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Mobil mit Baby


Frau mit Baby im Tragetuch


Außerdem nimmt es mehr von seiner Umgebung wahr und erhält dadurch auch noch ohne großes Zutun vermehrte Entwicklungsanreize für sein Gehirn.
Allerdings sollte man auch einige wichtige Maßregeln beachten, bevor man sein Kindlein umschnallt und sich in den Trubel stürzt.

Der Tragesack

Zu beachten ist in erster Linie die korrekte Körperhaltung des Babys im Tragetuch oder in einer anderen Tragehilfe. Korrektes Tragen kann sich sogar positiv auf eine eventuelle Veranlagung des Säuglings zu einer sogenannten Hüftdysplasie (wird auch als Hüftgelenksluxation bezeichnet - zu steil stehende Hüftgelenkspfanne) auswirken.
Manche Eltern befürchten Wirbelsäulenschäden durch zu häufiges Tragen auszulösen. Doch auch hier haben Untersuchungen gezeigt, dass selbst bei Kindern, die vier bis zehn Stunden in Tragehilfen befördert werden, Wirbelsäulenauffälligkeiten nicht häufiger auftreten!

Für alle von Schreianfällen ihrer Sprösslinge geplagten Eltern besonders interessant ist das Ergebnis einer Studie kanadischer Kinderärzte, welche ergab, dass getragene Kinder weitaus weniger schreien als nicht so oft Getragene. Vor allem die nachmittäglichen Schreiattacken reduzierten sich bei getragenen Kleinkindern um etwa 40%.

Worauf man beim Kauf von Tragesäcken, Tragebeuteln und Kängurutragen unbedingt achten sollte:

Die Beinhalterung sollte so gearbeitet sein, dass das Baby die Beinchen mindestens bis zu einem rechten Winkel angehockt halten kann – diese Hockstellung muss durch die Tragehilfe auch wirklich unterstützt werden.
Der Rückenteil des Tragebeutels sollte das Kind eng umschließen und so stützen, dass es aufrecht im Tragebeutel sitzt. Er muss über das Köpfchen hinausragen, auch seitlich stabilisieren und am Kopf ebenfalls eng anliegen, damit dieser nicht nach hinten oder auf die Seite fallen kann.
Der Sack oder Beutel sollte auch zum Mitwachsen geeignet sein - das heißt gut verstellbar, damit er leicht dem jeweiligen Alter des Kindes angepasst werden kann.
Worauf man beim Kauf einer Rückentrage achten sollte:
Für Kinder, die noch nicht sicher sitzen können, sind sie ungeeignet, also frühestens ab dem 8. Lebensmonat einsetzbar.
Zusätzlich zu einer guten Rückenstütze des Kindes, die wenn möglich auch den Kopf mit einschließt, sollte die Trage auch über Schultergurte verfügen, damit das Kind beim Schlafen noch besser geschützt wird und auch nicht so einfach aussteigen kann
Eine ausreichend gepolsterte Sitzfläche bringt zusätzlich mehr Bequemlichkeit für den Nachwuchs – wichtig ist auch, dass sein Gewicht beim Sitzen nicht hauptsächlich auf den Steg zwischen den Beinchen – also seinen Schrittbereich – gelagert ist.
Die Beinchen müssen genügend Bewegungsfreiheit haben.
Wichtig für die schleppenden Eltern: Neben Schultergurten sollte die Trage auch mit einem gut gepolsterten Hüftgurt ausgestattet sein, um das Gewicht des Kindes auf Schultern und Hüfte zu verteilen.

Worauf man beim Kauf eines Tragetuchs achten sollte

Hier sind die Möglichkeiten das Kind zu befördern weitaus vielfältiger als mit Tragebeuteln. Man kann das Kind liegend, seitlich, vorne, aber auch auf dem Rücken transportieren.
Auf die Qualität des Tragetuches ist besonderer Wert zu legen:
Gute Tücher zeichnen sich dadurch aus, dass der Stoff weder zu glatt noch zu rau ist, da sonst entweder der Knoten leicht verrutschen oder aber nur schwer nachgezogen werden kann.

Es gibt verschiedene Bindetechniken – beim Kauf eines Tragetuches liegen immer Beschreibungen der verschiedensten Variationen bei, besonders beliebt vor allem für den Transport von Säuglingen ist die Liegeposition (Wiege) – bei einer eventuellen Hüftluxation ist allerdings die aufrechte Haltung des Babys zu bevorzugen.

Bindeanleitung für die Wiegeposition:
Man benötigt dazu ein etwa 3 m langes Tuch. Breiten Sie das Tuch quer über Ihren Schoß aus und legen Sie Ihr Baby in Längsrichtung des Tuches darauf.

Heben Sie das Köpfchen und die Schultern des Babys mitsamt dem Tuch etwas an.
Das Tuchende, in dessen Richtung das Köpfchen liegt, zieht nun ein Helfer über Ihre Schulter.
Das zweite Tuchende wird nun unter Ihrem anderen Arm hindurch nach hinten gezogen.
Auf dem Rücken werden die Enden mithilfe eines Kreuzknotens verbunden.
Bevor der Knoten endgültig fest zusammengezogen wird, sind die einzelnen Stofffalten nun noch so nachzuziehen, dass das Kind möglichst gleichmäßig und fest vom Tuch umschlossen wird.
Ziehen Sie dann die eine oben liegende Tuchkante über die Schulter herunter.
Wichtig ist auch, dass das Tuch nicht zu eng am Gesichtchen des Kindes anliegt, damit es genügend Luft bekommen kann.


Selbst im Winter ist der “Tragling” am besten an Mamas oder Papas Brust aufgehoben. Hier macht sich ein weiter Mantel oder eine Jacke aus der Schwangerschaftszeit bezahlt, unter der auch Baby Platz hat. Allerdings ist die aufrechte Tragehaltung einer Wiegestellung des Babys vorzuziehen, da es sonst Luftprobleme für den Sprössling geben könnte. Das Baby sollte nicht auch noch zusätzlich zu dick angezogen werden, da man es mit seiner Körperwärme ohnehin ausreichend wärmt.


Kinderwagen und Autositz

Besonders beliebt sind die Kombi-Kinderwagen. Diese sind zwar meist teuer in ihrer Anschaffung, dafür kommt man auch mit einem Modell jahrelang über die Runden. Sie vereinen Tragetasche, Sportwagen und Kinderwagen und können somit mit dem Kind “mitwachsen”.
Viele Eltern wollen sich den geschlossenen Kinderwagen ersparen und von Anfang an einen preiswerteren Buggy benützen. Davon ist allerdings absolut abzuraten. Buggys bieten zuwenig Halt und Wetterschutz, außerdem verfügen sie über eine zu schwache Federung und belasten so Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur.

Tipps für den Kauf eines Kinderwagens:
Der tollste Kinderwagen hilft nichts, wenn erst die Rückbank aus dem Miniauto entfernt werden muss, damit Babys Gefährt Platz findet.

Die Schiebestange sollte höhenverstellbar sein, um Mamis oder Papis Wirbelsäule auch zu schonen und wenn möglich schwenkbar, damit das Kind entweder in das Antlitz seines Fahrers blicken oder mehr auf die Umwelt konzentriert schauen kann.

Eine gute Federung und Stabilität sind auch von großem Nutzen – der Wagen sollte nicht gleich bei einer größeren Belastung zusammenklappen.
Die Liegefläche, mit einer dicken, festen Matratze ausgerüstet, sollte vor allem dem Sprössling auch genügend Bewegungsfreiheit bieten.

Es ist gar nicht so einfach unter dem mittlerweile großem Angebot an Kindersitzen das beste Modell zu wählen. Viele Autohersteller bieten beim Kauf eines neuen Wagens auch schon einen integrierten Sitz mit an, doch das muss nicht immer die beste Lösung sein.

Die Zeitschrift “Konsument” hat sich vor einiger Zeit dieses Themas angenommen und einen Crashtest durchgeführt, bei dem dabei zahlreiche Mängel an den verschiedenen Modellen festgestellt wurden. Bei einem seitlichen Aufprall beispielsweise schneiden herkömmliche Kindersitze weitaus schlechter ab als bei Frontalaufprallen, da die meisten Kindersitze über keine ausreichende Seitenführung verfügen, was vor allem für den Kopf fatale Auswirkungen haben kann.

Tipps für den Kauf eines Autokindersitzes

Vor dem Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, das Modell unbedingt im eigenen Auto auszuprobieren und auch das Kind probesitzen zu lassen. Wichtig bei der Auswahl ist es einen auf die Gewichts- und Altersklasse des Kindes angepassten Sitz zu kaufen.
Kleinkinder ( bis zu 15 Monate) sollte man nicht in Fahrtrichtung transportieren, sondern wenn möglich in Sitzschalen entgegen der Fahrtrichtung (Reboard Sitze).

Statt Gruppe 0 am besten gleich einen Sitz der Gruppe 0+ wählen, diese sind für ein Gewicht von bis zu 13 kg bestimmt. Säuglinge scheinen zwar in diesen noch zu verschwinden, aber hierbei können sogenannte “Nester” (aus Schaumgummi) Abhilfe schaffen, die die Kleinstkinder umschließen und ihnen Halt bieten.

Als besonders praktisch erweist sich ein verstellbarer Tragegriff, manche Sitzschalen lassen sich zu Wiegen umbauen, welche man bequem auch zu Hause aufstellen kann. Allerdings ist hier eher Vorsicht geboten, denn von Orthopäden wird davon abgeraten, die Kinder außerhalb des Autos allzu lange in diesen Schalen zu “verwahren”.

Modelle, deren Beschreibungen versprechen, sowohl für den Transport eines Säuglings als auch für einen 12-Jährigen geeignet zu sein, am besten gleich vergessen – so verlockend es klingen mag, aber sie können nie optimal für eine bestimmte Größe oder Gewicht ausgerichtet sein.


Fotos: oksix/Shutterstock.com





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