SSW 18: Mamis Herzschlag hören

Babys Ohren nehmen die ersten Geräusche wahr. Wächst ein Mädchen in Ihrem Bauch heran, werden jetzt die Eizellen gebildet. Sie sollten sich mit Beckenbodenübungen fit für die Geburt machen.

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Früh übt sich …. heißt es so schön in einem Sprichwort. Genau das trifft auf Ihr Baby zu. Denn das programmiert sein kleines Gehirn schon in Ihrem Bauch auf die Bewegungen von Ärmchen und Beinchen, Fingern und Zehen. Die sind in dieser 18. Schwangerschaftswoche voll ausgebildet samt Finger- und Zehnägeln. Das Nuckeln am Daumen gehört mittlerweile ebenso zum Standard fürs Baby wie das Strampeln mit den Beinen. Diese Bewegungen sorgen für die Reize, die zum Ausprägen eines funktionierenden Gehirns notwendig sind. Ein anderer Sinn, der schon jetzt funktioniert, ist das Gehör.

Allerdings kann das Kleine derzeit „nur“ Ihren Herzschlag und die Geräusche des Verdauungstraktes wahrnehmen. In den zurückliegenden Wochen sind bei Ihrem Kind ja schon die Geschlechtsorgane angelegt worden. Wenn in Ihrem Bauch ein Mädchen heran wächst, dann werden nun die Eizellen gebildet. Im Gegensatz  zum  Jungen  und  späteren Mann, der ein Leben lang Spermien produzieren wird, ist dies ein einmaliger Akt. Von den rund fünf Millionen Eizellen sind beim Säugling gerade noch 400.000 übrig. Die Zahl halbiert sich bis zum Erwachsenen alter noch einmal. Prinzipiell gleich verläuft hingegen das Körperwachstum von Buben und Mädchen  in dieser Schwangerschaftswoche. Die  Scheitel-Steiß-Länge beträgt etwa zwölfeinhalb Zentimeter. Mit rund 155 Gramm wiegt das Kleine nun etwa ein Drittel mehr als in der Vorwoche.

Training für die Geburt

So wie sich das Baby in Ihrem Bauch mit Bewegung „fit“ hält und aufs Leben vorbereitet, so sollten Sie sich für die Geburt und die Zeit danach präparieren. Hierfür gibt es spezielle Vorbereitungskurse, die Sie entweder alleine oder gemeinsam mit Ihrem Partner besuchen können. Ziel ist es, Sie zum einen körperlich auf den besonderen Tag in Ihrem Leben, die Geburt Ihres Kindes, vorzubereiten.  Daneben sollen solche Kurse  Sicherheit geben. Gerade beim ersten Kind  zieht  sich  die Unsicherheit wie ein roter Faden durch die Schwangerschaft. Bei manchen werdenden Mamis mündet sie sogar in Angst.

Oftmals bietet die eigene  Hebamme  einen  Vorbereitungskurs  an. So können Sie sich schon jetzt auf einander einspielen. Und die Hebamme wird zu einer treuen Begleiterin über weite Strecken der Schwangerschaft. Deshalb macht es natürlich Sinn, sich frühzeitig nach einer Hebamme umzuschauen, mit der Sie auf einer Wellenlänge liegen. Teil der Kurse kann auch das Training  der Beckenbodenmuskulatur sein. Diese Körperpartie wird bei der Entbindung stark beansprucht. Es kann in der Folgezeit zu vorübergehender Inkontinenz  kommen. Mit zielgerichteten Übungen beugen Sie vor  Bauen Sie das Training als festen Bestandteil in Ihren Alltag ein. Es muss ja nicht immer ein „Marathon“ sein. Versuchen Sie – solange es geht Bewegung in Ihren Tagesablauf einzubauen. Drehen Sie zum Beispiel am Abend eine Runde mit Ihrem  Partner und schmieden Sie bei diesem Spaziergang Pläne für die Zeit, wenn das Baby da ist.

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Text: Mag. Lisa Drost
Bild:dr OX/Shutterstock.com