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zufüttern und stillen

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Problemstellung: zufüttern und stillen

mein sohn ist jetzt 10 Monate alt.das zufüttern war ein großes problem. er hat bis zum ende des 8. monats jegliche löffelkost verweigert. ab dem zeitpunkt nahm er jediglich einen speziellen brei zu sich. keinen anderen brei oder gemüse oder obst...fleisch...nimmt er. genauso verweigert er die flasche. daher gebe ich ihm derzeit nur brei- auch den nimmt er derzeit 2- 3x/Tag nur mit ablenkung.( ich mische karotten zu mittag, apfel am abend hinein). am tag stille ich ihn nur zum niederlegen. In der nacht trinkt er alle 2 Stunden. oft schläft er dann gar nicht mehr ein- ich bin dann 1-2-3Stunden wach, weil er ständig saugen will. ich bin sehr müde am tag, kann meine kinder gar nicht mehr richtig genießen. bitte geben sie mir tipps mfg

Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Team La Leche Liga

Das Zufüttern nach Plan verläuft oft nicht so wie gewünscht oder erhofft, da jedes Kind verschieden ist und sich in seinem eigenen Tempo entwickelt. Dein Baby hat offenbar noch ein großes Saugbedürfnis und genießt das Stillen sehr. Es ist okay, wenn dein Sohn nicht aus der Flasche trinken mag, denn jeder Saugaufsatz fühlt sich anders an als die Brust und wird oft von Stillkindern abgelehnt. Du kannst deinem Sohn Wasser oder Tee auch in einem Becher anbieten. Stillst du ihn noch weiter, ist es auch nicht notwendig jetzt noch auf eine Flaschenmilchnahrung umzusteigen. Muttermilch verliert keineswegs an Qualität, sondern passt sich den Bedürfnissen des Babys an. So steigt auch der Immunglobulingehalt wieder an, um das Krabbelkind besonders gut vor Krankheitserregern zu schützen! Du kannst deinem Baby ruhig vertrauen und zutrauen, dass es weiß, wieviel es braucht. Biete deinem Baby beim Essen am Familientisch immer wieder etwas an, aber lasse es selbst entscheiden wieviel es davon essen mag. Manche Stillkinder bevorzugen auch die Fingerkost, da sie selbständig das Essen ausprobieren und be-greifen können. Kleine gekochte Gemüsestückchen sind da gut geeignet, wie z.B. Kartoffel, Karotte, Kohlrabi, Zucchini oder auch Nudeln. Versuche dein Baby beim Essen nicht abzulenken oder zu Mehr zu überreden. Das gemeinsame Essen am Familientisch ist Anregung genug. Oft verweigert ein Baby das Essen, weil es sich dazu gedrängt fühlt. Beim Stillen darf das Kind selbst bestimmen, wieviel und wie schnell es trinkt. Auch beim Essen möchte es selbst bestimmen können. Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, dein Baby untertags mehr zu stillen und eventuell zum Einschlafen mit dem Kleinen draußen spazieren zu gehen. Manchmal klappt es auch, dass die Kinder, wenn sie untertags nach ihrem Bedarf gestillt werden, in der Nacht nicht so oft kommen. Doch ist das nächtliche Aufwachen auch in diesem Alter noch ganz normal. Durchschlafen ist eine Sache der Reife und erfordert von den Eltern schon etwas Geduld. Gerade wenn die Kinder schnell wachsen und sich weiter entwickeln, müssen sie das am Tag Erlebte und Erlernt in der Nacht erst verarbeiten. Außerdem machen sich oft die Zähne bemerkbar - also gibt es viele Gründe, um im Schlaf aufzuschrecken. Das Nuckeln an der Brust beruhigt natürlich am schnellsten und gibt deinem Baby die Sicherheit, dass du bei ihm bist. Sicherlich ist das zur Zeit sehr anstrengend für dich, doch geht diese Phase vorüber und es lohnt sich durchzuhalten. Hast du das Gefühl, dass dein Kleiner Zahnungsschmerzen hat, so könntest du ein Zahnungsöl ausprobieren, das du vor dem Schlafengehen einmassierst. Oft verhilft auch ein kühleres Zimmer zu besserem Schlaf. Ist die Luft recht trocken, so hänge eine nasse Windel auf, auch das verbessert das Raumklima. Kommt ihr beide jedoch gar nicht zur Ruhe, so kann auch die Homöopathie zur Hilfe genommen werden. Hier solltest du dich aber an einen Homöopathen wenden, der das passende Mittel für euch herausfinden kann. Ein sehr gutes Buch zum Thema Essen und Zufüttern ist das Buch: Mein Kind will nicht essen. Von Dr. Gonzales, La Leche Liga International. Du kannst das Buch im Fachhandel oder über die Homepage der La Leche Liga beziehen. (www.lalecheliga.at)So wünsche ich dir viel Kraft und Geduld und alles Gute!

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