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Statusbewusst
27.03.2018 16:37
Foto: sakkmesterke - shutterstock.com

Statusbewusst

Eine in „Trends in Cognitive Science“ veröffentlichte Metastudie untersuchte, ab welchem Alter sich in Kindern ein Verständnis für sozialen Status entwickelt. Alex Shaw von der University of Chicago und Ike Silver von der Wharton School of Business führten dazu die Ergebnisse verschiedener Studien zum Thema zusammen und kamen zu dem Schluss, dass bereits im Kindergarten damit begonnen wird, sich um die eigene Reputation zu sorgen.

So verhielten sich Fünfjährige großzügiger wenn diese wussten, dass sie beobachtet wurden. Sechsjährige waren großzügiger gegenüber Personen von denen sie wussten, dass sie sie wiedersehen würden, im Gegensatz zu Personen bei denen dies wahrscheinlich nicht der Fall war. Auch hielten sie es falsch eine gute, fremde Idee für die eigene auszugeben, und eine schlechte eigene Idee jemand anderem zuzuschreiben. Allerdings fanden sie es nicht verwerflich, eine gute eigene Idee jemand anderem zuzuschreiben.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein Verständnis von sozialem Status kulturübergreifend von Erwachsenen an Kinder weitergegeben wird, trotz unterschiedlicher sozialer Normen und Erwartungen. Wie Erwachsene wollen Kinder von jenen akzeptiert werden, die sie bewundern. Spielzeug zu teilen oder zusammen zu arbeiten bietet Gelegenheit zu erfahren, was eine erstrebenswerte Reputation ausmacht, und wie diese erlangt werden kann.

Silver und Shaw wollen weiter dazu forschen, wie die Entwicklung kulturbedingt beeinflusst wird. Auch sind sie sich noch nicht sicher, inwiefern sich Fünfjährige darüber bewusst sind, dass Charakterzüge, abhängig von der Situation, einen unterschiedlichen Wert haben können. Und schließlich bleibt noch die Frage, wie die Entwicklung von Kindern aussieht, die jünger als fünf Jahre sind.

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