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Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Spermien mit einem Y-Chromosom haben andere Eigenschaften als die mit einem X-Chromosom. Dies kann helfen, wenn Sie Einfluss auf das Geschlecht Ihres Babys nehmen wollen.


Na, was wird es denn? Die Neugierde bei Freunden, Bekannten und Verwandten ist groß, wenn sie von Ihrer Schwangerschaft hören. Mal wollen Mami und Papi in spe nichts verraten. Mal wissen sie es selber nicht und wollen bei der Geburt überrascht werden. Letztlich geben die Geschlechtschromosomen den Ausschlag, ob Sie ein Mädchen oder einen Buben zur Welt bringen. Es gibt zwei Arten dieser Chromosomen, das X- und das Y-Chromosom. Benannt worden sind sie nach ihrem Aussehen. Jede Zelle einer Mutter hat zwei X-Chromosomen, jede Zelle eines Vaters ein X- und ein Y-Chromosom. Hierdurch unterscheiden sich auch die Geschlechter: XX = Frau, XY = Mann. Es liegt letztlich am Mann, ob ein Mädchen oder ein Junge entstehen wird. Denn seine Spermien besitzen entweder ein X- oder ein Y-Chromosom, die Eizelle hingegen in jedem Fall ein X-Chromosom. Je nachdem, welche Art von männlichen Spermien das Ei befruchtet (also X oder Y), legt fest, welches Geschlecht das Baby haben wird.


Zufall oder Methode?

Immer wieder versuchen zukünftige Eltern mit zum Teil abenteuerlichen Methoden das Geschlecht des Babys zu beeinflussen. Humbug behaupten die einen, Methode sehen die anderen hinter einer ganzen Reihe von Möglichkeiten.
Wer glaubt, dass in jedem Fall die Chance Fifty-Fifty ist und allein Mutter Natur die Entscheidung fällt, der ist auf dem Holzweg. Denn Forscher haben im Laufe der Zeit diverse Entdeckungen rund um das Geschlecht vom Baby gemacht. Demnach werden bei gutem Wetter mehr Jungs gezeugt, bei schlechtem Wetter mehr Mädchen. Auch die sozialen und wirtschaftlichen Rahmen bedingungen scheinen eine Rolle zu spielen. In Krisenzeiten erblicken mehr Mädchen das Licht der Welt, bei optimalen Verhältnissen ist die Buben- Quote größer. Die Gründe hierfür könnten, so mutmaßen Wissenschaftler, in der einer getischen Bilanz der Schwangerschaft begründet sein. Demnach verbraucht die werdende Mami mehr Energie, um einen männlichen Nachkommen aus zutragen als bei einem Mädchen.

In diesem Zusammenhang gehen die Experten davon aus, dass in mageren Zeiten die Zahl der Fehlgeburten von Jungen deutlich zunimmt. Während es sich bei dieser Begründung wohlgemerkt um Spekulation handelt, gibt es bei einem anderen Trick eindeutige Erkenntnisse. Wenn sich die zukünftigen Eltern ein Mädchen wünschen, sollten sie etwa 72 Stunden vor dem errechneten Follikelsprung Geschlechtsverkehr haben. Denn: Spermien mit einem X-Chromosom sind zwar deutlich langsamer als ihre Y-Pendants. Allerdings sind sie auch lebens- und widerstandsfähiger. Das heißt, sie kommen zwar später im Eileiter an, sind dann aber noch voll funktionsfähig. Die Spermien mit einem Y-Chromosom haben dann vermehrt schon „das Zeitliche gesegnet“. Die Widerstandsfähigkeit der Spermien mit einem X-Chromosom kann auch weiterhelfen, wenn man ein heißes Bad oder wärmende Kleidung als Hilfsmittel einsetzen will. Denn den Spermien mit einem Y-Chromosom macht die Mehrbelastung durch die höhere Temperatur mehr zu schaffen. Das erhöht die Chance auf ein Mädchen. Soll ein Junge entstehen, sollten Sie den Eisprung möglichst genau abpassen. Dies kann anhand eines regelmäßig geführten Zykluskalenders sowie mit Unterstützung Ihres Gynäkologen geschehen.

Im Ultraschall kann der nämlich recht gut erkennen, wie weit die Follikel sind. Die Chance auf einen männlichen Nachkommen erhöhen Sie nach Ansicht von britischen Wissenschaftlern, wenn Sie in den Tagen um den Eisprung herum eine kohlehydratreiche Kost bevorzugen. Ein Tipp der Experten: Müsli zum Frühstück. Eine Forscherin der Universität von Georgia geht zudem davon aus, dass es eine Rolle spielt, wo das Kind gezeugt wird. So werden im Verhältnis in Afrika etwas mehr Mädchen gezeugt als in Europa. Das Klima kann dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Aufteilung von Tag und Nacht sowie die Zahl der Sonnenstunden.



Text: Stefan Trockel

Fotos: victoriaKh/Shutterstock.com, Hannamariah/Shutterstock.com


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