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Die Debatte über die Budgetpläne bei der Bildung hat begonnen
26.03.2018 16:26
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Die Debatte über die Budgetpläne bei der Bildung hat begonnen

Die Regierung präsentierte vergangene Woche das neue Budget. Mit 11,2 % ist der Anteil für die Bildung um 0,5 % leicht größer geworden. Finanzminister Hartwig Lögar erklärte, dass die Bildungsausgaben von heuer 8,824 Milliarden Euro auf 8,84 Milliarden Euro nächstes Jahr steigen sollen, und bis 2022 auf 9,52 Milliarden Euro.

Der ÖVP-Abgeordnete Prof. Rudolf Taschner lobte das Budget und meinte, dass damit die Einrichtung notwendiger Deutschförderklassen und die Förderung von AHS und NMS sichergestellt sei. Team Teaching an NMS würde zukünftig zielgenauer eingesetzt werden. SPÖ-Mandatarin und ehemalige Bildungsministerin Sonja Hammerschmid meinte hingegen, dass Budget sei im Vergleich zum Vorjahr nur um 138 Millionen erhöht worden. Das wäre unzureichend für die Finanzierung von Integrationspädagogen, Sozialarbeitern und mobilen Teams, oder das Nachholen der Basisbildung für Flüchtlingskinder. Ebenso sieht sie Defizite bei ganztägigen Schulen, dem Team Teaching an NMS und der Digitalisierung an Schulen.

Die NEOs-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon kritisierte die Kürzung der Mittel für die Bildungsinnovationsstiftung, deren Aufgabe es ist, neue Ansätze für Bildung und Forschung zu entwickeln. Dem stimmte Stephanie Cox von der Liste Pilz zu, die die Wichtigkeit von innovativen Unterrichtsmethoden und der Digitalisierung betonte. Zudem sei der Bildungsbereich „ein Schlüssel zur Integration“. 

Wendelin Mölzer von der FPÖ wies hingegen darauf hin, dass es bei der Bildung keine Kürzungen gegeben habe. Der Integrationstopf sei eine „Maßnahme auf Zeit“ gewesen die, nach dem Abebben der Flüchtlingsbewegung, anderen Notwendigkeiten zu weichen habe, wie etwa das nachhaltige Erlernen der Unterrichtssprache Deutsch bei Kindern mit Migrationshintergrund. Außerdem gebe die Regierung für den Schulausbau einer halbe Milliarde Euro aus und stärke die Lehre.


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