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Liebes Expertenteam, meine Tochter ist nun 5 Wochen alt und wir haben große Probleme beim Stillen. Im Krankenhaus hat uns wegen Überfüllung niemand das Stillen gezeigt und ich habe es alleine versucht. Dabei habe ich sie so lange saugen lassen wie sie wollte, was laut meiner Hebamme der erste Fehler war. Auch hatte sie zu wenig Brust im Mund. Ich war also ziemlich schnell sehr wund. Wir haben uns davon nicht aufhalten lassen und es immer weiter versucht. Ich habe mir natürlich zeigen lassen wie es richtig geht, aber die Kleine saugt immer noch nur an der Warze. Wenn ich ihr mehr in den Mund stecke ruckt und zieht sie so lange bis sie es wieder raus hat. WENN sie mal ruhig trinkt, dann sind die Spitzen hinterher erstmal weiß und verfärben sich später blau. Ich pumpe mittlerweile fast nur noch ab, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushalte, aber ich habe das Gefühl, dass es immer schwieriger wird den Milchflußreflex auszulösen. Außerdem würde ich sie so gerne richtig stillen. Kann man überhaupt auf lange Sicht sein Kind nur durch abpumpen versorgen? Vielen Dank!

Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Team La Leche Liga

Es ist schon möglich, das Kind auch nur mit abgepumpter Muttermilch zu versorgen. Denn auch beim Abpumpen wird die Milchproduktion angeregt, wobei auch hier gilt: öfteres Abpumpen mit Seitenwechseln ist effektiver als längeres Abpumpen mit einer größeren Pause. Es ist nicht immer leicht, den Milchspendereflex auszulösen, denn Stress oder Unsicherheit können den Milchfluss beeinträchtigen. Ein warmer Wickel, Enspannungsübungen oder etwas Massage sind oft sehr hilfreich. Doch möchte ich dir auch gerne Mut machen, dein Baby zu stillen! Das Beste ist sicherlich, wenn du eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe aufsuchst. Die Stillberaterin kann dir dann beim Anlegen behilflich sein und auch deinem Baby helfen, richtig zu saugen. Die Kontaktadressen findest du unter: www.lalecheliga.at. Vielleicht ist auch eine Stillambulanz in deiner Nähe! Das richtige Anlegen und auch das Saugen muss manchmal erst gelernt werden und bedarf viel Geduld!. Mache es dir beim Stillen recht bequem und stütze deinen Arm ab. Versuche nicht deine Brust in dein Baby zu stecken, sondern ziehe dein Baby zu dir heran. Kitzel seine Lippen mit der Brust und wenn der Mund weit offen ist, ziehe es zu dir. Lobe deine Kleine auch immer wieder, wenn sie es richtig macht. Sie darf aber nur saugen, wenn die Brustwarze weit drinnen ist. Probier auch verschiedene Stillpositionen aus. Zum Beispiel beim Rückengriff kannst du dein Baby gut beim Saugen unterstützen. Hier liegt das Baby neben dir und du hältst seinen Kopf, sein Rücken liegt auf deinem Unterarm. Hier ist es besonders wichtig, mit Pölster oder einem Stillkissen abzustützen! Sind deine Brustwarzen nach dem Stillen trotzdem weiß, könnte es sich auch um einen Gefäßkrampf handeln. Hierbei hat sich eine Magnesiumgabe bewährt. Überprüfe auch, ob dein Baby vielleicht ein verkürztes Zungenbändchen hat, das es daran hindert, die Brust gut zu nehmen. Du brauchst nur beim Stillen die Unterlippe etwas nach unten schieben. Ist die Zunge deines Babys über Zahnleiste, passt es. ISt die Zunge aber nicht so weit draußen, oder hat dein Baby eine herzförmige Zunge, kann das ein Hinweis für ein verkürztes Zungenbändchen sein. Du solltest dann mit deinem Kinderarzt Kontakt aufnehmen. Ich wünsche euch alles Gute!

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