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HPV – Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Wieso kann man gegen Krebs impfen?

Krebs ist doch keine übertragbare Krankheit? Hier wird nicht direkt gegen Krebs geimpft, sondern gegen jene Virusstämme, die persistierende Infektionen des Gebärmutterhalses verursachen. Und diese können langfristig zu bösartigen Gewebeveränderungen führen.
Wer soll geimpft werden und wann?
Was sollen die Altersangaben zu den Impfstoffen?

Zuerst zu den Altersangaben: Sie beruhen darauf, dass der Impfstoff vor der Zulassung nur an Frauen bis 26 getestet wurde. Eine Impfung außerhalb des Zulassungsrahmens ist aber auf Wunsch und nach Aufklärung möglich. Da das HP-Virus durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, liegt es nahe, schon im Kindesalter zu impfen, damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommen kann. Die österreichische Krebshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs legen daher aufgrund der derzeitigen Datenlage eine flächendeckende Impfung aller Mädchen zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr nahe. In dieser Altersgruppe wird der höchste Antikörperspiegel erzielt.

Darüber hinaus empfiehlt man:

• die Impfung von Buben, auch um die generelle Verbreitung des Virus einzudämmen, sowie
• die Impfung von Mädchen bis zum 18. Lebensjahr und darüber hinaus die Impfung von Frauen bis zum 26. Lebensjahr. Nach derzeitigen Erkenntnissen profitieren Frauen zwischen 16 und 55 Jahren ebenfalls von einer Impfung, die auch in diesem Altersbereich als sicher gilt.

Was passiert, wenn geimpft wird, obwohl bereits eine HPV-Infektion besteht?

Die Impfung entfaltet ihre volle Wirksamkeit gegenüber den anderen Stämmen, kann aber die bestehende Infektion nicht heilen.

Wer soll nicht geimpft werden?

Schwangere – und zwar deshalb, weil die Impfstoffe nicht für Schwangere zugelassen sind. Eine weltweite Studie hat allerdings ergeben, dass kein negativer Effekt zu erwarten ist. Frauen mit Gebärmutterhalskrebs oder einer Vorstufe davon sollen keine HPV-Impfung verabreicht bekommen.

Wie hoch ist das Impfrisiko?

Gibt es unerwünschte Nebeneffekte? Bei einer Studie an 21.000 mit Gardasil geimpften Frauen zeigten sich nur Rötungen bzw. Schmerzen an der Einstichstelle. Fieber kann auftreten. Der Impfstoff ist „sicher” konzipiert, da nur „Virusartige Partikel" (VLPs = Virus-like Particles) verwendet werden. VLPs sind biotechnologisch hergestellte leere Virushüllen, die keinerlei genetisches Material der HP-Viren enthalten, sich daher nicht vermehren oder den Ausbruch einer HPVInfektion verursachen können. Die Hülle reicht aber aus, um das Immunsystem zu trainieren.







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Zu diesem Artikel gibt es 2 Kommentare

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witchal (06.08.2008 17:25 Uhr)
Wirklich informativ und ausführlich berichtet! Super!

Witti (13.08.2008 15:34 Uhr)
Erhält man sehr ausführliche Informationen!!!

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