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Einkommensschere zwischen Frauen und Männern hat sich leicht verringert
06.03.2018 15:22
Foto: dotshock - shutterstock.com

Einkommensschere zwischen Frauen und Männern hat sich leicht verringert

Der Hauptgrund für die Einkommensunterschiede liegt daran, dass von den über zwei Dritteln der Frauen die mittlerweile erwerbstätig sind, fast die Hälfte in Teilzeit arbeitet. Zwar sanken die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern von 25,5 % im Jahr 2006 auf 20,1 % im Jahr 2016, das liegt jedoch nach wie vor über dem europäischen Durchschnitt von 16,2 %.

Die zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen ist fast gänzlich durch Teilzeitbeschäftigung zu Stande gekommen. So ist der Anteil von Teilzeitbeschäftigung unter Frauen von 1994 26 % auf 2016 47,7 % angestiegen. Der wichtigste Grund  für Teilzeitbeschäftigung sind bei 37,5 % der Frauen Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Erwachsene. So arbeiten 63,5 % der Mütter mit Kindern zwischen drei und fünf Jahren in Teilzeit.

Das führt dazu, dass unter unselbständig Beschäftigten, Frauen 2016 um 37,9 % weniger als Männer verdienten (2006 40,5 %). Wenn man nur die Vollzeitbeschäftigten betrachtet, dann beträgt der Unterschied 15,9 %. Die niedrigeren Erwerbseinkommen führen zu niedrigeren Pensionen und einem höheren Armutsrisiko. Ein-Eltern-Haushalte (fast ausschließlich Frauen mit Kindern), haben mit 30 % das höchste Armutsrisiko aller Haushaltstypen.


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