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Kind 3 1/2 Jahre weint wegen jeder Kleinigkeit

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Problemstellung: Kind 3 1/2 Jahre weint wegen jeder Kleinigkeit

Unsere Tochter wurde im Oktober 3 Jahre alt. Sie weint im Moment wegen jeder Kleinigkeit, wenn etwas nicht geht, wenn sie hinfällt, wenn ein anderes Kind nicht das tut was sie will, wenn sie sich mit einem anderen Kind streitet z. Bsp. um ein Spielzeug es gibt da etliche Altagssituationen. Sie ist sonst ein fröhliches Kind und spielt gerne mit anderen, sie wollte z.Bsp. von selber in die Spielgruppe und es gefällt ihr super gut (dort weint sie auch nicht) und auch sonst wenn Kinder irgendwo sind, geht sie sofort hin und spielt mit diesen. Ich weiss nicht was ich gegen dieses weinen unternehmen soll. Ihre Cousine provoziert sie manchmal bewusst weil sie weiss, dass sie dann sofort weint und trotzdem geht unsere Tochter immer zu ihr zum spielen (wir wohnen nebeneinander) und Ihre Cousine ist lieber bei sich zuhause.. Ich kann meine Tochter nicht zwingen bei uns alleine zu spielen und trotzdem kann ich nicht verstehen warum sie mit Ihrer Cousine spielen will wenn sie dann doch immer weint wegen jeder Kleinigkeit.

Antwort oder Empfehlung unseres Experten: Mag. Maria Neuberger-Schmidt Team Elternwerkstatt

Danke für Ihre Anfrage. Ich verstehe, dass Sie sich Sorgen machen, denn wer will sein Kind schon weinen sehen? Kinder haben starke Emotionen und manche Kinder ganz besonders, so auch Ihre Tochter. Trotzdem scheint sie ein gesundes und robustes Wesen zu haben, denn sie nimmt ihre Herausforderungen immer wieder an. Deshalb geht sie gerne zu ihrer Cousine, auch wenn sie dort manchmal auch Rückschläge einstecken muss. Es macht ihr trotzdem Spaß. Das zeugt von einer gesunden Einstellung zu den Hürden des Lebens und so wird sie diese auch meistern lernen. Bei aller Sensibilität haben Kinder auch etwas gesundes Robustes und können allerlei verkraften. Sie spüren auch intuitiv, was sie sich zumuten können und was nicht. Das Weinen hilft beim Verarbeiten von Eindrücken, darum gehört es weder unterdrückt noch verhindert, sondern ruhig begleitet. Die Frage ist, wie? Vorsicht beim Trösten! Vor lauter Sorge neigt man vielleicht dazu, Gefühle auszureden und damit zu unterdrücken, z.B. „Du musst nicht weinen! Das ist ja nicht so schlimm!“ oder irgendwie abzulenken. Dadurch fühlt sich das Kind nicht ernst genommen und weint noch lauter. Stattdessen hilft es, die Gefühle, die Sie wahrnehmen, einfach zu beschreiben, z.B. „Du ärgerst dich / du bist traurig, dass dich die Suse nicht mitspielen lässt…“ „Du magst nicht, wenn sie dir die Puppe aus der Hand reißt…“ Sie beschreiben also und formulieren einen Satz, dem Ihre Tochter innerlich zustimmen kann: „Ja meine Mama versteht, wie es mir geht!“ Das schafft Erleichterung und deshalb wird sie sich ganz nebenbei schneller beruhigen oder erst gar nicht zu weinen beginnen. Sie sagen, Ihre Tochter weint auch, wenn andere nicht tun, was sie will. Dann kann es auch „Mittel zum Zweck“ sein, also eine unbewusste kindliche Erpressungstaktik. Diese sollte keinesfalls zum Erfolg führen, denn sonst wird sie es immer öfter einsetzen. Lassen Sie Ihrer Tochter Zeit, haben Sie Geduld und Vertrauen – und das alles wird sich wie von selbst einpendeln, denn wie gesagt, Ihre Tochter hat von Natur aus die Widerstandskraft, die sie für das Leben braucht. Tipp: Helfen will gelernt sein! Machen Sie einen ABC-Elternführerschein! Buchempfehlungen auf www.elternwerkstatt.at. Alles Gute, Maria Neuberger-Schmidt

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