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Nagelschneiden erst ab dem vierten Monat


Um eine Entzündung des Nagelbettes zu vermeiden, sollten Sie in den ersten Monaten auf das Kürzen der Finger- und Fußnägel verzichten.





Die kleinen Finger Ihres Babys wirken so unglaublich filigran und bleiben das auch erst mal eine geraume Zeit. Sie werden in den ersten Wochen beobachten können, wie die winzigen Fingernägelchen Stückchen für Stückchen wachsen. Jetzt gilt es, Geduld zu haben. Denn erst ab Beginn des vierten Lebensmonats dürfen Sie daran denken, die Spezialschere in die Hand zu nehmen und die Nägelchen zu kürzen. Die Nägel sind zuvor weich genug, sodass sich das Baby damit nicht ernsthaft kratzen oder verletzten kann. Und ein zu frühes Kürzen kann zu einer schmerzhaften Entzündung des Nagelbettes führen.

Ein weiterer Vorteil des Wartens ist auch die zunehmende Routine, die Sie im Umgang und bei der Pflege Ihres Kindes gewinnen. Auch das Wickeln, das Füttern, das Baden können gerade beim ersten Baby anfangs eine ziemliche Verunsicherung hervorrufen. Es ist nur natürlich, dass Sie ängstlich sind und auf gar keinen Fall etwas bei diesem süßen Wesen verkehrt machen wollen.


Spezialschere fürs Baby
Wenn Sie einige Punkte beachten, dann klappt auch das Nägelschneiden Ihres Kindes nach kürzester Zeit wie von selbst. Wichtig ist zunächst die richtige Ausrüstung. Sie können entweder den klassischen Nagelknipser verwenden oder Sie kaufen eine spezielle Baby-Nagelschere. Die hat den Vorteil, dass sie abgerundet ist und keine Spitzen besitzt. Somit ist die Verletzungsgefahr fürs Baby auf ein absolutes Minimum reduziert. Da die Nägel Ihres Kindes ja nachwievor weich sind, reicht es aus, wenn Sie sie schneiden. Achten Sie darauf, dass Sie erstens nur den Teil abschneiden, der über die Fingerkuppe hinausragt, und zweitens, dass der Schnitt quasi die Kurve der Fingerkuppe kopiert.

Wichtig: Lassen Sie keine Kanten stehen lassen. Das klappt in der Regel ganz gut. Bei den Zehennägeln – die im übrigen langsamer wachsen als die Fingernägel – führen Sie immer einen geraden Schnitt aus, damit die Nägel nicht einwachsen können. Und so brauchen Sie keine Nagelfeile. Auf die sollten Sie nämlich generell bei Babys (und Kleinkindern) verzichten. Denn die Gefahr, dass Sie damit die zarte Haut reizen oder sogar verletzen – die Haut ist noch deutlich dünner als beim Erwachsenen – besteht dabei immer.


Nagelbett schonen
Säuglinge kommen ja bereits mit Finger- und Zehennägeln auf die Welt. Daher kann es passieren, dass sie bereits in den ersten Wochen ordentlich an Länge zulegen. Falls Sie trotz der oben angeratenen Wartezeit die Nägel kürzen möchten, dann seien Sie vorsichtig. Eine Methode hat sich besonders bewährt: Gerade in den ersten Wochen sind die Nägel noch so weich, dass Sie sie mit Ihren Fingernägeln durchtrennen können. Gehen Sie auf jeden Fall sanft vor und achten Sie darauf, dass Sie einen Sicherheitsabstand zum Nagelbett einhalten. Das ist allerdings schwierig, wenn Ihr Kind wach ist und nicht absolut ruhig daliegt.

Deshalb – wie übrigens auch das spätere Nägelschneiden – sollten Sie sich um Babys Mani- und Pediküre kümmern, während Ihr Kleines im Reich der Träume schlummert. Sowohl für das Kind als auch für Sie mindert das den Stresspegel gewaltig. Schließlich können Sie sich wirklich auf das Kürzen der Nägel konzentrieren und müssen nicht noch erhebliche Aufmerksamkeit auf das Festhalten von Händen und Füßen verwenden. Auch das Drumherum sollte optimal sein: Dort, wo Sie die Nägel schneiden, sollte eine möglichst gute Beleuchtung vorhanden sein. Für die Schere sollten Sie eine Ablagemöglichkeit in Reichweite haben. Und für die abgeschnittenen Nagelreste legen Sie ein Papiertaschentuch oder ähnliches bereit. Sollte Ihr Kind wach sein, wenn Sie ihm die Nägel schneiden, dann halten Sie die jeweilige Hand gut fest: Legen Sie sie auf Ihre Handinnenseite und fixieren Sie den jeweiligen Finger, an dem der Nagel gekürzt werden soll, mit Ihrem Daumen. Besser noch ist es, wenn Ihr Partner Sie zumindest bei ersten Malen unterstützt.

Text: Mag. Celina Thimm
Bild:Ilya Andriyanav/Shutterstock.com







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