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Im Lusttief nach der Geburt des Babys


Der kleine Erdenbürger ist da und das Bedürfnis nach Sex ist weg. Das geht den allermeisten Frauen nach der Entbindung so. Im Laufe der Zeit kehrt die Lust aber zurück.




Tote Hose im Bett: Nach der Entbindung ist das Verlangen der Frau nach Sexualität deutlich gemindert oder verschwunden. Das betrifft rund 90 Prozent der frischgebackenen Eltern und ist kein Dauerzustand. Wenn sich also auch bei Ihnen das Bedürfnis nach Sex in Wohlgefallen aufgelöst hat, können Sie beruhigt sein. Es ist ganz normal, dass der weibliche Körper nach der Geburt erst einmal mit anderen Dingen beschäftigt ist. Der Hormonhaushalt muss abermals umgestellt werden, die Milchproduktion erfordert Energie. Zudem ist der Intimbereich – außer beim Kaiserschnitt – ziemlich überanstrengt worden.

Das Gewebe ist stark gedehnt worden und unter Umständen eingerissen. Alleine schon das Gefühl,  „da unten“ schlimm auszusehen, kann Schamgefühl und Unlust hervorrufen. Da ist ein wenig Geduld bei Ihnen und Ihrem Partner gefragt. Je nach Schwere der Verletzungen dauert es zwischen einer und mehreren Woche, bis alles wieder so ausschaut wie vor der Geburt.

Wunden müssen heilen
Es sind auch die abheilenden Wunden, die Zurückhaltung im Miteinander fordern. Denn der Sex soll schließlich für beide Spaß bedeuten – und nicht mit Schmerzen für die Mami verbunden sein. Es heißt aber nicht, dass Sie nicht sexuell aktiv sein dürfen, solange die Dammnaht abheilt. Seien Sie einfach ein wenig kreativ. Der Kopf ist es bei vielen neuen Eltern auch, der den Sex nach der Geburt plötzlich anders werden lässt. Mit einem Gedanken sind Sie und Ihr Partner zumindest in der Anfangsphase immer beim Baby.

Es ist in den Mittelpunkt gerückt. Daraus sollte in einigen Monaten aber eine gesunde Dreierbeziehung werden, in der Sie als Paar mit ihren Bedürfnissen auch ihren Platz haben. Dabei kann es allerdings kontraproduktiv sein, wenn Sie stillen. Denn dadurch wird der Östrogenspiegel gesenkt. Die Folge: Die Drüsen der Vagina sondern weniger Schleim ab als üblich. Es dauert also länger, bis Sie feucht genug für den Geschlechtsverkehr sind. Das heißt: Entweder die Kuschelphasen und das Vorspiel werden ausgedehnt oder Sie greifen zum Gleitgel.

Eine Mär ist übrigens, dass Frauen bei der Geburt „unten  herum ausleiern“. Gewebe und Muskulatur des Intimbereiches werden bei der Entbindung stark gedehnt. Allerdings funktioniert der weibliche Unterleib in Teilen wie Gummi, nach der Geburt ziehen sich Vagina & Co. wieder zusammen. Dabei hilft die Rückbildungsgymnastik. Der Sex mit Ihrem Partner sollte sich nach kurzer Zeit wieder wie gewohnt anfühlen.


Foto:wavebreakmedia/Shutterstock.com

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