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Zweigleisig unterwegs


Rund 250.000 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb sollen bis zum Jahr 2020 die CO2-Bilanz Österreichs entlasten. Wir haben zwei Hybridmodelle auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Text: Susanne Baust

Doppelt hält besser: das gilt sicher auch für Autos mit zwei verschiedenen Motoren, haben wir uns gedacht und zwei der modernsten Hybridfahrzeuge unter die Lupe genommen. Doch was heißt eigentlich „Hybrid“? Im Allgemeinen, dass ein Fahrzeug von einem Verbrennungs- und einem Elektromotor gemeinsam bewegt wird. In der Praxis unterscheidet man jedoch Micro-, Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid: Microhybrid bedeutet, dass das Fahrzeug mit einem normalen Verbrennungsmotor ausgestattet ist und ein kleiner Elektromotor nur dafür verantwortlich ist, den Motor in Stehphasen kurzfristig abzuschalten. Das spart Benzin und unterbindet eine Abgasentwicklung im Standbetrieb. Bei einem Mildhybrid wird die Fahrleistung eines Verbrennungsmotors von einem Elektromotor unterstützt.

Das bedeutet mehr Leistung mit weniger Kraftstoff und somit auch weniger Abgase. Der Vollhybrid hat einen Elektromotor, der bis zu einer gewissen Geschwindigkeit das Auto auch ohne Verbrennungsmotor bewegen kann, und bei einem Plug-in kann der Elektromotor über Batterie gespeist werden und braucht dazu nicht die Lichtmaschine.

Go Hybrid
Eine noch weiter entwickelte Version ist der Elektromotor mit einem Range Extender: hier wird der Elektromotor, wenn der Strom aus der Batterie aufgebraucht ist, von einem Verbrennungsmotor gespeist, der aber das Auto nicht bewegen kann, also die umgekehrte Form eines Mildhybrids. So weit zur Theorie. In der Praxis sind die Hybridfahrzeuge von Toyota und Lexus wohl am bekanntesten. Bei Toyota gibt es neben dem Prius auch den Yaris als Hybridfahrzeug. Das kleine Stadtauto zeichnet sich durch einen spritzigen Motor, viel Innenraum und noch mehr Komfort aus und hat serienmäßig eine Rückfahrkamera und Bluetooth-Funktion.



Dazu gibt es optional noch ein leistungsstarkes Navi. Mit einem Vollhybrid-Antrieb leistet er 100 PS, verbraucht aber nur 3,5 l und ist mit nur 79 g/km das sauberste Auto im Kleinwagensegment. Eine Nummer größer ist der Lexus CT 200h, ein Edel- Kompaktauto im Golf-Format mit einer gemeinsamen Leistung beider Motoren von 136 PS und edler Innenausstattung. Aber Lexus ist ja auch der amerikanische Mercedes und diesem Ruf verpflichtet. Fahren kann man übrigens mit beiden problemlos, und wenn das die Zukunft der Mobilität ist, können wir wirklich optimistisch auf sie zugehen.



Fotos: Hersteller







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