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9. Monat: Vorbereiten auf die Geburt

9. Monat: Vorbereiten auf die Geburt

Ihr Körper verändert sich noch einmal, eventuell treten erste Milchtröpfchen aus Ihrer Brust aus. Ihr Baby nimmt nun seine Geburtsposition ein.
Langsam aber sicher kommt das Ziel in Sicht: der errechnete Geburtstermin. Der  stimmt  zwar  nur  in  einem  Bruchteil  der  Fälle. Aber  er  ist  immerhin  ein guter  Anhaltspunkt. Ihr  Körper  „weiß“, dass die Entbindung näher rückt;  Sie können weitere Veränderungen beobachten. Dazu gehört beispielsweise die Brust. Die Aktivierung der Milchdrüsen erfolgt nun. Es kann in der Folge zum Austritt  erster Milchtröpfchen, dem Kolostrum, kommen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, mit dem Ihr Organismus sich auf das Stillen nach der Geburt vorbereitet. Nicht nur die Hormone  sollten Sie  auf die Entbindung  und die Zeit danach vorbereiten.  Sie  selbst  sollten  ganz  bewusst  dafür trainieren.Denn  sowohl die Geburt als auch die erste  Zeit mit Ihrem  kleinen  Sonnenschein  wird kräfteraubend. Mit einem Fitnessplan können Sie sich ideal für das Anstehende präparieren. Natürlich  läuft  alles  in gemächlichem, Babybauch-angepasstem  Tempo  ab. Tägliche  Spaziergänge  und  Schwangerschaftsgymnastik in  Kombination mit Entspannungsübungen  sind ideal. Freilich ist  alles mit Ihrem  Arzt abgestimmt. Denn dessen Ok ist die Grundvoraussetzung. Weiters  ist  das  vorsorgliche  Behandeln  des Dammes wirklich  ratsam: Mit einer Massage  können  Sie  nämlich  einen  Riss  auf  ein Minimum  reduzieren oder sogar ganz verhindern. Der Damm, also der Bereich zwischen Scheide und Anus, wird dabei mit einem milden Öl eingerieben. Eine  sanfte  Massage  der  Schultern tut Ihnen auch gut. 

Nehmen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner hierfür Zeit! Grundsätzlich sollten Sie in dieser Zeit  vieles  gemeinsam  machen  und  erleben  – von  der Besichtigung  und  der  Wahl des Spitals bis hin zu den Einkäufen fürs Baby . Aber auch  Gespräche sind äußerst wichtig! Für beide ! Denn genauso wie Sie wird Ihr Partner  sich viele, viele Gedanken um Ihre gemeinsame Zukunft mit dem kleinen Schatz machen. Auch für ihn  – gerade beim ersten Baby – wird es eine Zeit voller Veränderungen. Das kann Angst machen. Sie sind also mit Ihren Gefühlen und Bedenken nicht alleine. Im gemeinsamen  Gespräch können Sie sich gegenseitig beistehen. Ausgesprochene Gedanken machen oft schon viel weniger Angst. Und gerade für Männer ist es oft schwieriger mit solchen Emotionen umzugehen. Außerdem  kann  sich Ihr Partner so viel besser an die zukünftige  Rolle  als Papi gewöhnen und sich nach und nach hineinfinden. Denn ab der Geburt ist er in Sachen Baby genauso gefragt wie Sie. Wickeln, Baden,  Anziehen  und vieles mehr will dann geteilt sein. Unter Umständen muss Ihr Partner auch zeitweise die Hauptlast tragen. Etwa, wenn die Geburt mit größeren Verletzungen einhergegangen ist und Sie sich schonen  müssen. Oder aber, wenn Sie den Babyblues bekommen, wie eine pränatale Depression auch genannt wird.

Baby macht Kopfstand
Nicht nur Ihr Körper bereitet sich auf die Geburt vor. Das ungeborene Leben in Ihrem Bauch ändert in diesen Wochen  seine Position. Typisch  und  normal ist,  wenn  das  Köpfchen nach unten zeigt. Denn so kann es am einfachsten durch Ihr Becken und den Geburtskanal kommen. Problematisch  kann  es  bei  der  zweiten  Variante,  der Becken-Steiß-Lage, werden. Dabei ist das  Kind aufrecht in Ihrem Bauch und  sein Gesäß ist dort, wo  eigentlich  das  Köpfchen  sein  sollte.  Bei  der  Geburt  kann  es  dann  unter Umständen zu einer Unterversorgung  mit Sauerstoff kommen, weil der Kopf als letztes aus Ihrem Bauch kommt. Die Lage des Kleinen wird von Ihrem Arzt überprüft. Gegebenenfalls wird von außen  versucht, das Baby zu drehen. Eine Alternative dazu ist der geplante Kaiserschnitt,  der  auch  bei  sehr  großen  Kindern  angeraten ist. Schließlich geht es um das Wohl des Kleinen – aber auch um Ihre Gesundheit! Unproblematisch  dürfte  die demnächst anstehende  Geburt  werden,  wenn sich Ihr Kind an die üblichen Werte für diesen neunten  Monat hält.

Beim Gewicht legt der Spatz von rund 1800 Gramm  auf  2700 Gramm  zu. Knapp fünf Zentimeter wächst Ihr Baby und  misst am Ende des Monats etwas mehr als 47 Zentimeter vom Köpfchen bis zu den Füßchen. Dieses fürs Leben notwendige Wachstum hindert das Kleine aber nun daran, seine zuvor üblichen täglichen Turnübungen mit Salto und Drehungen weiter durchzuführen.Das Ungeborene ist einfach zu groß geworden. Es nimmt daher auch die typische vorgeburtliche Hockposition ein. Grundsätzlich ist ein Kind, das nun das Licht der Welt erblickt, lebensfähig und hat gute Chancen, ohne dauerhafte  Schäden zu bleiben. Gleichwohl ist natürlich jeder Tag in Ihrem Bauch ein Gewinn. Eventuell  müsste  ein  Baby noch beatmet werden, denn diese lebenslange Arbeit kann die Lunge erst ab etwa Mitte des neunten Schwangerschaftsmonats verrichten.

Text: Mag. Lisa Drost
Foto: Gelpi JM/ mborgali/ Shutterstock.com




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