existieren 8.000 Inhaltsstoffe, bei denen keine Tierversuche erforderlich sind. Denn sie sind seit langer Zeit als für Menschen gut verträglich bekannt. Oder man bedient sich alternativer Testmethoden, wie Zell- statt Tierversuchen.

Bei einer im November 2001 vorgestellten Studie wurden Substanzen auf ihre Toxizität überprüft. Dabei wurde analysiert, ob chemische Stoffe wie Inhaltsstoffe von Sonnenschutz- und Arzneimitteln unter dem Einfluss von Licht schädliche Eigenschaften entwickeln. Zellkulturtests sagen phototoxische Reaktionen beim Menschen besser voraus als Tierversuche.

“Ohne Tierversuche” – Vorsicht ist geboten

Vorsicht sollte man beim Kauf von Produkten walten lassen, die die Aufschrift “ohne Tierversuche” oder “tierversuchsfrei” tragen. Diese Produkte können (müssen aber nicht) zwar selbst nicht im Tierversuch getestet worden sein, wohl aber die dafür notwendigen Rohstoffe.
So dürfen z.B. in Österreich (aber auch in Holland und Großbritannien) hergestellte Produkte nicht am Tier getestet werden. Leider sagt dies nichts über die Inhaltsstoffe aus.

Eine Alternative sind Naturkosmetika. Sie dürfen ausschließlich aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Naturstoffen hergestellt werden. Wissenschaftlich ist diese Alternative jedoch nicht eindeutig haltbar, denn viele Naturstoffe kommen in Haut und Haaren nicht vor und können sich daher wieder als unverträglich erweisen.

So etwa können Henna, Propolis oder Arnika Allergien hervorrufen. Naturstoffe sind darüber hinaus nicht von gleichbleibender Qualität, diese ist von Ernte zu Ernte verschieden. Auch verderben sie schneller und müssen mit Konservierungsmitteln versehen werden.

Die im Handel erhältlichen Produkte sind jedoch unbedenklich, dafür verbürgen sich die Hersteller. Doch auch diese Produkte sind mit Vorsicht zu genießen: Selbst wenn Naturkosmetika häufig nicht im Tierversuch getestet wurden, bedeutet Naturkosmetik (oder Bio) leider nicht immer “ohne Tierversuche”.





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