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Beikost

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Problemstellung: Beikost

Hallo Expertenteam, als unser Sohn 6 Monate alt war, habe ich mit Beikost angefangen, bzw. es versucht, denn bis jetzt mag er Brei nicht egal, ob GlĂ€schen oder Selbgekochtest. Er möchte lieber wie bisher gestillt werden. Ich dachte vielleicht Ă€ndert sich das nach ein paar Wochen, aber mittlerweile ist unser Kleiner jetzt 8 Monate alt und bis auf 3-4 Löffelchen (und das ist schon viel) isst er immer noch nicht mehr. Ich habe Obstbreie versucht, diverse GemĂŒsebreie, Bananenbrei fand er scheusslich...Griessbreie möchte ich noch nicht fĂŒttern, da er AllergiegefĂ€hrdet ist.... .Ist er vielleicht einfach noch nicht so weit? Aber ich habe gehört, dass man spĂ€testens ab dem 7. Monat mit Beikost anfangen soll, da die Eisenreserven des Babys erschöpft seien. Ich stille gerne, mir macht das nichts aus, aber ich werde stĂ€ndig von anderen Leuten gefragt, warum ich ihm nichts "vernĂŒnftiges" geben wĂŒrde...

Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Team La Leche Liga

Babys sind sehr verschieden, so auch ihre Vorlieben beim Essen. Die einen lieben Breie, doch andere essen gerne von Anfang selbstĂ€ndig kleine gekochte GemĂŒsestĂŒckchen. Gerade Stillkinder sind da oft kleine Persönlichkeiten, die selbstĂ€ndiges Essen bevorzugen. Lass deinem Kleinen einfach Zeit, sich an das Essen zu gewöhnen und langsam am Familientisch teilhaben. Essen ist ein lust- und freudvolles Erlebnis, das noch besser in Gesellschaft schmeckt. FĂŒtter dein Baby nicht alleine, sondern biete ihm immer wieder etwas beim gemeinsamen Essen an. Auch wenn du mit ihm alleine bist, so richte auch dir etwas zu essen. Bestimmt wird dein Baby neugierig werden und möchte auch probieren. Kleine gekochte GemĂŒsestĂŒckchen kann es schon alleine mit den Fingern nehmen. Karotten, Kartoffeln, Pastinaken, Zucchini oder KĂŒrbis eignen sich da gut. Auch das Obst ist anfangs in gedĂŒnsteter Form besser , z.B. auch Kompott - ohne Zucker. Schmeckt es ihm dann schon, kann er auch Getreidebrei ohne Milch probieren. Getreideflocken können auch mit Wasser und etwas Butter zubereitet werden und mit Obstbrei verfeinert werden. Auch wenn dein Sohn nur wenige Löffel isst, so bekommt er doch etwas und lernt so langsam die feste Nahrung kennen. Biete ihm nicht zu schnell Verschiedenes an, sondern fĂŒhre jede Woche immer nur ein neues Lebensmittel ein. So kannst du eventuelle UnvertrĂ€glichkeiten oder Reaktionen besser zuordnen. Die Verdauung deines Kleinen muss sich auch erst an die neue Form der Nahrung gewöhnen. Es ist richtig, dass Muttermilch nur wenig Eisen enthĂ€lt, dafĂŒr wird dieses vom Körper optimal aufgenommen. Die erste feste Nahrung sollte auch nur ein erstes Kennenlernen sein und noch nicht eine Muttermilchmahlzeit ersetzen. Du kannst deinem Baby daher ruhig seine Zeit lassen und musst es nicht zum Essen drĂ€ngen. Genießt eure gemeinsame Stillzeit! Alles Gute!

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