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Wochenbett – die Zeit zur Regeneration


Nach der Geburt muss sich Ihr Körper von den Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt erholen. Wunden müssen verheilen und Sie können die Bindung zu Ihrem Baby noch vertiefen.




Es fast unglaublich, was Ihr Körper in weniger als einem Jahr geschafft hat. Sie haben nicht nur einem Menschen das Leben geschenkt. Ihr Organismus hat enorme Veränderungen durchgemacht. Davon und nicht zuletzt von der kräftezehrenden Geburt selbst müssen Sie sich anschließend erholen.

In dieser Phase müssen eventuelle Verletzungen des Dammes abheilen, die geburtsbedingten Veränderungen müssen sich zurückbilden. Typisch für diese Phase ist auch der sogenannte Wochenfluss. Dabei handelt es sich um Wundsekret, das beim Abheilen der Gebärmutterwand entsteht, sowie Blut, Resten von Schleimhaut et cetera. Der Wochenfluss riecht oft etwas muffig und kann bis zu einem halben Liter ausmachen.

Sie können bei weitem nicht das tun und leisten, was vor der Schwangerschaft notwendig war. Es ist eine sehr ruhige Phase. In früheren Zeit war es üblich, dass die Mami viel im Bett lag und von der Familie versorgt wurde. Daher kommt auch der Name Wochenbett oder Kindbett.

Bis zu acht Wochen


Zwischen etwa einem Monat und zwei Monaten dauert es, auch wenn die Rückbildung aller schwangerschaftlichen und geburtlichen Veränderungen bereits kurz nach der Nachgeburt beginnt.

Veränderungen, die der Körper in der Schwangerschaft vollzogen hat, werden teilweise wieder auf Normalniveau zurückgebracht. Dies betrifft insbesondere Blutdruck und Puls, die Magen-Darm-Tätigkeit und die Blase. Das Blutbild hingegen wird sich in Teilen abermals verändern – hervorgerufen durch erneute Verschiebungen im Hormonhaushalt.

Der steuert beispielsweise, dass Ihr Körper nun damit beginnt, Milch zu produzieren. Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt starten die Eierstöcke wieder mit ihrer regulären Arbeit und der Zyklus stellt sich wieder ein.

Das Wochenbett ist allerdings nicht alleine eine Regenerationsphase. Vielmehr bietet es allen Mitgliedern der kleinen Familie die Möglichkeit, enger zusammenzuwachsen. Ja, jetzt sollte sich der Papa auch viel Zeit für das Neugeborene und für seine Partnerin nehmen.


Text: Stefan Trockel
Foto: Olya Vusochyn/Shutterstock.com






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