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    Mit einem Lob lernt es sich viel leichter


    Unsere Kinder lernen von der Geburt an ständig dazu. In der Schule müssen sie sich Wissen aneignen – und dabei können Sie den Nachwuchs sehr gut unterstützen!

    Büffeln, pauken, sich einbläuen – das Lernen bekommt bei diesen Worten gleich einen negativen Beigeschmack. Das muss aber nicht sein. Denn grundsätzlich ist es etwas Tolles, neue Dinge kennenzulernen. Und gerade Kinder haben einen angeborenen Wissensdurst. Nur wenn die Schule und der Lernstoff zur lästigen Pflicht werden, verlieren sie den Spaß am Lernen.

    Es hängt viel davon ab, wie gerade die Erwachsenen – also Lehrer genauso wie Eltern – mit dem Thema umgehen. Sie können Ihr Mädchen beziehungsweise Ihren Buben mit einigen Hilfestellungen ganz leicht dabei unterstützen, sich einen Wissensschatz fürs ganze Leben zu erarbeiten.

    Die positive Einstellung ist das A und O. Auch wenn wir als Erwachsene viel zu häufig das damalige Lernen für die Schule in unserer Erinnerung als Last ansehen, vermitteln Sie, dass es Spaß macht, sich Wissen anzueignen. Vielleicht lesen Sie gemeinsam mit dem Kind und entdecken selbst noch einiges, was Sie bislang nicht wussten.

    Beim Lernen ist das Erfolgserlebnis ein super Motivationsmotor! Deshalb muss die Devise unbedingt lauten: Loben statt Tadeln! Selbst kleine Fortschritte sind toll und ein Beweis für die Fähigkeiten Ihres Kindes. Behalten Sie im Hinterkopf: Es geht um Ihr Kind. Es ist egal wie gut oder schlecht die übrigen Schüler sind. Eine „schlechte“ Note sollte Ansporn sein und nicht die Ursache für Bestrafung.

    Verknüpfen Sie deshalb das Lernen nicht mit dem Misserfolg. Vielmehr können Sie Ihr Kind motivieren: Stellen Sie in Aussicht, dass sich seine Leistungen verbessern können. Bieten Sie Ihre Hilfe an, zwingen Sie diese Ihrem Kind aber nicht auf.

    In Ausnahmefällen können Sie auch die „Bestechlichkeit“ nutzen, die fast alle Kinder haben. Stellen Sie eine Belohnung in Aussicht, wenn Ihr Kind sich besonders anstrengt und ein nicht alltägliches Lernpensum schafft. Es sollte etwas Nettes sein, was Sie gemeinsam erleben. Zum Beispiel der Besuch im Spaßbad, im Zoo oder im Zirkus.


    In der Ruhe liegt die Kraft

    Wir Erwachsenen sind von der Gesellschaft vor allem auf Leistung und Erfolg getrimmt worden. Die Rechnung bekommen wir inzwischen präsentiert: Burn-out und Herzinfarkt sind weiter auf dem Vormarsch. Wir muten unseren Körpern zu viel zu. Das ist ungesund.

    Deshalb sollten Sie in der Phase, in der Lernen und Leistung einen Menschen prägt, nämlich in der Kindheit Ihres Nachwuchses, auf die richtige Dosierung achten. Wenn sich Ihr Kind beim Lernen anstrengt, hat es Pausen verdient: Erstklässler können sich meist nur rund 15 Minuten am Stück konzentrieren. Darauf sollten mindestens fünf bis zehn Minuten Pause folgen. Bei älteren Schulkindern dehnen sich die Lernphasen auf bis zu 45 Minuten aus.

    Die Pause sollte weitgehend ohne multimediale Ablenkung erfolgen. Also bitte keinen Fernseher, kein Computerspiel! Lassen Sie Ihr Kind für eine gewisse Weile draußen an der frischen Luft spielen. Der Sauerstoff tut dem jungen Körper gut und er ist zwingend notwendig für eine optimale Arbeit des Gehirns. Das braucht weiters genügend Regeneration, weshalb ausreichend Schlaf ein weiterer Baustein für erfolgreiches Lernen ist.

    Das Gehirn braucht neben Ruhe und Sauerstoff vor allem etwas weiteres: Energie. Denn ohne große körperliche Betätigung verbraucht unsere Denkzentrale einen großen Teil der Kohlenhydrate, die wir täglich zu uns nehmen. Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse unterstützt Ihr Kind ebenfalls beim Lernen: Kaum Industriezucker und dafür unterschiedliche Kohlenhydrate versorgen die Hirnzellen viel besser über lange Strecken des Tages!


    Planen und organisieren

    So wichtig wie die Pausen und Ruhephasen sind Struktur und Organisation beim Lernen. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was alles zu erledigen ist. Erstellen Sie dann – ebenfalls zusammen – einen Plan für den jeweiligen Tag. Planen Sie die jeweils notwendige Zeit realistisch mit Pufferzonen. So wird der Druck für Ihr Kind nicht zu groß und die Ziellinie kann problemlos erreicht werden. Das motiviert ebenfalls!

    Nicht nur der Tag sollte entsprechend geplant werden. Machen Sie auch Wochen oder 14-Tages-Pläne. Gerade dann, wenn Klassenarbeiten anstehen, sollte frühzeitig mit dem Lernen begonnen werden. Wenn Ihr Kind den Stoff dann noch ein- oder zweimal wiederholt, festigt sich das Wissen und die Chance ist größer, dass es im Langzeitgedächtnis landet.

    Hilfreich dabei ist auch ein aufgeräumter Schreibtisch. Das von Erwachsenen gerne beschworene „kreative Chaos“ ist nur ein Vorwand für die eigenen Unzulänglichkeiten und mangelnde Disziplin. So aufgeräumt und klar strukturiert der Schreibtisch ist, so aufgeräumt und organisiert ist der Kopf des Kindes. Und: Die Schüler haben jederzeit den Überblick über alle Materialien!


    Text: Mag.Celina Thimm

    Foto: Kamira/Shutterstock.com



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