• Inline
  • Weiter zum digitalen Magazin
    Home > Expertenforum > Erziehungsberatung > Kleinkind 0 - 6 Jahre

    Weiß nicht mehr weiter

      Expertenforum durchsuchen:    (Erweiterte Suche)

    Problemstellung: Weiß nicht mehr weiter

    ALso mein Sohn ist bald 11monate... und ich weiß nicht mehr weiter... er weint und schreit fast den ganzen tag... klar er lacht und spielt auch mal... aber nach 5min ist er von allem gelangweilt... wenn er was nicht bekommt oder es nicht geht wie er will fängt er sofort an zuschreien... wenn ich nein sage fängt er an zu schreien und zu heulen... ich kann nicht alleine essen weil er auch will... ich kann nicht trinken weil er auch will... egal was ich tu... nichts ist ihm recht... aber wenn mit ihm unterwegs bin ist er total das liebe kind... aber ich kann nicht 7tage die woche 24std mit ihm unterwegs sein... was soll ich nur noch tun das er nicht wirklich immer wegen allem anfängt zu weinen???oder zu schreien???

    Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Mag. Maria Neuberger-Schmidt Team Elternwerkstatt

    Danke für Ihre Anfrage. Ich kann mir vorstellen, wie anstrengend Ihre Situation derzeit ist. Intuitiv versucht Ihr Sohn offensichtlich, mit seinem Geschrei etwas zu erreichen, das ist ganz normal. Wenn Sie nein sagen möchten, dann bleiben Sie dabei, aber zeigen Sie Verständnis für seinen Wunsch. Sagen Sie ihm das auch: Das kann sich etwa so anhören: „Du wünscht dir jetzt unbedingt dieses Bobon von dort oben...“ Das verschafft ihm Erleichterung, denn er fühlt sich verstanden. Wenn Sie ihm danach erklären, warum er es nicht haben kann, wird er es leichter akzeptieren. Wenn er trotzdem weint, dann „spiegeln“ Sie seine Gefühle nochmals: „Du bist jetzt echt enttäuscht, dass ich es nicht erlaube. Das kann ich gut verstehen, aber dein Weinen kann das leider auch nichts daran ändern!“ Wenn das klar ist, können Sie versuchen, ihn abzulenken, indem Sie ihm ein Spiel anbieten, oder etwas vorlesen, etc. oder ihm einfach diesen „Schmerz“ zumuten: „Ich mute dir zu, dass du mein Nein aushältst. Und jetzt gehen wir in die Küche und…“ Weiteres erwähnen Sie, dass Ihr Sohn genau das tun will, was Sie auch tun. Auch das ist normal, dass Kinder einfach nachahmen wollen. Überlegen Sie sich, was Sie ihm anbieten können: Wenn Sie essen, richten Sie ihm (zuerst) auch seinen Essplatz her und geben Sie ihm ein wenig davon. Während er beschäftigt ist, können Sie in Ruhe essen, oder hinterher, wenn er satt ist. Wichtig ist, dass Sie gut auf seine Gefühle und Bedürfnisse eingehen, aber auch, dass Sie sich durch sein Geschrei nicht erpressen lassen. Empfehlenswert mein Buch „Erziehung ist (k)ein Kinderspiel“ und der ABC-Elternführerschein. Mi 9-12 und Do 13-16 Uhr können Sie auch unsere kostenfreie Beratungshotline in Anspruch nehmen. Alles Gute! Maria Neuberger-Schmidt, www.elternwerkstatt.at, 01/66 22 006, 0676 415 55 38.

    Diesen Beitrag weiterempfehlen oder später lesen:

    Zurück zur Übersicht!   Dem Experten eine Frage stellen!

    Weitere ähnliche Beiträge im Expertenforum

    Weitere interessante Artikel von unserer Redaktion

    Und war die Geburt noch so schön, die Hebammen noch so geduldig, die Ärzte noch so kompetent und die Schwestern noch so liebevoll:

    Das Abenteuer Familie ist doch etwas für die eigenen vier Wände.

    Pause für die Eltern: Das Baby nuckelt am Schnuller und schläft friedlich ein. Während das Lutschen von Schnuller oder Daumen in der Erwachsenenwelt umstritten ist, folgen die Kleinen mit dem Saugen einem Reflex.

    Was sagt mir mein Baby, wenn es schreit? Meist kommt so ein Angriff auf die Höhrorgane der Umgebung überraschend. Eben war die Welt noch in bester Ordnung und dann, scheinbar plötzlich, legt dieser kleine Mensch los.

    Schon ziemlich bald nach der Geburt – ein paar Tage vielleicht – begann ich damit.

    Heimlich natürlich, ich wollte mich ja nicht lächerlich machen.

    Aufs Wickeln von Babys zu verzichten klingt für uns Mitteleuropäer wie ein Traum. Und doch ist es in vielen Kulturen Usus.

    Von heute auf morgen wird aus dem strahlenden Sonnenschein ein donnernder Gewitterregen.

    Martina ist schon während der Schwangerschaft mit Mustern von Pflegeartikeln überschwemmt worden.

    Das Baby ist da, die ungestörte Nachtruhe Vergangenheit: Den meisten Kindern fällt es schwer, in den Schlaf zu finden und dort zu bleiben. Wie können Eltern ihnen dabei helfen?

    Schon der Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889 – 1951) wusste: “Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.” Sprache und Erkenntnis über die Welt gehen Hand in Hand.

    Wenn man sich in die Gedanken eines Babys einloggen könnte, dann würde man wohl erfahren, dass es über die Zeit, in der es seine ersten Zähne bekommt, nichts Gutes zu berichten hätte. Ja, es wäre geradezu stocksauer!