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Verwechslung

Verwechslung

Vor einigen Jahren, als meine Schwester und ich noch nicht alleine verreist sind und wir noch den klassischen Familienurlaub unternommen haben – also in einem All Inclusive Club in der Türkei – hat sich diese Verwechslung zugetragen. 

Hier stehen wir nun also: Mit Koffer und noch im Halbschlaf taumelnd, an der Rezeption dieses All Inclusive Clubs. Die Rezeptionistin war sehr freundlich und hieß uns erstmal herzlich willkommen in ihrem Hotel. Meine Schwester und ich haben sogar ein Willkommensgeschenk bekommen, also ein guter Start in den Urlaub ?

Nachdem wir eingecheckt haben, sind wir erstmal eine Runde, gemeinsam mit unseren Eltern, durch den Club spaziert, um uns einen guten Überblick zu verschaffen.

Irgendwann wollten meine Schwester und ich dann aber alleine weiterziehen, also informierten wir unsere Eltern und gingen los. Nach einigen Tänzen, Snacks, einer Bühnenshow und einer kleinen Schwimmrunde im Pool des Clubs war es natürlich noch nicht vorbei mit unserer Neugier. Wie es in Clubs so üblich ist, war auch dieser Club eingezäunt. Allerdings waren innerhalb des abgesperrten Geländes mehrere Clubs untergebracht. Damit wir unsere Neugierde noch etwas stillen konnte, sind wir dann auf die glorreiche Idee gekommen, auch die anderen Clubs genauer unter die Lupe zu nehmen. 
Das haben wir dann auch einige Stunden lang getan und irgendwann haben wir uns auf den Weg zurück zu unseren Eltern gemacht.

Dabei gab es allerdings ein kleines Problem: Der Weg zurück war nicht so leicht zu finden und unser Orientierungssinn war auch nicht gerade der beste. So irrten wir schließlich eine gefühlte Ewigkeit zwischen den Clubs hin und her, bis wir beim richtigen angekommen waren. Zwar wollten wir so schnell wie möglich unsere Eltern wieder darüber informieren, dass wir da sind, allerdings hatten wir einen Riesenhunger und wollten einfach nur schnell etwas essen. Also sind wir in eines der Restaurants gegangen, wir haben uns dabei für ein etwas Exklusiveres entschieden. Und wie es in Hotels so üblich ist, muss man bei der Tischzuweisung immer die Hotelnummer angeben. Das Essen war überaus gut und mit vollem Magen ging es uns gleich viel besser. Gestärkt und gesättigt haben wir uns also endlich auf den Weg in unser Zimmer, zu unseren Eltern gemacht. Zu unserem Entsetzen mussten wir aber schnell feststellen, dass wir noch immer in einem falschen Club waren und gerade zu Kosten anderer gegessen haben. Ein etwas für uns untypisches, trotzdem lustiges Ereignis, auf das wir aber nicht stolz waren. Um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden haben wir uns nun endgültig auf den richtigen Weg ins richtige Hotel begeben, wo auch unsere Eltern schon besorgt auf uns gewartet haben. Das war uns definitiv eine Lehre – Nie mit leerem Magen neugierig sein! 

Text eingesendet von: Lisa B.
Foto: InnaFelker - shutterstock.com

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