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Obere Schneidezähne

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Problemstellung: Obere Schneidezähne

Hallo, ich stille meine Tochter inzwischen knapp 1,5 Jahre, hauptsächlich nachts und gelegentlich unter Tags. Seit drei Monaten sind ihre oberen Schneidezähne da. Seit dem tut das Stillen wirklich sehr weh. An der Brustwarze, besser gesagt am Warzenvorhof, habe ich kleine Wunden, die von den oberen Zähnchen kommen. Besonders in der zweiten Zyklushäfte, wenn meine Brustwarzen ohnehin empfindlich sind, ist das Stillen sehr schmerzhaft. Da ziehe ich dann auch Abstillen in Erwägung. Daher habe ich folgende Fragen: 1- Kann ich irgendetwas tun, dass die Zähne nicht mehr meine Brustwarzen so traktieren bzw. dass die Schmerzen erträglicher sind? 2- Wenn ich doch abstille, möchte ich das medikamentös machen, weil ich viel Milch produziere. Was halten Sie vom medikamentösen Abstillen? Es soll ja heftige Nebenwirkungen haben. 3- meine Tochter akzeptiert keine andere Milch, weder Pulver- noch Kuhmilch, auch nicht mit irgendeiner Geschmacksrichtung. Was kann ich tun, damit sie ausreichend mit Kalzium und anderen Nährstoffen versorgt ist? Das ist übrigens meine grö$te Sorge. Und meine grö$te Stillmotivation - ist ja so praktisch. Vielen Dank für Ihre Antwort, Tina

Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Team La Leche Liga

Liebe Tina, Stillen soll beiden Freude machen und deine Kleine ist auch schon alt genug, dass du gewisse Vereinbarungen mit ihr treffen kannst. Achte beim Stillen auf eine sehr gute Anlegetechnik. Die Kleine muss ihren Mund wirklich weit aufmachen und viel vom Warzenvorhof im Mund haben. Dann sollten auch die Zähne nicht stören, da sie ja mit der Zunge die Brust sozusagen melkt und nicht zubeißen darf. Probier auch verschiedende Stillhaltungen aus. Oft klappt es besser, wenn ein größeres Stillkind im Sitzen trinkt. Passt es aber nicht und schmerzt, löse sie von der Brust und probiere es von Neuem. Sag es auch deiner Tochter, dass sie nicht beißen darf, sonst gibt es eben keinen Busen! Möchtest du aber abstillen, würde ich dir auf jeden Fall zu einer natürlichen Form raten. Das heißt durch das Reduzieren der Stillhäufigkeit, wird die Milchbildung seltener angeregt und die Milchmenge geht zurück. Vereinbare mit deiner Tochter, dass nur noch zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten gestillt wird. Schrittweise werden so die Stillmahlzeiten seltener und auch die Milch weniger. Zur Unterstützung kannst du aber auch Salbeitee trinken, der die Milchbildung zurückgehen lässt. Es ist nicht notwendig, auf eine Folgemilch umzusteigen oder eine Kuhmilch anzubieten. Mit einer abwechslungsreichen Kost aus Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch und auch Milchprodukten, wie Joghurt, Topfen, Rahm und Butter ist deine Kleine sicherlich gut mit allen Nährstoffen versorgt. Auch wenn du noch ein wenig weiterstillst, ist jeder Tropfen Muttermilch wertvoll! Alles Gute!

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