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Schmerzen, nein danke
Was für den einen Genuss bedeutet, bereitet dem anderen oft höllische Schmerzen: Ein Cocktail mit viel Eis, ein heißer Punsch, leckeres Süßes, pikantes Saures – all das und vieles mehr kann für Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen ziemlich unangenehm sein. Und wenn diese bei solchen Köstlichkeiten das Gesicht vor Schmerz verzerren und verziehen, hat das nichts mit Wehleidigkeit zu tun: Die Nerven in den Zähnen sind besonders sensibel und die (voreiligen) Alarmsignale auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures können eine wahre Pein sein. Dass bei manchen Menschen die Zahnnerven auf Temperaturen, chemische und mechanische Reize besonders sensibel reagieren, kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten sind freiliegende Zahnhälse schuld. Normalerweise bedeckt und schützt Zahnfleisch den empfindlichen Bereich zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel. Chronische Entzündungen, aber auch falsche Zahnputztechnik können das Zahnfleisch in diesem Bereich schädigen. Es zieht sich zurück und dadurch werden Teile des Zahnbeins freigelegt. Diese sind mit winzigen, bis ins Zahnmark reichenden Kanälen durchzogen. Über diese Kanäle gelangen die mechanischen und chemischen Reize des heißen Punsches oder der süßen Torte direkt zum Nerv des Beißerchens – und das tut dann manchmal so weh, als ob ein Blitz in den Zahn eingeschlagen hätte.
10 bis 20 Prozent der Menschen haben diese Probleme. Bei dieser klassischen Form schmerzempfindlicher Zähne treten die Beschwerden bei entsprechenden Reizen fast immer und in ähnlicher Intensität auf. Weitere Ursachen schmerzempfindlicher Zähne können undichte Füllungen, schlecht sitzende Kronen oder beschädigter Zahnschmelz sein.
Auch hier verändern sich die Symptome im Laufe der Zeit kaum. Ein kariöser Zahn oder eine Zahnwurzelentzündung führen anfangs zu ähnlichen Symptomen, die sich aber bald verstärken. Plötzlich tritt Schmerzempfindlichkeit der Zähne als Folge von Zahnbehandlungen auf: Komposite-Füllungen, Abschleifen der Zähne oder Bleichen macht die Zähne manchmal empfindlich auf Heiß, Kalt, Süß und Sauer.
Schmerz, lass nach ...
Ignorieren sollte man schmerzempfindliche Zähne nicht. Erstens beeinträchtigen sie die Lebensqualität. Zweitens verleitet die Überempfindlichkeit zu schlampiger Mundhygiene, was Karies fördert und vor allem die Entzündung des Zahnfleisches weiter vorantreibt. Der Zahnarzt kann bei der Untersuchung genau feststellen, ob freiliegende Zahnhälse die Beschwerden auslösen oder andere Ursachen vorliegen. Auf einfache Weise lässt sich das auch zu Hause abtesten. Wenn Sie mit dem Fingernagel auf den Zahnhälsen schaben und das als unangenehm empfinden, dürften empfindliche Zähne das Problem zu sein. Wenn Sie mit einem Metallgegenstand an den Zahn klopfen und das schmerzt, könnte eher Karies und Wurzelreizung vorliegen.
Schmerzempfindliche Zähne lassen sich sehr gut behandeln.Der Zahnarzt kann mit speziellen Pasten die feinen Kanäle, die sogenannten Dentintubuli, über die die Reize an den Zahnnerv gelangen, verschließen. Dauerhafte Abhilfe schafft ein lichthärtender Kunststoff, ähnlich wie er bei einer Füllung verwendet wird. Damit lässt sich eine schützende Schicht am Zahn aufbringen. Laser wird ebenfalls schon erfolgreich zur Behandlung schmerzempfindlicher Zähne eingesetzt. In besonders schweren Fällen besteht die Möglichkeit, den Zahnhals mit vollkeramischen Inlays oder einer Krone zu schützen.
Sehr gut helfen bei schmerzempfindlichen Zähnen spezielle Zahncremen. Sie verschließen die Dentinkanälchen einfach beim Zähneputzen durch eine Kombination spezieller Salze und fördern damit zugleich die Remineralisierung der empfindlichen Beißerchen. Darüber hinaus wirken sie auch ganz normal reinigend und können deshalb zweimal täglich anstelle einer normalen Zahnpaste angewendet werden. Ein neues Produkt (SENSODYNE® RAPID) bietet darüber hinaus Sofortschutz.
Sanftes Einmassieren einer erbsengroßen Menge mit der Fingerspitze direkt am schmerzempfindlichen Zahn lindert – das bestätigten klinische Testsumgehend die Schmerzempfindlichkeit.
Putzen mit Methode
Und natürlich sollte das häufigste Grundproblem empfindlicher Zähne – freigelegteZahnhälse als Folge von Parodontitis – ebenfalls behandelt werden. Erster Schritt ist eine gründliche Untersuchung durch den Zahnarzt und die Entfernung von Zahnbelägen bei einer Mundhygienesitzung.Danach steht zweimal täglich zu Hause sorgfältige Mundhygiene nach Anweisung des Zahnarztes am Programm.
Denn auch Zähneputzen will gelernt sein …
Mitreden:
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An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch, machte Dr.Schreckenbach auf dem Dorn-Kongress aufmerksam. Auch Dr. Schmitter zeigt in seinem Buch "Schmerz, nein danke!" die Zusammenhänge zwischen Zähnen und Wirbelsäule auf. Auf manche Zahnprobleme bekommt man nämlich sher gut über die Behandlung der Wirbelsäule Einfluss - und umgekehrt. Wenn wir den Zahn immer nur von außen anschauen, sind wir am Ende einer langen Eiunflusskette. Die wichtigen Einmflussmöglichkeiten beginnen viel früher. Schon mit der Ernährung. Auch schon im Geiste - da wäre es hilfreich sich z.B. die Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué genauer anzuschauen.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe





